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Sieger Christian Brinkschmidt-Turnier 2017: SuS Neuenkirchen

Soeben hat Oliver Janning (r.) seinen ehemaligen Mitspieler Maik Osterhaus rustikal, aber regelkonform weggecheckt.
Viktor Braininger (v.), hier gegen SuS-Neuzugang Hans Dimitri Nguile Inengoioni, war engagiert, aber glücklos.

Janning macht den Seidel


von Christian Lehmann

(16.07.17) Nach dem Weggang von Daniel Seidel dient die Vorbereitung des SuS Neuenkirchen auch ein wenig als Stürmer-Casting. Beim Finale des Christian Brinkschmidt-Turniers gegen den FCE Rheine entschied sich SuS-Coach Hassan Ürkmez für die Variante mit Mirko Janning in der Spitze, und diese erwies sich als genialer Schachzug. Mit drei Treffern sorgte Janning beim 4:2-Sieg fast allein für den Turniersieg und empfahl sich nachhaltig für einen Platz im Sturmzentrum.

"Die Alternative war Mirko oder Malte (Nieweler, Anm.). Mirko hat das schon ein paarmal gemacht, sie sollten sich vorne abwechseln. Das haben sie gut gemacht. Ein Tor hat er gemacht wie Daniel Seidel", sagte Hassan Ürkmez nach dem Endspiel. So sehr der Co-Trainer, der den urlaubenden Tobias Wehmschulte vertrat, sich über den Turniersieg freute, so sehr ärgerte er sich über den personellen Engpass, der die Vorbereitung des Neu-Westfalenligisten erheblich erschwert.

Großes Potenzial beim FCE

Die Neuenkirchener waren mit einem ganz schmalen Kader in den Waldpark gereist. Von den insgesamt 18 Feldspielern fehlten ohnehin schon Joshua Roß (Kiefer-OP), Nawid Nesar, Merlin Schütte, Marvin Holtmann (muskuläre Probleme) und Nico Haverkamp (Knieprobleme). Nun fahren auch noch einige Spieler wie abgesprochen in den Urlaub. In den kommenden Wochen wird sich das Trainerteam wohl bei der Reserve bedienen müssen, um Testspiele bestreiten zu können. "Das bereitet mir schon ein bisschen Sorgen", räumte Ürkmez ein.

Einen vollen Kader mit einigen vielversprechenden Neuzugängen bat FCE-Trainer Uwe Laurenz auf die Platte. Auch wenn etwa Maik Osterhaus oder Bo Weishaupt bereits gut harmonierten und über ihre rechte Seite Dampf machten ohne Ende, griff noch längst nicht ein Rädchen ins andere. Das hatte auch Laurenz gesehen: "Dass noch nicht alles funktionieren kann zu diesem Zeitpunkt der Vorbereitung, ist vollkommen klar."

Heckmanns Bock

Bei diesen Worten dürfte ihm die Szene vor dem 0:1 im Endspiel durch den Kopf gegeistert sein, als Jungspund Andreas Heckmann, der bisher in der Vorbereitung forsch aufgespielt und einen tollen Eindruck hinterlassen hatte, seinen Torwart André Wiesch ohne Not mit einem schlampigen Abspiel übertölpelte (0:1/12.). "Dass ein junger Mann mal so einen Pass spielt, ist nun mal so. Das war natürlich ein kolossaler Fehler", befand Laurenz.

Nach diesem Weckruf machte es sein jedoch Team besser und erspielte sich zahlreiche Chancen vor allem über die rechte Seite. Ganz untypisch: Speziell Timo Scherping nutzte diese nicht. So war es Janning, der eine der kurzen Ballbesitzphasen des SuS für einen Wahnsinns-Sprint mit Ball am Fuß hinlegte und zum 2:0 für Neuenkirchen einschob (26.). In den letzten fünf Minuten war dann Achterbahn: Nachdem Scherping sich auf der linken Abwehrseite durchgewurschtelt hatte, knallte Weißhaupt das Spielgerät trocken unten links zum 1:2-Anschluss in die Maschen (40.). Im Gegenzug flankte Robin Krümpel auf Janning, der zum Daniel-Seidel-Gedächtnis-Kopfball ansetzte - 1:3 (42.). Wieder auf der Gegenseite entschied Schiri Max Mendrina nach Foul von Krümpel an Omar Guetat auf Strafstoß, Scherping verkürzte (2:3/44.). Für Ruhe im Karton sorgte gegen eine nun konfuse FCE-Deckung wieder Janning, der nach Niewelers geblocktem Schuss im Nachsetzen da war (2:4/45.).

"Wir haben es hinten raus zu pomadig gespielt", monierte Laurenz. "Das haben wir individuell sehr schlecht gemacht und ohne Körpersprache verteidigt. Aber gut, es ist der siebte Tag mit der sechsten Einheit. Wir dürfen nicht die falschen Schlüsse ziehen, aber wir brauchen mehr Qualität im Passspiel, mehr Körpersprache und spieltechnisch, spieltaktisch einfach mehr Geschick. Wir brauchen noch ein bisschen Zeit." 

Mesum spielt stark und holt sich Platz drei

Eine richtig harte Nuss hatte die Eintracht schon in ihrem ersten Turnierspiel gegen den SV Mesum zu knacken gehabt. Mesum, das sich letztlich im Spiel um Platz drei durch Tore von Michael Egbers (2) und Nico Brüggemann klar mit 3:0 durchsetzen sollte, hatte auch den FCE am Rande einer Niederlage, kassierte aber durch einen Kopfballtreffer des Ex-Mesumers Kevin Grewe in der 45., also der letzten Spielminute, das 0:1. "Wir haben es nicht schlecht gemacht, uns fehlt vor dem Tor einfach noch etwas. Da ist noch Luft nach oben. Wenn wir uns belohnen, wird das Spiel auch ein anderes", sagte Trainer Marcel Langenstroer. "Wie wir in den Räumen gespielt haben, gefällt mir sehr. Es macht Spaß."

Auch der SuS hatte an Auftaktgegner Germania Hauenhorst reichlich knabbern müssen. Erst im Elfmeterschießen musste sich der Gastgeber geschlagen geben, nachdem es nach regulärer Spielzeit und einem Treffer von Yannik Willers 1:1 gestanden hatte. Vom Punkt traf dann nur Michael Heckmann für die Germania. "Im ersten Spiel haben wir uns gut ausgepowert. Dann nach 45 Minuten Pause wieder in die Bewegung reinzukommen, ist nicht einfach. Insgesamt war es eine Runde Sache. Wir haben uns als Bezirksligist gut verkauft. Es war eine runde Sache, gerade das erste Spiel", sagte Trainer Markus Heckmann. 


Christian Brinkschmidt-Turnier 2017
Ergebnisse

Germania Hauenhorst - SuS Neuenkirchen 1:4 n.E.
FC Eintracht Rheine - SV Mesum 1:0
Spiel um Platz drei
Germania Hauenhorst - SV Mesum 0:3
Endspiel
FC Eintracht Rheine - SuS Neuenkirchen 2:4
0:1 Heckmann (12./ET), 0:2 Janning (26.),
1:2 Weißhaupt (40.), 1:3 Janning (42.),
2:3 Scherping (44./FE), 2:4 Janning (45.)

Marvin Strotmann (r.) und der SV Mesum spielten erneut einen guten Ball. Im Spiel um Platz drei gewannen die Hassenbrock-Kicker mit 3:0 gegen Lukas Flothmann und Germania Hauenhorst.

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2    Germ. Hauenhorst 30    82:30 77  
3    Conc. Albachten 30    78:34 74  
4    SC Hörstel 30    103:40 68  
5    Warendorfer SU 30    81:32 63  

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