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Wo geht Robin Surmann (links) hin? Den Preußen aus Lengerich bleibt der Schlaks nur noch bis Ende August erhalten. Foto: Witthake

Surmann hinterlässt große Fußstapfen


Von Mario Witthake

(09.08.17) Als der SC Preußen Lengerich im Mai die Spieler, Trainer und Funktionäre verabschiedete, die den Verein verlassen, bekam auch Robin Surmann einen Bilderrahmen überreicht. Wie Kumpel Niklas Cirkovic verschlägt es Surmann in eine andere Stadt Nordrhein-Westfalens. Beide nehmen ihre nächste Karrierestufe als Polizisten in Angriff und haben keinen Einfluss darauf, wo es hingeht.

Während Cirkovic bereits in Essen angekommen ist und beim ESC Rellinghausen eine neue sportliche Heimat gefunden hat, hängt Surmann derzeit in der Luft. Vielleicht wird es Mönchengladbach, vielleicht auch eine andere Stadt. Fest steht: Der Blondschopf kommt nur noch bis Ende August regelmäßig für die Preußen zum Einsatz. Ab dem 1. September wird es schwierig. Neu-Trainer Sebastian Ullrich: "Alles, was Robin dann noch da ist, ist Bonus für uns."

Gesicht des Aufschwungs

Ein Bonus, den die Lengericher gut gebrauchen könnten. Surmann ist seit vier Jahren das Gesicht des Aufschwungs bei Preußen Lengerich. Der ehemalige Oberligist dümpelte bis 2013 in der Kreisliga herum. Der Kader konnte noch so teuer, die Trainer noch so motiviert sein. Die Lengericher hinkten ihren eigenen Ansprüchen hinterher, ehe Michael Bürgel und Christian Hebbeler aus Georgsmarienhütte kamen. Das Trainerduo, das sich in der Jugendabteilung des VfL Osnabrück kennenlernte, brachte neuen Schwung.

Gemeinsam mit vier Talenten aus 'Hütte' - Philipp Härle, Kevin Wolff, Niklas Cirkovic und Robin Surmann - stieg das überragende Ensemble im ersten Jahr mit 27 Siegen und 3 Remis in die Bezirksliga auf. Im Jahr darauf gelang der direkte Durchmarsch in die Landesliga - mit einem Surmann, der das ganze Münsterland begeisterte.

Begehrter Spieler

Wie es heißt, klopfte Regionalligst SC Verl beim damals 21-Jährigen an. Klubs wie der FC St. Pauli und Werder Bremen hatten den technisch versierten Schlaks schon auf dem Zettel, seit er mit dem VfL Osnabrück die B-Jugend-Bundesliga aufgemischt hat. Robins Mutter Ute Surmann, die jedes Spiel verfolgt, behauptet, dass Kevin Wolff damals "der beste Innenverteidiger der Liga" gewesen sei. Dem eigenen Sohn ging der Rummel auf den Keks. Wenn er in Osnabrück mal in die Disco wollte, gab es immer jemanden, der von ihm wissen wollte, wie viel er denn in Lengerich verdienen würde. Experten waren sich einig: Wenn Surmann den Sprung ins Profi-Geschäft wagen will, dann muss er es versuchen. Die Anlagen bestätigten ihm alle, die ihn gesehen haben.

Dass es Surmann nie um eine Profi-Karriere ging, zeigt seine Treue zum SCP. In der Landesliga hielt er seine Knochen hin, feierte mit der Mannschaft zwei gute Platzierungen. Dort gelangen ihm immer noch atemberaubende Soli und Traumtore, wie sie auf diesem Niveau selten zu sehen sind. Aber: Als der Sprung in die Westfalenliga greifbar schien, so heißt es im Umfeld der Lengericher, fehlte es in entscheidenden Spielen am Biss der Leistungsträger, auch bei Surmann. Es war die Zeit, als auch Hebbeler erkannte, Bürgel war schon nach der dritten Saison gegangen, dass die Lengericher in dieser Konstellation ihren Zenit erreicht haben könnten.

Nicht um den Aufstieg mitspielen

Hebbeler ist jetzt Sportlicher Leiter in Bersenbrück. Sein Nachfolger Sebastian Ullrich hat eine Mammutaufgabe übernommen. Schließlich kennen die Preußen seit vier Jahren nur den Weg nach oben. Nach dem desillusionierenden Auftritt einer dezimierten Preußen-Elf beim Vorbereitungsturnier in Recke sagte der ehemalige Beachsoccer-Nationaltrainer, dass "wir in der Landesliga sicherlich nicht um den Aufstieg mitspielen werden." Die ersten Punkte wollen die Lengericher noch mit Surmann holen. Dann wird er fehlen und den Neuzugängen Stefan Sackarndt und Maxi Walkenhorst große Fußstapfen hinterlassen. 

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