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Westfalenpokal

Marius Bülter (l.), Ex-Eintrachtler und Flügelstürmer in Reihen des SV Rödinghausen, hat sich mit Rheines Bo Weishaupt verhakt. Es war nicht das einzige Mal, dass diese beiden sich einen rassigen Zweikampf lieferten.
Frech: Colin van den Berg (r.) gab sein Startelfdebüt und überzeugte auf ungewohnter Position restlos.
Witali Ganske (r.) machte auf der linken Außenbahn Meter ohne Ende.

"Unglaublich geile Scheiße!"


Von Christian Lehmann

(05.09.17) Im Siegestaumel nach dem 1:0 (0:0)-Triumph im Westfalenpokal-Zweitrundenspiel gegen den SV Rödinghausen warf selbst Uwe Laurenz jegliche Rationalität gern über Bord. "Man sieht, welchen Charakter diese Jungs haben. Ich finde das sackstark! Das ist eine unglaublich geile Scheiße!", sagte der Trainer des FC Eintracht Rheine nach dem Spiel. Der Oberligist, der nach dem SC Wiedenbrück nun auch den zweiten Regionalligisten aus dem Wettbewerb geschubst hat, darf den Traum vom zweiten Westfalenpokalsieg nach 2003 weiterträumen. Und sich womöglich auf eine volle Hütte in der nächsten Runde freuen: Der nächste Gegner heißt Sportfreunde Lotte.

Unter den Augen von 745 Zuschauern befand sich auch Marc Fascher, Trainer der Sportfreunde. Er beäugte die Partie gemeinsam mit Lottes Physiotherapeutin Melanie Hubert aus Rheine. Sie bekommen nun ihren Wunschgegner, weil die Eintracht den Tabellendritten der Regionalliga West nicht nur mit viel Herz bearbeitete, sondern auch selbst frech mitspielte, was unter den personellen Voraussetzungen alles andere als zu erwarten war.

Colin van den Berg "ganz krass"

Neben Philip Röhe, Yannik Grabbe, Luca und Jannis Meyer sowie Omar Guetat musste kurzfristig auch noch Maik Osterhaus, der im Abschlusstraining einen auf den Schlappen bekommen hatte, passen. Für ihn rückte Bo Weishaupt auf die Rechtsverteidigerposition, links gab Colin van den Berg sein Startelfdebüt. "Ich habe das erste Mal in meinem ganzen Leben Linksverteidiger gespielt", verriet der Jungspund nach dem Spiel breit grinsend, während Teamkollege Guetat brüllte: "Colin war ganz krass heute!" Da hatte er Recht. Auch Laurenz lobte: "Er hat das ganz herausragend gelöst."

Das galt freilich auch für van den Bergs Mitspieler. Schon in der Anfangsphase der Partie zeigte die vermeintliche FCE-Verlegenheitself, dass sie alles andere als eine solche ist. Nach wenigen Minuten feuerte Witali Ganske den ersten Warnschuss auf das Gehäuse von Jan Schönwälder ab (5.). Kurze Zeit später trat dann auf der Gegenseite erstmals Marius Bülter in Erscheinung. Der Ex-FCE-Spieler und Toptorschütze Rödinghausens versuchte es mit einem Heber von der Mittellinie, doch FCE-Schnapper Philipp Hinkerohe bog die Latte seines Kastens nach unten, sodass die Murmel aufs Tornetz fiel, und signalisierte dem Kollegen: "Nicht mit mir, mein Freund!" (23.). Ähnlich respektlos nahm anschließend Philipp Brüggemeyer - Heimspiel-Note 1,0 - Bülter die Kugel ab und leitete einen aussichtsreichen Konter ein. Weishaupt verlor jedoch die Kugel, den sich bietenden Raum hätte Simon Engelmann beinahe zur Gästeführung genutzt (37.). Weil Schiedsrichter Florian Exner ein Foul von Timo Scherping an Schönfelder gesehen hatte (40.) und Ganske nach Ballgewinn gegen Daniel Latkowski mit dem Außenrist nicht genug Druck hinter den Ball brachte (44.), blieb es bis zur Pause torlos.

Nijhuis-Elf schwach, Fonteins genialer Moment

Wer nun mit mehr Druck der Mannschaft von Ex-Bundesligaprofi Alfred Nijhuis gerechnet hatte, wurde eines Besseren belehrt. Die Gäste, die sich schon gegen den Kreisligisten TGK Tecklenburg in der ersten Runde schwer getan hatten, enttäuschten auch nach Wiederbeginn. Daniel Mladenovic hatte nach Traumpass von Ganske bereits die FCE-Führung auf dem Fuß, doch in seinen Lupfer steckte der Flügelspieler zu wenig Mumm (56.). Der FCE drückte Rödinghausen nun in die eigene Hälfte: Nach einer Ecke eroberten die Rheinenser den zweiten Ball, Kevin Grewe scheiterte per Kopf (57.).

Elf Minuten war es dann soweit: Viktor Braininger spielte seinen x-ten perfekt getimten Diagonalball zu Mladenovic, dieser bediente Philip Fontein. Rheines Zehner zog in die Box, wackelte drei Gegenspieler aus und zog mit links trocken ab - der Treffer zum 1:0 (68.) sorgte für Extase am Delsen. In der Schlussphase wurde es dramatisch und hitzig, doch Rödinghausen brachte trotz zahlreicher Standardsituationen keinen präzisen Torabschluss mehr zustande. Fontein hätte per Freistoß sogar noch auf 2:0 stellen können (86.).

FC Eintracht Rheine - SV Rödinghausen     1:0 (0:0)
1:0 Fontein (68.)
FCE: Hinkerohe - Weishaupt (87. Beckmann-Smith), Brüggemeyer, Garmann, van den Berg - Grewe, Braininger (90.+2 Woltering) - Mladenovic, Fontein, Ganske (79. Fofana) - Scherping
SVR: Schönwälder - Latkowski, Flottmann, Kalkan (69. Kunze), Knystock - Schlottke (46. Lunga), Kacinoglu, Firmino Dantas, Bülter - Langemann (46. Steffen), Engelmann

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