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Viele Fußballer und Fans in Münster, auch wir vom Heimspiel, wünschen Marvin Deckert (r.) eine gute Genesung.

Niedergeschlagen, aber nicht hoffnungslos


von Florian Graberg

(20.05.15) Drei Wochen ist es nun her, dass Marvin Deckert vom TuS Hiltrup im Derby gegen den 1. FC Gievenbeck den dritten Kreuzbandriss in seiner noch jungen Laufbahn hinnehmen musste. Für Deckerts Trainer Martin Kastner ist es noch zu früh, über eine mögliche Rückkehr seines Verteidigers auf den Fußballplatz zu reden. Im Interview mit Heimspiel-online wirkt der 21-Jährige merklich niedergeschlagen und schildert seine Gedanken in der Unglücksszene mit Gievenbecks Clemens Donner, redet über seine weitere sportliche Laufbahn und die Aussichten auf einen Job beim TuS als "Trikot-Falter".

Marvin, drei Wochen sind vergangen, seit Du dich verletzt hast. Eine lange Zeit, um über die Szene nachzudenken. Aber was ging Dir nach dem Zweikampf als erstes durch den Kopf, als Du den Schmerz gespürt hast?
Deckert: Mir war sofort klar, dass das Kreuzband wieder gerissen ist. Ich kannte den Schmerz schon von meinen vorherigen beiden Kreuzbandrissen und wusste demnach direkt, wie es um mich steht.


Du sagst es. Bereits Dein dritter Kreuzbandriss mit nur 21 Jahren. Welche Aussichten geben Dir die Ärzte, irgendwann wieder zurück aufs Spielfeld zu kehren?

Deckert: Das passt ja. Ich war gerade beim Doc. Aber mit der Frage haben ich mich ehrlich gesagt noch gar nicht beschäftigt. Primäres Ziel für mich ist es erst einmal, dass der Heilungsprozess bestmöglich verläuft. Den Gedanken, nie mehr am Trainingsalltag und an den Spielen teilnehmen zu können, will ich mir einfach nicht vorstellen. Es ist zwar nur schwer vorstellbar, dass ich wiederkomme, aber ich will auf jeden Fall noch mal zurück auf den Platz - aber nicht bevor ein Einsatz zu hundert Prozent safe ist.


Wie ist seither Dein Verhältnis zu Clemens Donner, der Dir, bevor Du ins Krankenhaus gebracht wurdest, noch ein paar Worte mitgegeben hat? Was hat er gesagt?
Deckert: Ich habe mit Clemens seither kein negatives Verhältnis. Er hat sich nach meiner OP, bei der alles gut verlaufen ist, bei mir gemeldet und sich noch einmal entschuldigt. Nach dem Spiel selber war es glaube ich "Tut mir Leid", was Clemens mir noch mit auf den Weg gegeben hat. Genau kann ich mich aber nicht mehr daran erinnern, weil ich in meinem eigenen Tunnel war. Ich habe mich mehr mit mir selber beschäftigt und gedacht "Scheiße, alles wieder von vorne".


Welche Auswirkung hat die Verletzung auf Dein Berufsleben?
Deckert: Grundsätzlich erst einmal keine. Ich beginne jetzt bald eine Ausbildung zum Bankkaufmann hier in Münster. Ich habe die Verletzung auch bereits bei meinem künftigen Arbeitgeber eingereicht, der die Nachricht aber gut aufgenommen hat. In den ersten Wochen der Ausbildung sehe ich vielleicht noch Probleme mit dem Laufen, ansonsten langfristig aber keine weiteren.


Wenn die sportliche Rückkehr nicht klappen sollte, wie siehst du die Möglichkeit der Mannschaft weiterhin verbunden zu bleiben - etwa als Betreuer?
Deckert: Ich würd' dem Robin Paton nie im Leben seine Schuhe da hinstellen, geschweige denn sein Trikot falten. Von daher kommt ein Betreuer-Job für mich erst gar nicht in Frage. Aber jetzt konzentriere ich mich erst einmal auf meine Reha und darauf, dass ich schnell wieder fit werde.



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Kreisliga A Münsterland

Pl. MannschaftSp. TorePkt.
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2    Legden 17    43:10 43  
3    TuS Laer 16    55:14 42  
4    Kinderhaus II 16    54:11 40  
5    SV Bösensell 16    43:23 40  

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