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Malte Nieweler holte sich mit 20 Treffern die Torschützenkrone der Westfalenliga.

Ein glücklicherweise gescheitertes Experiment


Von Alex Piccin

(18.06.19) Was wäre passiert, wenn die Eingebungen von "Pele" Wollitz oder Michael Boris sich als richtig erwiesen hätten vor vier bis fünf Jahren? Dann gäbe es den Torgaranten Malte Nieweler heute wohl nicht. In seiner Zeit bei Viktoria Köln und den SF Siegen (2014/15) gab es Versuche, den 25-Jährigen auf die Sechs oder die Außenbahn umzuschulen. Pudelwohl fühlte sich Nieweler jedoch eher vorne im Zentrum. Auch heute noch, zum Wohle SuS Neunkirchens.

Denn der angehende Polizist hatte mit 20 Treffern und mindestens neun direkten Vorlagen (auf dem Portal Öffnet externen Link in neuem Fenstertransfermarkt.de sind nicht alle Scorerpunkte nachgehalten) maßgeblichen Anteil am Höhenflug am Haarweg, der erst wenige Wochen vor Saisonende stockte. Nominell als Zehner aufgeboten, ist Nieweler auf dem Platz eher als Neuneinhalb unterwegs: "Ich spiele gerne im Zentrum mit jemandem neben mir, der Bälle festmacht." Den guten Abschluss und eine "halbwegs ordentliche Schusstechnik" macht er als seine Stärken im fremden Strafraum aus. Lieber ein platzierter Versuch als rohe Gewalt. "Das kann ich nicht, da geht ein Freistoß schon mal über den Zaun und das darf ich mir dann lange anhören", sagt der 25-Jährige lachend.

Strafraumstürmer

Richtig gefährlich für den gegnerischen Torwart wird es, wenn Nieweler im Sechzehner an den Ball kommt. Die meisten seiner Tore hat er von dort erzielt: "In dieser Saison kamen das eine oder andere von außerhalb dazu. Vor allem in der Jugend war ich der klassische Strafraumstürmer." Die Spielweise Neuenkirchens, den Gegner hoch anzulaufen, kam nicht nur Nieweler entgegen. Zusammen mit Joshua Roß (18 Treffer, zweitbester Wert in der Westfalenliga) und Witali Gankse (11) steuerte das Offensivtrio 49 der 70 SuS-Saisontore bei.

Das Experiment auf der Sechs trug, wie erwähnt, nicht des Trainers erhofften Früchte. Eine gute Spielübersicht bescheinigten ihm die Trainer damals, es mangelte jedoch an Zweikampfstärke. Vorne sind seine Qualitäten eben gefragter. Im Training stellt sich Nieweler aber auch heute noch gerne in die Innenverteidigung, um das Spiel zu eröffnen. 

Nicht bloß Tore ausschlaggebend

War es denn Niewelers beste Saison? Da ist sich der Befragte nicht ganz sicher: "Rein von den Toren her und bei den Senioren war es die beste Saison. In der Jugend gab es stärkere Spielzeiten." Dieses Adjektiv macht er aber nicht am Torerfolg aus, sondern an anderen Aspekten. Die Vorlagen gehören beispielsweise dazu, aber auch die spielerische Leistung, die nicht in den Statistiken auftaucht. Das Lob von Trainer und Mannschaftskollegen gehen runter wie Öl.

Das Potenzial, in höhere Fußball-Sphären vorzurücken habe Nieweler durchaus. Beim VfL Osnabrück gehörte er im ersten Seniorenjahr dem Kader des Drittliga-Teams an, kam jedoch vorwiegend in der Reserve zum Einsatz. Zwei Jahre hat Nieweler sich nach dem Abitur gegeben, um im Fußball richtig Fuß zu fassen und gegebenenfalls davon leben zu können. In Köln und Siegen lief es aber nicht so optimal, trotz der über 1000 Einsatzminuten bei den Sportfreunden. Spielzeiten in der Junioren-Bundesliga, Regional- und Oberliga gehören zu seinem Portfolio.

Keine offizielle Anfrage

Ein Angreifer mit so einem Leistungsnachweis weckt naturgemäß Begehrlichkeiten bei den Nachbarvereinen. Doch der Neuenkirchener Jung möchte lieber weiter gemeinsam mit seinem Freunden kicken. "Offizielle Anfragen an mich gab es auch keine. Mich hält vieles in Neuenkirchen. Wir spielen in der nächsten Saison mit 13 oder 14 Eigengewächsen der Westfalenliga. Das ist nicht alltäglich", sagt er. 

Für den Aufstieg hat es in der abgelaufenen Saison nicht gereicht. "Mir persönlich war bewusst, welch eine gute Mannschaft wir schon 2017/18 hatten. Aber trotzdem haben wir Spiele nicht über die Runden gebracht", schildert Nieweler. Das habe sich ein Jahr später verbessert. Doch die Mannschaft habe immer an ihre Leistungsgrenze gehen müssen, um die Punkt einzusammeln: "Daher habe ich uns auch nicht immer als Favoriten gesehen." Der Angreifer ist überzeugt, dass SuS auch 2019/20 eine ordentliche Rolle spielen kann, wenngleich andere Vereine sich ordentlich verstärkt haben.

Hoher eigener Anspruch

Persönlich peilt Nieweler eine Wiederholung seiner Ausbeute an: "Ich nehme mir jedes Jahr vor, 15 bis 20 Tore zu schießen. Das ist mein Anspruch - wenn ich alle Spiele mitmache." Sollte er jedoch einen Mitspieler oder, noch besser, die Mannschaft ohne eigenen Torjubel aber durch seine Spielweise zum Erfolg verhelfen, wäre es auch nicht so verkehrt.

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