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Christian Brinkschmidt-Gedächtnisturnier

Für den SV Mesum nahm Kapitano Guido Göcke die Trophäe in die Hand. Michael Eichmann, Germania Hauenhorsts Fußball-Vorstand, übergibt den Pokal...
...wenig später auch an SuS-Kapitän Julian Knocke.

Mittelfinger von Petrus beschert zwei Sieger


Von Fabian Renger

(20.07.19) Fußball ist bekanntermaßen eine Freiluftsportart. Das hat manchmal so seine Vorteile, manchmal aber auch seine Tücken. Fakt ist: Diejenige Mannschaft gewinnt, die ein Tor mehr erzielt als der Kontrahent. Daran gibt's nichts zu rütteln. 

Doch was tut man, wenn mitten im finalen Elfmeterschießen Petrus den Mittelfinger zeigt und vorerst nicht mehr zu senken gedenkt? Mögliche Varianten gab es viele, am Ende entschieden sich die beteiligten Mannschaften des Christian Brinkschmidt-Gedächtnisturniers in Hauenhorst für die naheliegendste: Sie teilten sich den Preis. Sowohl der SV Mesum als auch der SuS Neuenkirchen sind damit die diesjährigen Titelträger.

Schmalz mag Elfmeter

Mesums Katze Max Schmalz war auf dem besten Weg, zum gefeierten Helden zu avancieren. Sowohl Julian Knockes als auch Olli Jannings Elfmeter hatte er abgewehrt, für Mesum hatte Oskar Ricken gebutzt. Dann verringerte Ugur Birdir kurzerhand Germania Hauenhorsts Bälle-Inventar und jagte die Kugel in Richtung ISS, als Referee Philippe Najda dem ganzen Treiben ein P vorsetzte. Abbruch, Abbruch, Abbruch! 

Das Gewitter verhinderte sportliche Betätigung jedweder Art. Zu dem Zeitpunkt lag Mesum damit 3:2 in Front, nach regulärer Spielzeit (45 Minuten) stand es 2:2. Die noch fehlenden Elfmeter wurden nicht mehr nachgeholt, schiedlich friedlich teilten sie den Cup später, Mesum darf nun drauf aufpassen bis zum kommenden Jahr. 

Ein Aktivposten in Mesums Spiel: Fabian Golz (r.), gegen Neuenkirchens Ladislav Velican.

Warum aber hätten auch beide Seiten unbedingt das Penaltyschießen durch exerzieren müssen? SVM-Coach Marcel "Cello" Langenstroer und sein SuS-Pendant Nelson da Costa hatten bereits genug gesehen. Da Mesums Julian Wolf im Endspiel verhindert war, liefen beide zu zehnt auf. Und beide Übungsleiter hatten ihren Jungs das Anlaufverhalten ins Hausaufgaben-Heftchen geschrieben.

"Wir wollten zusehen, dass wir früh angreifen, viele Bälle erobern. Das ist uns gelungen, dementsprechend haben wir uns viele Torchancen herausgespielt - die wir sogar auch verwertet haben", lobte beispielsweise Langenstroer. Besonders schön anzusehen: Die Integration beim SVM klappt hervorragend. Fabian Golz traf im Finale zweimal, Ugur Birdir beim 1:0-Erfolg im Halbfinale über den FC Eintracht Rheine. Jan Walbaum steuerte zwei Torvorlagen bei an diesem Tag. Das Trio wie auch Ricken wirkte so mit eingebunden ins Spiel, als wären sie schon immer da gewesen. Vorbildlich!

Nieweler hat nichts verlernt

Und der Finalkontrahent? Auch da erfreute sich Neu-Coach Nelson da Costa an vielen positiven Dingen. "Wir wollten uns im Spielaufbau verbessern, ein bisschen besser ins letzte Drittel kommen", erklärte da Costa den Auftag an seine Elf. Das klappte. Auch er legte ein Auge auf das Anlaufverhalten seiner Trupppe. Er sah viele gute Dinge: Nach miesem und schmeichelhaftem Aufgalopp gegen den Gastgeber (2:0-Erfolg; Malte Nieweler und Marco Diekmann trafen) eroberten sich die SuS'ler viele Bälle an Mesums Box. Nur im Anschluss waren die Neuenkirchener etwas verschwenderisch unterwegs. Immerhin: Nieweler hat nichts verlernt, er traf auch im Finale dopppelt. Einmal mit einem herrlichen Heber. Leckere Bude.

"Es ist alles noch ein bisschen verbesserungswürdig - aber wir haben ja noch ein bisschen Zeit", resümierte schließlich da Costa, der aber auch einige gute Ansätze ausgemacht hatte. 

Der FC Eintracht Rheine wurde Dritter, Germania Hauenhorst Vierter.

Der Tag des FC Eintracht Rheine
Gegen Mesum lief wenig zusammen, im Spiel um Platz 3 zermalmte der Oberligist die Gastgeber dann aber. 5:0 hieß es am Ende, damit war Hauenhorst noch gut bedient. Pfosten, Latte, alles traf der FCE. Er bewies vor allem Lufthoheit, traf mehrfach nach hohen Bällen und hatte es vor allem auf die rechte Bahn abgesehen. Philip Röhe war dort megaaktiv und sorgte nicht nur einmal für viel Gefahr. Gute Frühform. Und apropos Integration: Auch die Neuzugänge Luca Ehler und Jörg Husmann stachen beim FCE heraus, wirkten ziemlich engagiert und integriert. Da geht was.

Der Tag von Germania Hauenhorst
Ein langer, langer, langer Arbeitstag lag hinter dem Bezirksligisten. Morgens um acht traf sich das Team von Markus Heckmann bereits am Sportplatz. Frühstück, Trainingseinheit, Mittagessen, Turnier, Bierchen, Feierabend, Netflix und am Sonntag dann gleich nochmal eine Session. Joar. Gegen Neuenkirchen scheiterte die Mannschaft ein bisschen an sich selbst und der Konsequenz vor dem Tor, war mindestens ebenbürtig, wenn nicht sogar tonangebend. Gegen die Eintracht war später der Ofen irgendwann schlichtweg aus. Wie gesagt: Langer Arbeitstag eben. 

Mesum darf den Pott hüten bis 2020. Foto: Jürgen Thiemann.


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