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Roxels rechter Abwehrmann Aljoscha Groß (r.) bot FCG-Angreifer Christian Keil auch im Kopfballduell die Stirn. Foto: Teipel

"Tier" Teupen beißt, als keiner mehr dran glaubt


Von Andreas Teipel

(04.03.18) Die gute Nachricht zuerst: Westfalenliga-Schlusslicht BSV Roxel ist noch lange nicht am Ende; die schlechte: Die Kleeblätter unterliegen beim Tabellenführer und Ortsnachbarn 1. FC Gievenbeck äußerst unglücklich mit 0:1 (0:0). Und jetzt kommt's knüppeldick: Die Konkurrenz punktete währenddessen, sodass der Rückstand aufs rettende Ufer nun sieben Zähler beträgt.

Dieses Ergebnis hat übrigens noch eine weitere Komponente, das wollen wir natürlich nicht verschweigen: Gievenbeck baute mit den drei Punkten seine Führung in der Liga aus, denn Hauptkonkurrent Preußen Münster II verlor zeitgleich beim SV Spexard mit 0:1. Rechenschieber eingepackt - Spielbericht hervorgekramt.

Es war zu keinem Zeitpunkt des Spiels erkennbar, wie beklemmend die aktuelle Situation für den BSV Roxel ist. Die Mannschaft lieferte erstklassige Arbeit ab, wirkt unheimlich gut abgestimmt, ging jeden Weg, der nötig war und passte sich in allen Formen den Spielsituationen an. Vor allem in der Defensive handelten alle elf Roxeler aufmerksam und handlungsschnell, sodass Gievenbeck, das sein Heil in schnellen Überfällen mit langen Bällen auf Tristan Niemann und Christian Keil suchte, oftmals in Leere rannte.

Bemerkenswert wie erfolgreich war zudem ein alter Fußballer-Trick, den viele junge Fußballer gar nicht mehr kennen: Manndeckung. Das ist, wenn Du Deinem Gegenspieler auch auf die Toilette folgst und da auf den Füßen stehst (so die traditionelle Erläuterung eines Trainers damals zu seinem Manndecker). In den Genuss dieser Rundumbetreuung kam Gievenbecks gefürchteter Spielmacher David Lauretta. Er wurde bewacht von einem der Roxeler Winterneuzugänge aus Kroatien, Ante Cilic. Lauretta war an die Kette gelegt und konnte sich aus dieser Lage auch nicht mehr befreien. "Manchmal muss sowas auch sein", meinte BSV-Trainer Sebastian Hänsel nach dem Spiel zu diesem taktischen Zug.

Roxel sogar das bessere Team

So entwickelte sich also ein Spiel, in dem Roxel über weite Strecken sogar das bessere Team war. Gievenbeck suchte ständig nach einem Weg das eigene Spiel zu verflüssigen und Wege durch die extrem gut arbeitende Roxeler Deckung zu finden. Ohne viel Erfolg. Mal ein Freistoß aus 22 Metern von Christian Keil (34.), dort ein Schuss von Nils Heubrock aus der zweiten Reihe in die dritte Etage nach gut einer Stunde. Gefährlich wurde der FC nur einmal, als ein scharfer Freistoß von außen flach an den langen Pfosten klatschte. Das war in der 45. Minute, Trainer Benjamin Heeke war da nach einem Disput mit Schiedsrichter Timo Gansloweit schon in die Zuschauerränge verwiesen worden (44.). Gansloweit machte sich zudem unbeliebt, als er in der 52. Minute einem Handspiel im Roxeler Strafraum die Absichtlichkeit absprach und nicht auf Elfmeter für die Platzherren entschied.

Roxel aber hatte ebenfalls seine Chance, nicht nur einen Punkt aus Gievenbeck zu entführen, sondern sogar als Sieger heimzufahren. Doch verpasste Innenverteidiger Dickens Toka nach gut einer halben Stunde einen Eckball per Kopf nur knapp. Zuvor war Thomas Kroker in der 14. Minute fast frei durch, wurde aber noch von David Lauretta verunsichert, sodass der Ball in äußerst aussichtsreicher Position doch noch versprang.

Ach ja, das Tor. Das will ich natürlich auch noch kurz beschreiben. Immerhin bezeichnete Roxels Kapitän Lukas Kintrup im nachfolgenden Video-Interview den Schützen Thomas Teupen als "Tier" beim Kopfball. Besagtes Tier war tatsächlich nach einer Ecke von Jannik Balz deutlich höher gestiegen, als alle anderen und platzierte den Ball per Kopf sauber in der oberen rechten Ecke im Tor von Daniel Neuhaus. Unhaltbar. Genau wie der nun folgende Jubel. Was für eine Erleichterung für den Fußballclub.

Es sei wie es sei. Roxel hat zwar beim Tabellenführer verloren, doch dabei gezeigt, dass die Mannschaft die Saison noch mitgestalten kann. Die beiden Neuzugäng Cilic und Offensivmann David Zovko sind eine Bereicherung für das Team und die Mannschaft tritt als homogene Einheit auf. Gievenbeck dagegen hat offenbar hinreichend viel Papst in der Tasche, den es halt manchmal braucht, um in einer Liga wie der Westfalenliga den Takt anzugeben und am Ende vielleicht sogar ... nein, das M-Wort schreibe ich lieber noch nicht.

1. FC Gievenbeck - BSV Roxel     1:0 (1:0)
1:0 Teupen (87.)



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