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Für diese Jubelposen gibt's Bonuspunkte...

Neuenkirchener Berserker


Von Fabian Renger

(14.10.18) Zwei Männer im Trikot des SuS Neuenkirchen hätten im Heimspiel gegen den TuS Hiltrup zu den Buhmännern des Waldstadions werden können. Olli Janning, der nach 52 Minuten mit der Ampelkarte vom Platz gestellt wurde, und Keeper Marvin Wiesmann, der beim 1:1-Gegentreffer aber mal so richtig blöd aussah. Es kam also nicht von ungefähr, dass Co-Trainer Hasan Ürkmez nach Abpfiff des 3:1 (1:1) insbesondere "ein großes Kompliment an den Charakter meiner Mannschaft" los wurde. Völlig zurecht.

Denn als Janning den Platz verließ, herrschte nur kurzzeitige Orientierungslosigkeit. Glück hatte der SuS, dass ein 40-Meter-Heber von Jonas Wiethölter an Neuenkirchens Latte endete. Dies war ein reines Zufallsprodukt in der Folge einer strittigen wie unklaren Aktion im Mittelfeld, mehr Plan hatte das schon, was die frisch dezimierten Neuenkirchener im direkten Gegenzug zeigten.

Neuenkirchen mit dem besseren Plan

Der agile Angstmacher Luca Ehler malochte sich wieder einmal wie ein Bulle auf seiner rechten Seite durch, seine scharfe Hereingabe kam punktgenau zum im Rückraum postierten Joshua Roß, der das 2:1 besorgte (56.). Welch Willenskraft: Vier Minuten in Unterzahl - und trotzdem in Front.

Es war aber nicht nur der Glaube an sich selbst, der die Neuenkirchener zum Dreier führte. Vielmehr war es ein klarer Plan: Während die Hiltruper, vor allem in der Überzahl, kaum die zweiten Bälle sichern konnten und es erst in der Schlussphase überhaupt fertig bekamen, die Attacken über die Außen etwas zu forcieren, hatten die Neuenkirchener den wuchtigeren und besseren Plan.

Nur richtiges Fliegen ist schöner: Marvin Wiesmann beweist hier, dass ihn es im Notfall nicht mehr auf dem Boden hält.

Fix, flach, wenig langes Holz: Gegen den Ball schreckten die Hausherren auch nicht davor zurück, den Gästen mal einen mitzugeben oder sich einen Gelben Karton einzuhandeln, mit dem Ball war's einfach richtig, richtig ansehnlich. Ürkmez, der seinen Boss Tobias Wehmschulte vertrat, durfte also zufrieden sein. Sein Gegenüber Carsten Winkler war's dementsprechend nicht:"In der Summe war die Niederlage hochverdient. Das war ein absolut gebrauchter Tag."

Janning flog indes aufgrund eines Foulspiels vom Platz. Wie gesagt: Keine Angst vor niemandem. Und hinten im Kasten bewahrte Marvin Wiesmann die Seinen in vielen Situationen vor einem sicheren Gegentreffer. Beim Kopfball von Manuel Beyer aus kürzester Entfernung zeigte er seinen starken Reflex-Fähigkeiten (64.), beim Abschlusstornado eines Michael Fromme, der genau in den Knick gepasst hätte, bewies Wiesmann, dass er fliegen kann (70.). Und selbst in der Schlussminute machte er nochmal Beyer kirre mit einer Parade. 

Erfolgreich waren im zweiten Durchgang ausschließlich die dezimierten Hausherren. Mit freundlicher Unterstützung des Gastes. Als Joschka Brüggemann seinem Keeper die Kugel zuspielte, nahm der die auf - mit der Hand. Nun gilt seit der D-Jugend bereits die Rückpassregel, den anschließen folgenden Freistoß parkte Ehler humorlos direkt in die Maschen (66.). Später hätte Roß gar das vierte nachlegen können, nach dem tollen Durchstecker von Witali Ganske war er gegen Böcker im Eins-gegen-Eins allerdings zweiter Sieger (74.).

SuS'ler Robin Krümpel (#23) und Manuel Beyer vom TuS messen sich im Luftkampf.

Vor das Pause sah das ganze Match derweil noch ein wenig anders aus. "Sehr hochzufrieden" war Ürkmez mit der ersten halben Stunde der Begegnung, Winkler fand's von seinen Jungs bis dato auch ganz gut. Chancen hatten beide Seiten: Roß (14.) sowie Teamkollege Alex Bügener aufseiten der Gastgeber, bei den Gästen war eine David Lauretta/Janik Bohnen-Koproduktion noch mit am gefährlichsten (25.).

Beide Buden hatten zu dem Zeitpunkt exemplarischen Charakter für diesen Nachmittag. Die Neuenkirchener gingen in Führung, als Fabian Sandmann die gesamte TuS-Defensive auf rechts frisch gemacht und an den Fünfer rübergelegt hatte. Da war Ganske zur Stelle - 1:0 (35.). Wieder ein Tor des Willens. Der TuS butzte nur zwei Minuten später - bezeichnenderweise mit freundlicher Unterstützung Wiesmanns. Er kommt raus, ruft "Torwart", hat die Kugel auf, lässt sie aus den Armen entgleiten und legt sie Manuel Beyer vor die Füße, der nicht anders kann, als zu vollstrecken.

"Ihr müsst fighten, ihr müsst für Marvin kämpfen", forderte Ürkmez in der Pause von seinen Männern. Sie kämpften. Und das in Unterzahl. Was für Berserker.

SuS Neuenkirchen - TuS Hiltrup 3:1 (1:1)
1:0 Ganske (35.), 1:1 Beyer (37.)
2:1 Roß (56.), 3:1 Ehler (66.)

Bes. Vorkommnis: Gelb-Rot gegen Olli Janning (SuS Neuenkirchen/53.)

Fabian Sandmann (l.) ackerte wie gehabt wie ein Verrückter.


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