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Foto: FLVW/DFB

"Macht endlich unsere Plätze wieder auf!"


Von Fabian Renger

(12.05.21) Wisst ihr noch, wann ihr zum letzten Mal beim Training jemanden so richtig geil umgemäht habt? Oder wann ihr letztmals einen Freistoß im realen Leben und nicht bloß an der Konsole in den Knick gezimmert habt? Ist alles lange her, oder? Die Erinnerungen verblassen allmählich. Doch wem erzählen wir das.

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB), seine Regional- und Landesverbände und der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) haben scheinbar auch Sehnsucht nach neuen Erinnerungen und starteten nun eine gemeinsame Öffnet externen Link in neuem Fensterbundesweite Petition und Kampagne für den Amateur- und Breitensport. "Draußen muss drin sein" lautet die Überschrift dieser Initiative. Das Ziel: Die schnellstmögliche Wiederzulassung des organisierten Sportbetriebs unter freiem Himmel, zunächst im Training, anschließend im Wettkampfbetrieb.

In den nächsten drei Wochen sind alle Sportbegeisterten in ganz Deutschland - und nicht nur die mehr als sieben Mitglieder der rund 24.500 Vereine des DFB - dazu aufgerufen, das Vorhaben zu unterstützen und dem Amateur-und Breitensport eine gemeinsame Stimme zu geben.

Zimmernann: "Amateurvereine und ihre Sportler*innen sind ignoriert und vergessen worden"

Freilich: Der DFB weiß um sein mehr als nur angekratztes Image in diesen Tagen. "So uneinig der DFB aktuell auftreten mag, hinter dieser Petition stehen wir alle, da gibt es keine zwei Meinungen. Die Vereine arbeiten höchst verantwortungsvoll, das haben sie beim Restart im vergangenen Jahr unter Beweis gestellt", betont Ronny Zimmermann, zuständiger DFB-Vizepräsident für den Jugendfußball, in einer Pressemitteilung.

Er fordert schnelle, konkrete Perspektiven für den Amateursport. "Die Amateurvereine und ihre Sportler*innen sind immer wieder in den Entscheidungen ignoriert und vergessen worden. Damit muss jetzt Schluss sein, speziell für unsere Kinder und Jugendlichen." Eine neue Aufbruchsstimmung sei gefragt für einen nachhaltigen Weg aus der Krise.

Dr. Koch: "Müssen unserer Verantwortung dringend gerecht werden"

Auch Dr. Rainer Koch, zuständiger DFB-Vizepräsident für die Amateure, kommt in der Presseinfo zu Wort. Er sagt: "Wir alle wissen um die aktuell schwierige Lage in den Führungsgremien beim DFB. Das Bild ist von Zerrissenheit geprägt. Das entbindet uns aber nicht davon, die Dinge anzupacken, die gerade jetzt von extremer Bedeutung für den Amateurfußball in unserem Land sind. Ganz im Gegenteil: Wir müssen unserer Verantwortung dringend gerecht werden."

Die Mitglieder der DFB-Vereine fordern zurecht, dass ihre bedrohte Lage stärker als bisher wahrgenommen werde, so Dr. Koch: "Gemeinsam mit unseren Vereinen, den Frauen und Männern, Jungen und Mädchen sprechen wir mit dieser bundesweiten Petition die Sprache, die jeder versteht. Wir wollen in der Sache weiterkommen und fordern den großen, längst überfälligen Befreiungsschlag für den Amateursport: Macht endlich unsere Plätze wieder auf!"

Walaschewski: "Kinder und Jugendliche müssen sich bewegen"

Auch Gundolf Walaschewski, Präsident des Fußball- und Leichtathletik-Verbandes Westfalen (FLVW) unterstreicht: "Wir haben unsere gesellschaftliche Verantwortung im Sport immer ernst genommen, haben auf Spiele und auch auf das Training verzichtet und uns konsequent an die Vorgaben der Politik abhängig von der Pandemieentwicklung gehalten. Jetzt aber sind wir an einem Punkt angekommen, wo wir abwägen müssen, was vor allem für unsere Kinder und Jugendlichen zwingend notwendig ist."

Dies sei das Training an der frischen Luft, auf Abstand - aber in Gemeinschaft, draußen auf dem Platz oder der Laufbahn. Walaschewski: "Kinder und Jugendliche müssen sich bewegen, müssen andere Kinder und Jugendlichen sehen, brauchen Perspektive. Deshalb bittet auch der FLVW seine Vereine, sich an der Aktion und vor allem der Petition zu beteiligen, hinter der wir geschlossen stehen."

Die aktuelle DFB-Kampagne und die Petition sollen einen wichtigen Schritt markieren. Die Aktion wird von umfassenden Aktivitäten im Online- und Social-Media-Bereich begleitet. Beim DFB-Pokalfinale am Donnerstag im Berliner Olympiastadion wird zudem ein Riesenbanner auf der Gegentribüne für die Petition werben. Die Petition für den Amateur- und Breitensport läuft drei Wochen.

Öffnet externen Link in neuem FensterHIER lässt sich unterschreiben.



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