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Ein enges Duell lieferten sich Billerbeck und Hauenhorst.

Warendorf und Hauenhorst vom Punkt erfolgreich


Von Mario Witthake // Durchgesteckt von Bernhard Reinhold

(03.03.14.) Dramatik pur: Das Viertelfinale im Westfalenpokal wurde am Samstag zweimal im Elfmeterschießen entschieden. Die glücklichen Sieger aus dem Münsterland heißen Germania Hauenhorst und Warendorfer SU. Während sich die WSU zuhause mit 7:5 gegen Kudtenhausen-Totenhausen durchsetzte, feierte Hauenhorst den Pokalcoup beim Liga-Konkurrenten VfL Billerbeck. Das 8:7 (4:4; 5:5) für die Germania war nervlich kaum auszuhalten.

Von Beginn an zeigten beide Teams, dass sie zu den besseren in Westfalen gehören. Tempo, Spielwitz, Kampf und taktisches Verständnis zeichneten beide Mannschaften bereits zu Beginn des Spiels aus. Die Hauenhorsterinnen hatten am Anfang ein Übergewicht und auch die größeren Chancen (Pfostenschuss von Kim Wolters) und jubelten in der 21. Minute. Nicole Schampera erzielte das verdiente 1:0, dem Kerstin Stegemann in der 38. Minute das 2:0 folgen ließ. Quasi im Gegenzug erzielte Magdalana Richter für Billerbeck den Anschlusstreffer. Eine Reaktion zeigte dann die Gäste, denn Nicole Schampera erzielte mit ihren zweiten Treffer nur zwei Minuten späterden 3:1-Halbzeitstand.

Nach der Pause kamen die Billerbeckerinnen mit noch mehr Willen auf den Platz und rissen das Spiel an sich. Die Frauen aus Hauenhorst verloren im Mittelfeld immer mehr die wichtigen Zweikämpfe und so war das 2:3 durch Anna Haberecht nur eine logische Konsequenz. Doch auch auf diesen Treffer antwortete die Siegers-Elf, diesmal drei Minuten später mit dem dritten Treffer von Nicole Schampera zum 4:2. Nun dachten die Zuschauer am Rand und wohl auch einige Spielerinnen, der Drops sei gelutscht. Doch dem war nicht so. Bilelrbeck verstärkte nochmals seine Bemühungen, die Hauenhorsterinnen vergaben bei einigen Kontern die womöglich Entscheidung. Das rächte sich: Magdalena Richter und Vera Malkemper sorgten mit einem Doppelschlag für den Ausgleich (82./83.). Dieses Ergebnis hatte auch bis zum Ende der regulären Spielzeit Bestand.

Die Verlängerung begann gut für die Gäste, die schon in der 93. Minute durch Kim Wolters mit 5:4 erneut in Führung gehen. Dann das bekannte Spiel: Direkt nach dem Anstoß erzielte Anne Haberecht ihren zweiten Treffer zum 5:5. In der Folge hatten die Gäste zwar die besseren Torchancen, mussten aber immer wieder auf der Hut sein, nicht selber einen Treffer zu kassieren. Und so kam es dann zum Elfmeterschießen, das noch einmal reichlich Nervenkitzel bot.

Tragische Figur

Zunächst ging Hauenhorst mit 2:0 in Führung (Lisa Stoltmann, Melanie Reinhold), während Billerbecks Sarah Guljasch und Nicole Thomas vergaben. Pia Schleunig traf danach nur den Pfosten, Anna Haberecht verkürzte dann für den VfL. Danach vergab Germanias Schampera, sodass Luisa Brinkschulte ausgleichen konnte - Dramatik pur! Als fünfte Schützinfür die Germania verwandelte Kerstin Stegemann dann sicher und reichte die Verantwortung an Billerbecks Magdalena Richter, eine der besten Spielerinnen in diesem Match, weiter. Richter scheiterte mit dem letzten Schuss an Anja Müller, die Sekunden später - wie sollte es anders sein - unter einer Hauenhorster Spielerinnentraube verschwand.

"Im Elfmeterschießen gehört immer Glück dazu", sagte Hauenhorsts Trainerin Anja Siegers, die aufgrund der Vielzahl an Torchancen aber von einem "verdienten Sieg" in einem "tollen Spiel" sprach. Großes Lob hatte Siegers für die tragische Figur, Magdalena Richter, übrig: "Das ist eine sehr, sehr gute Spielerin." Das Pokal-Halbfinale findet dann am Gründonnerstag statt. Als mögliche Gegner für Hauenhorst kommen neben Warendorf noch Waldesrand Linden aus Bochum (Landesliga) sowie SV Berghofen in Betracht. Gegner und Ort stehen noch nicht fest und werden in Kürze ausgelost. Siegers: "Wir nehmen was kommt, ein Heimspiel wäre aber mal schön."

VfL Billerbeck - Germania Hauenhorst     7:8 (4:4; 5:5) n.E
0:1 Schampera (21.), 0:2 Stegemann (38.),
1:2 Richter (39.), 1:3 Schampera (41.),
2:3 Haberecht (67.), 2:4 Schampera (70.),
3:4 Richter (82.), 4:4 Malkemper (84.),
4:5 Wolters (93.), 5:5 Haberecht (94.),
5:6 Stoltmann, 5:7 Melanie Reinhold,
6:7 Haberecht, 7:7Brinkschulte,
7:8 Stegemann



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