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Melanie Ziegner

WSU-Schnapperin Ziegner fliegt über den großen Teich


von Fabian Renger

(04.08.15) “International Business Management.” Als Antwort auf die Frage nach dem Studienfach. Na, wie klingt das? Irgendwie sperrig und uninteressant, oder?
“International Business Management an der University of Bridgeport!” – das klingt doch gleich viel besser. Melanie Ziegner, Torhüterin der Warendorfer SU, kann das von sich demnächst behaupten. Am Freitag hebt ihr Flieger in Düsseldorf ab, es geht über den großen Teich, das Ziel ist die Universität im US-Bundesstaat Connecticut. Einem Fußball-Stipendium sei Dank, wagt sie den Sprung ins Ausland.

Den Auslands-Wunsch hatte sie schon länger ins Auge gefasst, dabei war Australien ihr Favorit. Auf einer Berufsmesse wurde der 18-jährigen dann das Angebot aus Bridgeport vorgestellt - und sie war direkt interessiert. Neben ihrem vierjährigen Wirtschafts-Studium wird sie in einer Uni-Liga Fußball spielen. "Leicht wird das nicht. Ich musste einen zweimonatigen Vorbereitungsplan absolvieren," sagt sie über die Vorbereitungen. Lauf- und Sprinttraining, Kraft- und Ausdauerübungen - das vorgegebene Programm war hart, aber wichtig. In den USA wird sie jeden Tag trainieren, ohne diese Schinderei könne sie auf dem dortigen Niveau kaum mithalten.

In Warendorf ist man derweil “einerseits traurig über den sportlichen Verlust, aber die Freude für sie überwiegt”, so ihr Trainer Max Ende. “Sie hatte schließlich einen großen Anteil am Aufstieg.” Tatsächlich: Die junge Abiturientin (Abi-Schnitt 1,3) war in der Vergangenheit ein großer Sicherheitsfaktor der Warendorfer Hintermannschaft. Dass für den Aufsteiger in der abgelaufenen Spielzeit der sechste Rang heraussprang, war nicht zuletzt ihr Verdienst:”Melanie ist eine hundertprozentige Sportlerin und hat einen super Charakter – so ein Riesending gönnt man ihr einfach!”, findet Ende. Panik macht sich bei ihm aber nicht breit. Mit Sandra Aertker, die sich mit Ziegner bereits in der vergangenen Saison im Tor abwechselte, Noelle Henkenjohann aus dem eigenen Nachwuchs und Catia Rodrigues von SV Mauritz haben Ende und der sportliche Leiter der Frauen, Frank Woycke,  für genug Alternativen auf der Position im Gehäuse gesorgt.

Doch zurück zu Melanie. Bereits im Dezember kommt es zu einem Heimatbesuch, sie will sich bei der WSU dann auch fit halten. Und wenn sie in vier Jahren mit ihrem Studium fertig ist, will sie auf alle Fälle zurück zu ihren Warendorferinnen. Es wird dann viel zu berichten geben. Und Max Ende verspricht:”Melanie ist jederzeit herzlich Willkommen bei uns!” Na dann: Gute Reise!

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