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Liba Pokal 2018

Daniel Geisler (r.), der hier von Leon Tia attackiert wird, musste nach einem Foulspiel von Alan Bezhaev verletzt ausgewechselt werden. Er war nicht der einzige, der an diesem Abend in Gievenbeck nach allen Regeln der Kunst umgesemmelt wurde.
Hamms Premium-Neuzugang Joel Grodowski (Bradford City) war nach Gievenbecks 2:0 völlig genervt und durfte sich glücklich schätzen, dass ihn Schiri Patrick Holz nicht vom Platz schmiss.

Abend der Heißsporne


Von Christian Lehmann

(26.07.18) Dass man bei mehr als 35 Grad im Schatten nicht immer kühlen Kopf behalten kann - geschenkt. Die Intensität, mit der die Teams am zweiten Tag des Liba Pokals zu Werke gingen, war dann aber doch überraschend heftig. Treten, kratzen, beißen, schimpfen - so manch einer vergaß am Donnerstagabend seine gute Kinderstube. Aber sind wir mal ehrlich: Das ist uns doch lieber als müdes Ballgeschiebe.

"Ich hatte vor dem Spiel gehofft, dass es kein so müder Sommerkick wird. Dass es so abging, fand ich krass. Es wirkte so, als hätten wir ein Derby", meinte FCG-Trainer Benni Heeke nach dem 3:1-Sieg der Seinen über den künftigen Ligakonkurrenten Hammer SpVgg. Gleich mehrere Spieler schleppten sich humpelnd vom Platz. Daniel Geisler war ausgerechnet von seinem ehemaligen Mitspieler Alan Bezhaev umgemäht worden, auch Yasin Altun und Conny Rieger hatte es erwischt. "Jetzt habe ich Respekt vor den Meisterschaftsspielen, wenn es hier schon so abgeht. Aber wir nehmen das gerne an."

Goldjunge de Angelis

Die ruppige Partie wies Hamm als aktiveres und einen Tick ballsichereres Team aus. Die 49ers waren in Person von U19-Goldjunge Luca de Angelis allerdings deutlich effektiver. Nach zehn Minuten stopfte er nach einem Pass durchs Zentrum den Ball zum 1:0 ins Tor, kurz vor der Pause erhöhte er dann auf Zuspiel Arne Stegts von der rechten Seite (2:0/37.). Mit Ausnahme eines guten Flankenlaufs von Tom Gerbig, dessen Hereingabe Nils Heubrock hauchdünn verpasste (30.), waren dies die einzigen Torszenen des Oberliga-Aufsteigers im ersten Durchgang. 

Fuchsteufelswild ob des Rückstands war Joel Grodowski. Hamms prominenter Neuzugang vom englischen Zweitligisten Bradford City pfefferte nach Schiedsricher-Entscheidungen gegen ihn gleich mehrfach den Ball weg, ehe es Referee Patrick Holz zu bunt wurde - er zückte Gelb. Erst nach der Pause hatte sich der Stürmer abgekühlt. Vor dem Anpfiff der zweiten Hälfte nahm er den jüngst in die Regionalliga aufgestiegenen Schiri in den Arm und entschuldigte sich. 

Das Spiel war nun zerfahren und weiterhin von vielen Fouls geprägt. Einen Katastrophen-Fehlpass Grodowskis hätte de Angelis zu seinem dritten Treffer nutzen müssen, doch Jarno Peters rupfte dem zögernden Jüngling die Kugel weg. Das half aber nicht, da der eingewechselte Fabian Gerick abstaubte (3:0/72.). Erst in der Schlussminute kam die engagierte, aber glücklose Mannschaft von Sven Hozjak zum verdienten Ehrentreffer durch Ralf Schneider. Wenn das ein Vorgeschmack auf das Duell beider Teams in der Liga war, dann dürfen wir uns freuen...

Auch zwischen Emsdetten 05 und dem SC Preußen ging es zur Sache. Hier attackiert Eduard Wegmann (r.) Ladislav Velican.
Lammfromm gibt sich in dieser Szene der Nullfünfer Malte Kohl. Aber auch er hatte es mit der Härte etwas übertrieben.

Auch im ersten Spiel des Abends war es trotz des deutlichen Endergebnis durchaus mit harten Bandagen zur Sache gegangen. Trotz des 5:1 (2:1)-Erfolgs der Preußen-Reserve über Emsdetten 05 hatte die neu formierte Elf von SCP-Coach Sören Weinfurtner am Bezirksligisten zunächst ein wenig zu knabbern. Schon nach vier Minuten steckte Ibo Polat den Ball durch die deutlich zu hoch verteidigende Viererkette der Adlerträger, Fabio da Costa Pereira scheiterte im Eins-gegen-Eins. Nach einem Distanzschuss von André Born (19.) und einem Sahne-Seitfallzieher Fabian Kerellajs (24.) schien der Westfalenligist dann aber auf einem guten Weg.

In der Schlussphase der ersten Halbzeit unterstrichen die Jungs vom Wasserturm allerdings, warum ihnen gute Karten im Kampf um den Landesliga-Aufstieg zugetraut werden. Da Costa Pereira verkürzte nach Ablage Fabian Ebongs (2:1/32.), danach waren die Männer von Ivo Kolobaric und Francesco Catanzaro voll drin im Spiel. Malte Kohl wäre allerdings fast aus dem Spiel gewesen, als es Schiedsrichter Markus Holtmann nach dem fünften heftigen Einsteigen des Außenverteidigers bei der letzten Ermahnung beließ. "Malte hat mir versprochen, dass er in der zweiten Halbzeit kein Foul mehr macht", erklärte Kolobaric nach Spielschluss, weshalb er den Rot-Gefährdeten auf dem Platz ließ und auf die linke offensive Außenposition vorschob. Fabian Kerellaj, einem von Kohls "Opfern", half das aber nicht mehr. Er musste zur Pause verletzt draußen bleiben. 

Born macht den Deckel drauf

Eben jener Kohl besaß eingangs des zweiten Spielabschnitts die wohl beste Chance zum Ausgleich. Nach einem Konter über Ugur Birdir setzte er das Spielgerät neben den Kasten (49.). Ein möglicher Handelfmeter (54.) und eine Eins-gegen-Eins-Situation für Jannis Meyer (56.) hätten den Nullfünfern ebenfalls den Ausgleich bescheren können, ehe der agile Born mit seinem Freistoßtor zum 3:1 (58.) für Ruhe im Karton sorgte. Nils Janßen (60.) und Ali Ibrahim (72.) besorgten die weiteren Treffer.

"Eigentlich müssen wir das 2:2 machen. Wir waren 60 Minuten lang ein gleichwertiger Gegner", meinte Kolobaric anschließend. "Wir mussten aufmachen und die haben sehr schnelle Leute. Wir können hier etwas lernen." SCP-Trainer Weinfurtner war indes bedingt zufrieden. "Wir waren mit einem kleinen Kader hier, bei dem Wetter war es sehr anstrengend. Unsere ersten 30 Minuten fand ich sehr gut, bis zur Halbzeit hatten wir einen kleinen Durchhänger im Positionsspiel und sind weniger gelaufen. Das 2:1 darf so nicht passieren, da zocken wir auf den Ballgewinn. Wie wir es in der zweiten Halbzeit runtergspielt haben, war dann sehr routiniert."

Am ersten Turniertag hatte Landesliga-Aufsteiger Westfalia Kinderhaus die erste Duftmarke gesetzt. Das Team von Trainer Marcel Pielage plant, die neue Saison mit ebenso viel Offensivlust und Spekatkel zu bestreiten wie die so erfolgreiche vergangene. Das klappte gegen Westfalenliga-Absteiger BSV Roxel schon prima. Zwar traf für Sebastian Hänsels Truppe Thomas Kroker doppelt (14./39.), doch die Westfalia glich durch Jonas Kreutzer (24.) und Mike Liszka (55.) zweimal aus und hatte hinten raus den längeren Atem. Neuzugang Simon Winter traf zwei Minuten vor Ende der regulären Spielzeit zum 3:2-Endstand. Die zweite Partie des Abends entschied der FC Eintracht Rheine gegen einen wackeren TuS Hiltrup mit 1:0 für sich. Das einzige Tor in einer weitestgehend ausgeglichenen Partie gelang dem jüngsten in der Truppe von Uwe Laurenz, Ex-A-Junior Oskar Ricken (1:0/74.).

Liba-Pokal des 1.FC Gievenbeck

Gruppe A:
Westfalia Kinderhaus
BSV Roxel
Eintracht Rheine
TuS Hiltrup

Gruppe B: 
1.FC Gievenbeck
Hammer SpVg
SC Preußen Münster II
SpVg Emsdetten 05

Paarungen:
Westfalia Kinderhaus - BSV Roxel 3:2
Eintracht Rheine - TuS Hiltrup 1:0
SC Preußen Münster II - SpVg Emsdetten 5:1
1.FC Gievenbeck - Hammer SpVg 3:1

27. Juli, 17:00 Uhr: BSV Roxel - TuS Hiltrup
27. Juli, 17.30 Uhr: FC Eintracht Rheine - Westfalia Kinderhaus
27. Juli, 19:00 Uhr: FC Eintracht Rheine - BSV Roxel
27. Juli, 19:30 Uhr: TuS Hiltrup - Westfalia Kinderhaus
28. Juli, 14:00 Uhr: 1.FC Gievenbeck - SC Preußen Münster II
28. Juli, 14:30 Uhr: Hammer SpVg - SpVg Emsdetten
28. Juli, 16:00 Uhr: Hammer SpVg - SC Preußen Münster II
28. Juli, 16:30 Uhr: 1.FC Gievenbeck - SpVg Emsdetten
29. Juli: Finalspiele

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Pl. MannschaftSp. TorePkt.
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2    Germ. Hauenhorst 21    59:23 54  
3    SC Halen 20    70:30 51  
4    Conc. Albachten 19    51:21 50  
5    SV Bösensell 21    58:24 47  

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