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U19-Bezirksliga

Späte Strafe für Herberns Chancenwucher


von Julian Schimmöller

(14.05.19) Ein klares Chancenplus gehabt, bis kurz vor Schluss geführt und am Ende doch nicht gewonnen: Der SV Herbern verpasste es beim 2:2 (0:1)-Unentschieden gegen Westfalia Gemen, den Klassenerhalt so gut wie perfekt zu machen. Bei sechs Punkten Vorsprung und noch drei ausstehenden Spielen sieht es für Herbern zwar weiter gut aus, angesichts des Spielverlaufs ärgerte man sich in Herbern aber dennoch maßlos über die vergebene Chance.

„Wir hätten definitiv gewinnen müssen, Gemen weiß vermutlich selber nicht, wie sie hier heute einen Punkt mitnehmen können“, war SVH-Coach Simeon Uhlenbrock im Nachhinein etwas konsterniert. Gemens Julius Gerster war es, der in der Nachspielzeit nach einem langen Ball zu viel Platz bekam und das zum umjubelten 2:2-Ausgleich für die Hausherren nutzte (90.+1). Gerster bestrafe damit Herberns Chancenwucher, die Gäste hätten das Spiel zu diesem Zeitpunkt längst entschieden haben müssen. „Das ist extrem bitter, aber am Ende sind wir einfach selber Schuld“, ärgerte sich Uhlenbrock.

Dreifaches Alu-Pech

Schon in der ersten Halbzeit war Herbern drückend überlegen, Gemen fand quasi nicht statt und führte zur Pause trotzdem: Während Joost Richter den einzig schönen Angriff der Hausherren zum Führungstreffer nutzte (27.), ließ Herbern seine Möglichkeiten allesamt ungenutzt. Omar Hachim verzog in der Anfangsphase freistehend völlig überhastet, Jost Hesselmann zielte kurz nach dem Rückstand nur knapp daneben und erneut Hachim scheiterte mit einem 30-Meter-Hammer kurz vor der Pause am Querbalken. Es sollten nicht die letzten auffälligen Szenen von Hachim bleiben.

Nach einer guten Stunde war es nämlich der Stoßstürmer, der nach einer Freistoßflanke von Tim Jäger mit dem Kopf zur Stelle war und den Ball zum überfälligen Ausgleich ins kurze Eck wuchtete (63.). Als Hachim acht Minuten später im Rückraum lauerte und Robin Schmitts starke Vorlage zum Doppelpack nutzte (70.), schien Herbern doch noch rechtzeitig auf Kurs Auswärtssieg einzubiegen. Zumal Gemen kurze Zeit später aufgrund einer Verletzung und eines ausgeschöpften Wechselkontingents in Unterzahl geriet. Doch da erneut Hachim und Jäger beide an der Latte scheiterten und Herbern zahlreiche weitere Kontergelegenheiten nicht konsequent genug ausspielte, blieb das Spiel offen. Das rächte sich dann ganz spät, sodass Herbern am Ende trotz drückender Überlegenheit nur mit einem Punkt dastand.

Die nächste Chance, den Klassenerhalt zu sichern, bekommt Herbern nun am kommenden Sonntag im Heimspiel gegen das abgeschlagene Schlusslicht Eintracht Ahaus. „Wir wollen das auf jeden Fall mit voller Konzentration angehen, im Hinspiel hat Ahaus uns durchaus Probleme bereitet“, will sich Uhlenbrock nicht von den letzten Ergebnissen der Eintracht zu Leichtsinn verleiten lassen. Die Zielsetzung ist dennoch klar: Drei Punkte und somit der sichere Klassenverbleib.

SV Westfalia Gemen – SV Herbern 2:2 (1:0)
1:0 Richter (27.), 1:1 Hachim (62.),
1:2 Hachim (70.), 2:2 Gerster (90.+1)



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