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Der VfL Wolfsburg lebt das Vereinsmotto


Wer hätte das geahnt? Da verlor der VfL Wolfsburg die letzten fünf Testspiele in Folge und obendrein flog er aufgrund eines Wechselfehlers noch aus dem DFB-Pokal. Neu-Trainer Mark van Bommel galt als einer der ersten Anwärter für die erste Trainerentlassung der Saison in der Fußball-Bundesliga. Und jetzt das: Nach dem dritten Spieltag grüßen die Wölfe von der Tabellenspitze. Alle drei Ligaspiele gewannen sie und spielten dabei  als wären sie Öffnet externen Link in neuem FensterSpielautomaten. Irre. Doch am Mittellandkanal hebt trotzdem niemand ab.

„Wir müssen die Kirche im Dorf lassen", mahnte beispielsweise Maximilian Arnold, Wolfsburger Mittelfeldmotor und Führungskraft, in der Aachener Zeitung. Es sei noch nicht alles Gold, was glänzt. Insbesondere die Chancenverwertung sei ausbaufähig.

Im vorderen Bereich hat van Bommel inzwischen richtig viele gute Alternativen. Neben dem gesetzten Niederländer Wout Weghorst im Sturmzentrum können die Wolfsburger seit dieser Saison zum Beispiel auf U21-Europameister Lukas Nmecha bauen. Seit der vergangenen Woche ist auch Luca Waldschmidt mit von der Partie, er lief immerhin siebenmal für die deutsche Nationalmannschaft auf und spielte zuletzt in Portugal für Benfica Lissabon. Am Montag folgte der nächste (überraschende) Transfer: Der VfL leiht Dodi Lukebakio von Hertha BSC Berlin aus. Kurios: Lukebakio war der bislang einzige Spieler, der dem VfL in dieser Spielzeit ein Gegentor einschenkte. In der Offensive hat van Bommel künftig die Qual der Wahl.

"Es war ein richtiges Topspiel"

Trotzdem: Bisher wirken die Wolfsburger in ihren Partien vor allem eingespielt. Öffnet externen Link in neuem FensterVan Bommel änderte nur Nuancen im Wolfsburger Auftreten. Von Rückständen wie in Berlin - 2:1-Erfolg - lassen sich die Wölfe nicht aus der Fassung bringen und gewinnen dann halt durch einen späten Treffer in der Schlussphase. Beim 1:0-Erfolg über RB Leipzig am Sonntag, als Außenverteidiger Jerome Roussillon erstmals nach zwei Jahren wieder ein Tor erzielte, überstanden die Wolfsburger eine Leipziger Dauerdruck-Phase zum Spielende. Auch der Öffnet externen Link in neuem Fenster1:0-Auftakterfolg über den VfL Bochum war nicht immer eine komplett ruhige Kiste. Wolfsburg wankte, fiel aber nicht. Bemerkenswert.

"Es ist immer schön, wenn man gewinnt, und noch schöner, wenn man das dreimal in Folge macht", freute sich van Bommel nach dem Sieg gegen Leipzig auf der Spieltags-Pressekonferenz. "Es war ein richtiges Topspiel, das sich in Details entscheidet. Wir fahren in zwei Wochen nach Fürth, da fängt es wieder von vorne. Bayern - und nicht nur Bayern, alle stehen hinter uns. Aber das kann ganz schnell wieder ganz anders sein. Es ist schön, dass wir neun Punkte haben. Das bedeutet, dass wir gut arbeiten, aber ist keine Garantie, dass es so weitergeht, und auch keine Garantie, dass wir jedes Spiel gewinnen."

Wolfsburg kämpft um jede Grasnarbe

Besonders die harte Maloche des VfL imponiert momentan. Sobald der Gegner den Ball hat, wird kräftig gefightet. Mit Gift, mit Gier, mit Biss. Der VfL arbeitet fast um jede Grasnarbe, beeindruckt mit hoher Laufbereitschaft und einer immensen Intensität. Und im Tor steht mit Koen Casteels zwar kein Lautsprecher, aber der Mannschaftskapitän ist wohl einer der besten Torhüter der gesamten deutschen Eliteklasse.

Wo das ganze noch endet, vermag freilich nach drei Spieltagen noch niemand zu sagen. Für mindestens zwei Wochen thronen die Wolfsburger nun ganz oben. In der kommenden Woche ist spielfrei, die Nationalmannschaft. Der neue Bundestrainer Hansi Flick nominiert den VfL-Akteur Ridle Baku. Völlig zurecht aufgrund dessen super Leistungen in der jüngeren Vergangenheit. Am kommenden Donnerstag (2. September, Anstoß 20.45 Uhr in St. Gallen) trifft die deutsche Elf auf Liechtenstein. Am Sonntag (5. September) geht's gegen Armenien, am Mittwoch (8. September) gegen Island. Drei große Chancen für Baku, sich zu beweisen.

Machbare Gruppe in der Champions League

In der Champions League trifft der VfL demnächst auf RB Salzburg, den OSC Lille und den FC Sevilla. Keine Krachergruppe, aber eine machbare. Sofern der VfL seine aktuelle Form konservieren und auch auf die internationale Bühne transportieren kann. Los geht's für die Wolfsburger 14. September in Frankreich beim amtierenden französischen Meister in Lille.

Van Bommel jedenfalls freut sich auf die kommenden Aufgaben. „Ich bin froh, dass ich Trainer dieser Mannschaft bin", sagte er dem Sportbuzzer. Die Mannschaft zeichne aus, dass sie immer Tore schießen wolle. Gier nach mehr. Frei nach dem Wolfsburger Vereinsmotto: Arbeit, Fußball, Leidenschaft. Das leben die Wölfe derzeit vor. Das leidige Wechseltheater aus Münster und die hundsmiserabel verlaufene Vorbereitung sind da schon fast wieder in Vergessenheit geraten. 



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