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Westfalenpokal

Unterschiedmacher: Whitson Fereira dos Santos erzielte beide Treffer für den SV Herbern.

Whitson lässt Herbern weiter träumen


Von Christian Lehmann

(12.09.19) Der SV Herbern darf weiter träumen. Auch wenn der große SC Preußen Münster bereits ausgeschieden ist, stehen dem Landesligisten nach dem 2:0 (1:0)-Auswärtserfolg über die Ibbenbürener SpVgg im Westfalenpokal nun absolute Highlightspiele in Aussicht. Im Achtelfinale trifft Holger Möllers' Elf entweder auf den Post TSV Detmold oder die Spvgg Steinhagen, im Falle eines Weiterkommens könnte es gegen Regionalliga-Primus und SCP-Bezwinger SV Rödinghausen gehen.

Der Pokalauftritt in Ibbenbüren kam den Herbernern gerade recht nach der enttäuschenden 1:3-Derbypleite beim Werner SC vor knapp 1000 Zuschauern. "Die Jungs haben im Training im hohen Maße Selbstkritik geäußert", so Möllers. Die Reaktion war am Mittwochabend entsprechend, allerdings brannte der SVH spielerisch auch kein Feuerwerk ab. "Wir haben unsere Aufgabe erfüllt, wenig zugelassen, aber selbst auch keine Vielzahl an Torchancen erspielt", meinte der Coach.

"Ein echter Kraftakt"

Die ISV verteidigte von Beginn an in einem kompakten 5-4-1-System mit Stefan Brink in der Spitze - und machte das richtig gut. "Wir waren sehr lauf- und zweikampfstark und haben das Spiel lange offen gehalten. Das war ein echter Kraftakt. Ich bin mit der Leistung meiner Jungs sehr zufrieden. Ihnen gebührt Respekt", meinte Heiko Becker, Coach der Hausherren. 

In einer chancenarmen Partie sorgte Whitson Fereira für das gewisse etwas. In der 23. Minute nutzte Herberns brasilianischer Ballzauberer nach einem Einwurf den sich bietenden Raum, um aus 17 Metern mit Schmackes in den Giebel zu treffen. "Da waren wir einmal einen Schritt zu spät", meinte Becker. Sein Team wagte in der zweiten Halbzeit ein wenig mehr und hatte in der 70. Minute die Großchance auf den Ausgleich. Marvin Hagemann steuerte frei auf SVH-Keeper Jens Haarseim zu, scheiterte jedoch an diesem. Als die ISV dann auf eine Viererkette umgestellt und etwas weiter nach vorne geschoben hatte, schlug erneut Whitsons Stunde. Nach einem Konter sorgte er für die Entscheidung (0:2/79.). 

"Es war klar, dass sich uns zum Ende hin mehr Räume ergeben würden", so Möllers. Kollege Becker imponierte vor allem die starke Physis seiner Truppe. "Ich hatte den Eindruck, dass die Herberner am Ende ein wenig platt waren. Wir hatten in der zweiten Hälfte sogar ein wenig mehr Ballbesitz."

Ibbenbürener SpVgg - SV Herbern     0:2 (0:1)
0:1 Whitson (23.), 0:2 Whitson (79.)



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