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Westfalenpokal

Der eigene Sechzehner war Tecklenburger Hoheitsgebiet: Hier klärt Azzat Akbas den Ball bei einem Rödinghauser Standard.

Tecklenburgs Spiel des Jahres offen bis Ultimo


Von Mario Lacroix

(23.08.17) Es waren drei Minuten gespielt, da zimmerte Simon Engelmann zum ersten Mal den Ball über den Zaun. Die Richtung schien vorgegeben für seinen SV Rödinghausen. Der Regionalligist tat sich in der 1. Runde des Westfalenpokals vor allem in der Offensive aber richtig schwer und kam zu keinem Zeitpunkt der Partie in die Gänge. Warum? Weil der Kreisligist TuS Graf Kobbo Tecklenburg vor 276 Zuschauern in Leeden eine taktisch exzellente Leistung anbot. Die reichte zwar nicht fürs Weiterkommen, aber für ein äußerst respektables Resultat: eine 0:1 (0:1)-Niederlage.

Und sie waren da, die wenigen Aktionen, die den Kobbos eine Verlängerung hätten bescheren können. Bewar Deger war schon am Sechzehnereck, sein Schlenzer kam aber zu zentral (82.). Noch mehr Platz hatte Jost Knippenberg fünf Minuten später. Er ließ seinen Gegenspieler gekonnt ins Leere laufen, fasste sich ein Herz, löste Sensationsfantasien aus, zielte jedoch weit über den Kasten. Kurz darauf pfiff der Referee Holger Derbort aus Ahaus pünktlich ab. Um die Nachspielzeit hatten sich die Kobbos selbst gebracht, weil sie mit jedem Abstoß, Freistoß und Einwurf Zeit verstreichen ließen.

Nijhuis moniert Verzögerung

"Wir hatten vielleicht eine effektive Spielzeit von 30 Minuten", mutmaßte Rödinghausens Trainer Alfred Nijhuis. Der ehemalige BVB-Manndecker ging nicht mit seiner fahrig agierenden Mannschaft ins Gericht, sondern beklagte die "nicht optimalen Bedingungen".Was er vom Gegner hielt? "Ja, das ist eben Kreisliga. Der Ball war ständig weg", so der Niederländer. TGK-Coach Klaus Bienemann gestand ihm diese Wahrnehmung ein: "Er ist es eben gewohnt, dass in der Regionalliga 20 Balljungen am Platz stehen. Dass das hier nicht ist, muss er hinnehmen." Eine Marschroute wollte Bienemann aber nicht abgeleitet wissen. "Wir müssen eben gut stehen. Du stehst ja mit sechs, sieben Mann im Sechzehner und musst erstmal rausrücken."

Das verschleppte Tempo tat den Kobbos gut, um immer wieder die Lücken zwischen den zwei Viererketten zu schließen. Das gelang mit den laufstarken Sundermann und Knippenberg in der Zentrale hervorragend. Die Abwehr organisierte Oral Dogru so gut, dass Rödinghausen im ersten Durchgang nur zu zwei klaren Chancen kam: TGK-Keeper Patrick Kulig rettete in höchster Not gegen Tobias Steffen (36.). Den Ball aus dem Netz fischte er lediglich nach Engelmanns präzisen Flachschuss zur Gäste-Führung (21.).

Bemerkenswerter Asllani

Die Kobbos waren nicht nur hinten gut. Wie Isuf Asllani vorne die Bälle festmachte, sich körperlich gegen Rödinghausens Kämpfernatur Ihsan Kalkan durchsetzte, das war schlicht überragend. "Und wie fit er noch ist", schwärmte Bienemann von seinem Sturmass. Zum Unmut der Zuschauer sah das Schiri-Gespann bei Asllanis Zuspiel auf Mahmut Akbas eine Abseitsstellung. Der Tecklenburger hätte blank auf den Kasten steuern können (30.). Eine ähnliche Situation gab es nur noch einmal: Asllani chippte die Kugel über den letzten Gegenspieler, der Glück hatte, nach seinem Handspiel nur die Gelbe Karte zu sehen (49.). Den anschließenden Freistoß knallte Asllani in die Mauer.

Wenn es überhaupt Anlass zur Kritik am Kobbo-Spiel gab, dann aus Bienemanns Sicht nur in Sachen Standards. Hier vermisste der Coach die Konsequenz und Konzentration. "Es wäre schön gewesen, wenn einer durchgerutscht wäre. Die 30 Minuten Verlängerung hätten wir gerne gespielt." Die 90 Minuten waren dennoch für ihn ein Grund, "stolz auf die Jungs" zu sein.


TGK Tecklenburg - SV Rödinghausen     0:1 (0:1)
Tor: 0:1 Engelmann (21.)
TGK: Kulig - Große-Wördemann (79. Samanci), Runde, Dogru, Widdermann - A. Akbas, Sundermann (86. Spremberg), Knippenberg, M. Akbas (62. Hojdinaj-Caballero) - Deger, Asllani

Offensivspieler Mahmut Akbas (l.) zeigte am Mittwochabend auch defensive Qualitäten.

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