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In lockerer Atmosphäre plauderten Vereinsvertreter aus allen Fußballkreisen im Heimspiel-Land über die Zukunft der Berichterstattung im Amateurfußball. Zugegen waren unter anderem (v.l.) Christian Wielers (1. FC Gievenbeck)Thomas Schulz (Wacker Mecklenbeck) und der stellvertretende Kreisvorsitzende Münsters Norbert Krevert.
Ostenfelde-Coach Christopher Schnepel (l.) und der Sportliche Leiter des SC Altenrheine Marc Stellmacher diskutierten angeregt.

"Vereine stehen auch in der Pflicht"


von Christian Lehmann und Andreas Teipel

(13.07.17) Wie gelingt es, auch die unteren Ligen in den Medien angemessen darzustellen? Unter dieser Leitfrage hatte Heimspiel Interessierte aus der Sportszene in die Redaktion in Münster zur Diskussion eingeladen. Die Resonanz beim ersten Heimspiel-Symposium überraschte.

Aus allen Bereichen des Heimspiel-Landes waren sie gekommen – aus Gievenbeck, Ascheberg, Rheine, ja, sogar aus Ostenfelde reisten Funktionäre und Trainer an, um an der Gesprächsrunde teilzunehmen, die von Heimspiel-Herausgeber Andreas Teipel moderiert wurde. Dieser begann nach einer Vorstellungsrunde zunächst darzustellen, wie rasant sich die Medien-Landschaft in den letzten 20 Jahren verändert hat, wie sich Märkte verschoben und Leserverhalten verändert haben. 

Druck oder Digital?

Vor diesem Hintergrund schilderten alle, wie die Berichterstattung im Allgemeinen und von Heimspiel-Online im Speziellen in ihrem Umfeld aussieht. Welche Rolle spielt die gedruckte Fassung? Wie nutzen Sportler das Online-Angebot? Welche Inhalte sind dabei besonders von Interesse? Hierbei traten jedoch Gegensätze zwischen „gefühlten und gezählten Wahrheiten“ auf. Denn während Spielberichte als gar nicht so wichtig bezeichnet wurden, sprechen Zugriffszahlen und Abo-Bestellungen eindeutig gegen die These.

Doch wie kann man das Interesse für eine Berichterstattung in den untersten Ligen und Nicht-Fußball-Sportarten so aufbereiten, dass der Wunsch seitens der Leser nach Berichterstattung einerseits und die Notwendigkeit von Wirtschaftlichkeit seitens der Medien andererseits gleichermaßen bedient werden?

Hier war sich die Runde vor allem in zwei Dingen einig: Die Vereine stehen mit in der Pflicht. Sie sind es – neben den Aktiven selbst –, die ein Interesse an Öffentlichkeit haben sollten. Auch ein Belohnungsmodell wurde diskutiert, wonach je nach Anzahl der Abos für eine Liga die Berichterstattung mehr oder weniger umfangreich ausfallen könne.

Handballer als Vorbildsmodell

Auf einhellige Zustimmung stieß ein Modell, das auch im Handball schon Erfolge mit sich brachte: Eine Mischung aus kostenpflichtigen und frei zugänglichen Texten ergibt ein Grundangebot. Mit steigenden Abo-Bestellungen stieg auch der Umfang der Berichterstattung. Möglich wurde das durch die Zusammenarbeiten eben mit Vereinen, denen die Darstellung ihres Klubs UND ihres Sports wichtig sind, frei nach dem Motto: Wer uns nicht kennt, kann auch seine Kinder nicht zu uns schicken.

Der Abend zeigte vor allem eines: Das Thema Presse bewegt die Vereine und das Interesse an einem Austausch besteht. Das zeigte nicht zuletzt auch der geäußerte Wunsch nach Wiederholung und Fortsetzung solcher Gespräche, dem wir natürlich gerne nachkommen.

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Kreisliga A Münsterland

Pl. MannschaftSp. TorePkt.
1    SC Münster 08 II 19    65:11 55  
2    TGK Tecklenburg 20    81:24 51  
3    SV Bösensell 19    49:10 49  
4    Neuenkirchen II 20    71:25 46  
5    Arm. Ibbenbüren 19    63:31 45  

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