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Libapokal 2019

Libapokal 2019

Die Messlatte liegt hoch für den FCE Rheine


Von Christian Lehmann

(28.07.19) Direkt nach der Siegerehrung nahm Gievenbecks Trainer Benjamin Heeke FCE-Co Hassan Ürkmez zärtlich in den Schwitzkasten und sagte: "Ich gratuliere zum bevorstehenden Regionalliga-Aufstieg!" Nein, der Mann ist nicht kirre. Er ist einfach ein Freund von Statistiken. Mit seinem Team holte der FCG als Gastgeber im Jahr 2017 den Libapokal - und wurde anschließend Meister. Ein Jahr darauf gelang dasselbe Kunststück dem SC Preußen Münster II. Und nun? Immer langsam mit den jungen Pferden! Dennoch lässt sich nach dem 3:1 (2:0)-Endspielsieg der Rheinenser über die 49ers festhalten: Eine gute Band haben Tube Wehmschulte und Hassan Ürkmez auf alle Fälle am Start.

Im Endspiel suchten beide Teams direkt das Risiko, nachdem es zuvor drei Elfmeter-Orgien gegeben hatte - sowohl die beiden Halbfinal-Partien als auch das Spiel um Platz drei, das der SC Preußen Münster II unter den Augen von Sportdirektor Malte Metzelder und Profi-Coach Sven Hübscher gewann, waren vom Punkt entschieden worden. Den besseren Start erwischte Gievenbeck, doch Philipp Hinkerohe im FCE-Kasten parierte zunächst prima gegen Tristan Niemann (8.) und hatte dann Massel, dass Leon Lüntz nach super Solo einen schlampigen Pass zu Fabian Gerick spielte, statt selbst draufzuhalten (17.).

Noch keine Entscheidung bei Fraundörfer

Die FCE-Führung fiel dann mit der ersten Torchance. Innenverteidiger Jannis Fraundörfer trat beherzt an und steckte den Ball brillant durch die Schnittstelle zu Denis Rosum, der das Leder an FCG-Schnapper Nico Eschhaus vorbeilümmelte. Ob Fraundörfer, Leihspieler von Viktoria Köln, den Rheinensern erhalten bleibt, ist noch völlig offen. Der 20-jährige Abwehrspieler, der in Steinfurt lebt, hat beim Drittligisten noch einen gültigen Vertrag, aber wenig Aussicht auf Einsätze. 

Seine Einsatz-Chancen erhöht hat am Sonntag auch Rosum. Der flinke Dribbler traf noch vor der Pause auch zum 2:0, nachdem er einen feinen Pass rechts raus zu Luca Ehler gespielt und nachgegangen war. Der Abpraller nach Ehlers Abschluss landete wieder vor seinen Füßen - 2:0 (28.)! Auch nach insgesamt sieben Wechseln nach der Pause zeigten die Rheinenser noch reichlich Spielfreude: Guglielmo Maddente spielte auf halbrechts Timo Scherping frei, dessen Chip-Ball am zweiten Pfosten Omar Guetat erreichte - 3:0 (44.). 

Obwohl sie personell gebeutelt und kräftemäßig auf dem Zahnfleisch unterwegs waren, ließen sich die 49ers nicht hängen. Sekunden nach dem dritten Treffer tauchte plötzlich Leon Lüntz frei vor Hinkerohe auf, doch dieser schnappte gleich zweimal sensationell zu (45.). Eintracht-Coach Wehmschulte regte sich fürchterlich auf, weil sein Team zuvor im Zentrum keinen Zugriff gefunden hatte. Den verdienten Ehrentreffer für Gievenbeck markierte schließlich Tristan Niemann, der sich mit Wucht an Fraundörfer vorbeigeschummelt und den Ball in die lange Ecke gestupst hatte (1:3/56.).

Wehmschulte: "Haben noch einiges vor uns"

Der neue FCE-Trainer war speziell mit der Leistung im Endspiel happy. Das Semifinale hatte ihm nicht so gut gefallen. "Gegen Preußen haben wir nicht so ein gutes Spiel gemacht. Da haben wir uns oft zu tief fallen lassen. Wir wollten mutiger verteidigen", so Wehmschulte. "Das haben wir im Endspiel viel besser gemacht. Man merkt, dass für einige noch vieles neu ist. Wir müssen noch viel mutiger sein. Im Finale waren wir echt überlegen, da haben wir hochverdient gewonnen. Ich fand es geil, dass wir überhaupt so oft vorm Tor waren und die Situationen so genial rausgespielt haben. Das ist unsere Philosophie. Wir haben noch einiges vor uns, aber wir entwickeln uns. Für die Spritzigkeit müssen wir noch was machen, in den Abläufen müssen wir flexibler werden." 

Gievenbecks Trainer Heeke zog vor allem aus Veranstalter-Sicht ein positives Fazit. Das des Trainers Heeke konnte nicht überschwänglich ausfallen, da sich der Kader weiter ausdünnt. Mit Paul Bergmann und Tom Gerbig kamen am Sonntag zwei weitere Verletzte hinzu. "Uns hat am Ende ein bisschen Power gefehlt. Die erste Halbzeit fand ich bärenstark, das war vielleicht die beste im ganzen Turnier. Da müssen wir das 1:0 machen. Gegen Ahlen war es schon schwierig, ein 0:2 aufzuholen. Dass das jetzt nochmal klappt, davon war nicht auszugehen. Rheine konnte sieben Mal wechseln, wir hatten zwei auf der Bank. Wir haben hier viele geile Spiele gesehen. Das macht einfach Bock! Wenn wir heute das Turnier gewonnen hätten, wäre das too much gewesen."

 

Libapokal 2019 - Endrunde

 

Halbfinale

Preußen Münster II - FC Eintracht Rheine 1:4 n.E. (1:1/0:0)
0:1 Maddente (47.), 1:1 Wegmann (57.)

1. FC Gievenbeck - RW Ahlen 4:2 n.E. (2:2/0:2)
0:1 Schmidt (11.), 0:2 Schmidt (26.),
1:2 Niemann (39.), 2:2 Lüntz (60.)

Spiel um Platz drei

RW Ahlen - Preußen Münster II 3:4 n.E. (1:1/0:0)
0:1 Wald (60.), 1:1 Eickhoff (60.)

Endspiel 

1. FC Gievenbeck - FC Eintracht Rheine 1:3 (0:2)
0:1 Rosum (21.), 0:2 Rosum (28.),
0:3 Guetat (44.), 1:3 Niemann (56.)
FCG: Eschhaus - Brüwer, Scherr, Stummer, Gerbig - Niehoff, Leser, Geisler, Niemann - Lüntz, Gerick; Eingewechselt: Mende, Leisgang
FCE: Hinkerohe - Röhe, Varelmann, Fraundörfer, Braininger - Janning, Fofana - Ehler, Husmann, Rosum - Scherping; Eingewechselt: Hönicke, Guetat, Maddente, Frank, Knüver, Befort, Meyer



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