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Freiburg verweist Dortmund und Bayern auf die Plätze


(05.09.22) Mit dieser Tabellenkonstellation hätte wohl nicht viele nach dem 5. Spieltag der Bundesliga gerechnet: An der Spitze ist nämlich nicht der FC Bayern München zu finden, nein, sondern der SC Freiburg schaut gerade von ganz oben auf alle anderen Mannschaften herab. Gegen Bayer 04 Leverkusen hatten die Freiburger an diesem Spieltag das Spiel nach einem Rückstand gedreht und die Begegnung am Ende mit 3:2 (0:1) für sich entschieden. 

In der ersten Halbzeit hatte sich der spätere Sieg der Breisgauer nämlich gar nicht angedeutet. In der Kabine entschied sich Freiburg-Coach Christian Streich dann allerdings für einen entscheidenden Schachzug. Zuerst nahm der Trainer zwei Wechsel vor, brachte Maximilian Eggestein für Yannik Keitel und Ritsu Doan für Manuel Gulde, und veränderte ebenfalls die taktische Ausrichtung. Die Freiburger agierten nun mit einem 4-2-3-1 und kamen wie neu geboren aus dem Umkleidekabine.

Es dauert auch nicht lange, da egalisierten die Freiburger den 0:1-Rückstand, für den der Leverkusener Kerem Demirbay in der ersten Halbzeit verantwortlich gewesen war, egalisierten. Matthias Ginter traf prompt nach einer wunderbar getretenen Ecke von Vincenzo Grifo zum 1:1-Ausgleich. Nur weniger Minuten später bedankte sich Woo-Yeong Jeong, der in der ersten Halbzeit schon für den verletzten Roland Sallai gekommen war, bei Edmond Tapsoba, der sich einen fatalen Fehler erlaubte. Jeong setzte Michael Gregorisch in Szene, der für die Freiburger aus wenigen Metern das Spiel drehte (51.).

Werkself nicht geschockt

Trotzdem zeigten sich die Leverkusener davon nicht geschockt und fuhren selbst im Anschluss wütende Angriffe. Leverkusens Trainer, Gerardo Seoane, hatte genug gesehen und wechselte in der Folge gleich dreimal. Charles Aranguiz kam für Demirbay, Sardar Azmoun wurde für Exequiel Palacios eingewechselt und Leverkusen Neuzugang Callum Hudson-Odoi gab auch sein Debüt. Der flinke und agile Flügelstürmer ersetze Jonathan Tah, der in der Leverkusener Verteidigung kein gutes Bild abgegeben hatte.

Leverkusen Neuzugang Hudson-Odoi machte dann auch direkt auf sich aufmerksam, brachte eine Hereingabe für Patrik Schick, der Bayer 04 wieder heranbrachte. Die Hausherren wollten die Begegnung nun unbedingt für sich entscheiden. Das nächste Tor erzielten allerdings wieder die Gäste. Wieder war es ein ruhender Ball, der die Mannschaft von Streich jubeln ließ: Christian Günter brachte einen Eckball in den Bayer-Sechzehner, wo Nicolas Höfler verlängerte und der eingewechselte Doan das 3:1 für die Freiburger erzielte (72.). Die Breisgauer hatten somit quasi mit jedem Schuss ein Treffer erzielt.

Die Leverkusener versuchten in der Schlussphase der Partie noch einmal alles, Jeremie Frimpong ließ dabei aber die beste Möglichkeit liegen - sein Schuss kullerte am Freiburger Tor vorbei (76.). Ansonsten fehlte den Gastgebern die Energie, um noch einmal eine richtige Schlussoffensive zu starten. Damit holten die Leverkusener nun drei Punkte aus fünf Spielen. Damit kann der Saisonstart der Werkself als Fehlstart bezeichnet werden. Am Mittwoch (21 Uhr) tritt die Mannschaft von Seoane im ersten Spiel der Champions League bei Club Brügge an und muss dort eine Leistungssteigerung zeigen.

Kalte Schnauze entscheidend

Die Freiburger überzeugten zwar an diesem Tag nicht mit einem fußballerische Feuerwerk, konnten sich aber eben bei der Kaltschnäuzigkeit vor des Gegners Kasten bedanken. Für die Mannschaft von Streich steht nun ebenfalls eine arbeitsreiche Woche an: Am Donnerstag (21 Uhr) spielt der letztjährige DFB-Pokal-Finalist in der Europa League gegen Quarabag Agdam aus Aserbaidschan.

Der FC Bayern München ist nun bereits früh in der Saison zu einem Verfolger in der Tabelle geworden. Damit hätten wohl nicht einmal die Wett Apps gerechnet. Gegen den 1. FC Union Berlin kamen die Münchener am Samstagnachmittag nicht über ein 1:1 (1:1)-Unentschieden hinaus. Die Mannschaft von Julian Nagelsmann biss sich in einer ereignisreichen Partie an den Berlinern die Zähne aus. Bereits früh in der Begegnung hatte Sheraldo Becker mit seinem mittlerweile fünftem Saisontreffer die Eisernen in Führung gebracht (12.).

Joshua Kimmich brauchte dann zwar nicht lange, um den Rückstand zu egalisieren und traf zum 1:1-Ausgleich (15.), in der Folge vermieste Union-Torwart Frederik Rönnow den Münchenern mit eigenen starken Paraden aber den Nachmiitag. Ganz zum Schluss, in der dritten Minute der Nachspielzeit, lenkte der Keeper einen Schuss von Sadio Mané gerade noch so über die Latte und sicherte seiner Mannschaft damit einen wichtig Punkt.

Der FC Bayern München muss nun bereits am kommenden Mittwoch nach Italien reisen und trifft auf Inter Mailand in der Gruppenphase der Champions League. Union Berlin spielt am Donnerstag (18.45 Uhr) in der Europa-League-Gruppenphase gegen Royale Union Saint-Gilloise aus Belgien. 



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