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Christian Brinkschmidt-Turnier

Oliver Winkler (r.) zeigt's an: Jetzt muss sich Fabian Sandmann sputen, denn nach dem Absatzkick von Omar Guetat ist die rechte Abwehrseite des SuS Neuenkirchen entblößt. Das kam selten vor im Finale des Christian Brinkschmidt-Turniers.
Einer der Gewinner der Vorbereitung: Ex-A-Junior Mathis Vater (l.) überzeugt beim SV Mesum.

SuS gewinnt "Clasico" und bleibt Champion


Von Christian Lehmann

(23.07.18) Boris Becker hat nach seinen drei Siegen in Wimbledon den Center Court als sein Wohnzimmer bezeichnet. Im Waldparkstadion hat sich Westfalenligist SuS Neuenkirchen mittlerweile auch schon ganz gemütlich eingerichtet. Nach dem 1:0-Endspielsieg im "El Clasico" gegen den FC Eintracht Rheine verteidigte die Mannschaft von Trainer Hasan Ürkmez ihren im Vorjahr bereits errungenen Titel beim Christian Brinkschmidt-Gedächtnisturnier - und das trotz Bullenhitze und mit reichlich Metern in den Waden. Noch am Vortag war der SuS beim Eintracht-Pokal in Ahaus unterwegs gewesen.

"Die Jungs sind froh, wenn sie jetzt erstmal dreimal hintereinander nur trainieren können", sagte Ürkmez, der in Abwesenheit des urlaubenden Tobias Wehmschulte die Funktionen des Trainers, Betreuers und Physios in Alleinregie gestemmt hatte. "Die Jungs laufen auf dem Zahnfleisch. Dafür haben wir es sehr, sehr gut gemacht. Wir haben fast nichts zugelassen, clever gespielt und gut verteidigt. Besser geht's nicht unter diesen Voraussetzungen." 

Taktische Umstellungen verpuffen

Die Tür zum Turniersieg stieß Joshua Roß nach dem schönsten Spielzug des Finales auf. Neuzugang Alex Bügener erhielt auf der linken Seite den Ball und bediente Mirko Janning im Zentrum, der schnell und direkt zum Torschützen weiterleitete. Roß ließ im Eins-gegen-Eins FCE-Keeper Philipp Hinkerohe keine Abwehrmöglichkeit (1:0/13.). Im Spiel nach vorne fiel dem klassenhöheren Oberligisten nur wenig ein. Die beste Chance auf einen weiteren Treffer hatte Neuenkirchens Emanuel Beckmann-Smith, der den Ball nach einem Eckball an die Latte köpfte. Auch die Umstellung der taktischen Grundordnung vom 4-2-3-1 auf 4-4-2 nach dem Rückstand - Luca Meyer rückte in die Spitze, Kevin Grewe auf die Zehn - brachte bei der Eintracht nicht den gewünschten Effekt, weil Youngster Leon Varelmann auf der Sechserposition allein Probleme hatte, die Mitte zu schließen. 

"Wir hatten nicht die Belastung wie Neuenkirchen, deshalb war ich auch ziemlich unzufrieden mit dieser Leistung", monierte FCE-Co-Trainer Björn Laurenz. "Wir waren hinten raus zwar ballsicher und feldüberlegen, aber nicht zwingend." Die Integration der vielen Neuzugänge wird noch ein wenig Zeit in Anspruch nehmen. Viele Flanken landeten in der Schlussphase hinter dem SuS-Kasten, auch das war ein Indiz für fehlende Kraft. "Das ist natürlich Käse", so Laurenz.

Denis Rosum glänzt

Deutlich besser dürfte ihm der Vortrag im Halbfinale gegen den SV Mesum gefallen haben. Vor allem Flügelspieler Denis Rosum betrieb dabei Eigenwerbung. "Er wird uns noch viel Freude machen", glaubt Laurenz. Die Tore für den FCE erzielten jedoch Omar Guetat und Steffen Menke, der Anschlusstreffer durch Michael Egbers kam zu spät für Cello Langenstroers Team.

Im Spiel um Platz drei gegen Germania Hauenhorst war ebenfalls Egbers erfolgreich. Der Treffer des Torjägers war jedoch aufgrund einer vermeintlichen Abseitsposition durchaus umstritten. Mesum verpasste in der Folge, das Ergebnis auszubauen, sodass der wackere Bezirksliga-Absteiger in der Schlussphase noch einmal Morgenluft witterte. Anil Kesluhoglu und Yannick Beermann per Kopf vergaben nach Standards die besten Ausgleichs-Möglichkeiten.

Ein Oldie und ein Youngster in der Bude

"Im ersten Spiel gegen den FCE wollten wir hoch verteidigen, was wir stellenweise sehr gut gemacht haben. Im Spiel nach vorne haben wir in beiden Spielen viel liegen lassen. Wir wissen, wer schon recht weit ist und wer noch Aufholbedarf hat." Das Problem im Kasten löste der SVM mit viel Routine und jugendlicher Unbekümmertheit. Gegen die Eintracht stand Altherren-Schnapper Stephan Brüning zwischen den Pfosten, gegen Hauenhorst Jungspund Luca Hüging. Besonders beeindruckend: Ex-A-Junior Mathis Vater kickte auf der Sechserposition schon wie ein alter Hase. 

Nicht zum ersten Mal blieb dem klassenniedrigsten Vertreter nur Platz vier. Dennoch musste sich bei Gastgeber Germania Hauenhorst niemand schämen. Trotz extrem dünner Personaldecke und nur zwölf Spielern im Kader schlug sich der A-Ligist in beiden Spielen achtbar. Im Halbfinale gegen Neuenkirchen hielt Hauenhorst nach einem verwandelten Strafstoß von Jan-Hendrik Koers lange das 1:1, ehe der SuS in der Schlussphase aufdrehte. "Die Ergebnisse sind völlig okay", befand Trainer Markus Heckmann. "Die ersten 25 Minuten gegen Neuenkirchen haben viel Kraft gekostet. Für uns war das eine sehr gute Einheit. positiv ist, dass wir uns gegen beide Gegner Möglichkeiten herausgespielt haben." Auffälligster Akteur im Germanen-Dress war Jonathan Pohl. Der offensive Mittelfeldspieler übertreibt es mit der Spielfreude zwar mitunter, mit seinen Tricks, Dribblings und ansatzlosen Abschlüssen ist der ehemalige Futsaler aber ein echtes Erlebnis. 


Christian Brinkschmidt-Turnier des SV Germania Hauenhorst

Halbfinale 
FC Eintracht Rheine - SV Mesum 2:1
1:0 Guetat, 2:0 Menke,
2:1 Egbers

SuS Neuenkirchen - Germania Hauenhorst 3:1
1:0 Janning, 1:1 Koers (FE),
2:1 Klug, 3:1 Janning


Spiel um Platz drei
Germania Hauenhorst - SV Mesum 0:1
0:1 Egbers

Endspiel
SuS Neuenkirchen - FC Eintracht Rheine 1:0
1:0 Roß (13.)

Anil Kesluhoglu (r.) hat im Spiel um Platz drei die Möglichkeit, für Germania Hauenhorst auszugleichen. Doch der Stürmer kann den auf dem Hosenboden liegenden SVM-Schnapper Luca Hüging letztlich nicht überwinden.

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Pl. MannschaftSp. TorePkt.
1    Borussia Münster 21    85:27 57  
2    Germ. Hauenhorst 21    59:23 54  
3    SC Halen 20    70:30 51  
4    Conc. Albachten 19    51:21 50  
5    SV Bösensell 21    58:24 47  

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