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Acht Tore und ein Haar in der Suppe


Von Fabian Renger

(10.03.19)Hasan Ürkmez war nicht aus der Deckung zu bekommen. "Wir haben es gut gemacht", stapelte SuS Neuenkirchens Co-Trainer nach dem 8:2 (6:0)-Heimerfolg über den SC Herford sehr, sehr tief. Herford war Zweiter, jetzt ist Neuenkirchen dort zu finden. Wenn du den direkten Tabellenkonkurrenten mal eben so mit links acht Buden einschenkst, dann erwartest du Ekstase. Aber nix da. "Die Jungs feiern ein bisschen", bemerkte Ürkmez. "Hört man im Hintergrund ja vielleicht." Tatsächlich: Es war laut, die Kabinenparty der Neuenkirchener ging ab. Ürkmez aber auch - und zwar, weil etwas nicht gestimmt hat. Und damit war nicht Malte Nieweler gemeint, der schaffte nämlich etwas Seltenes.

"Wir hätten das zweistellig gewinnen können oder müssen. Das ist das Haar in der Suppe", blieb Ürkmez ganz trainerlike zurückhaltend. Um dann aber lachend zu bemerken:"Ach, das ist Jammern auf höchstem Niveau." In der Tat. Ein bisschen erschrocken und überrascht war auch er darüber, was Herford in Neuenkirchen angestellt hatte: Nämlich irgendwie kaum etwas. Der SCH schien gar nicht da zu sein, aber hatte auch kaum eine Chance, weil es der SuS einfach prächtig machte. Neuenkirchen lief vorne früh an, holte sich eine mächtige Zahl an zweiten Bällen und kombinierte sich fein nach vorne. "Auch die Körpersprache hat gepasst, das war ein Ausrufezeichen heute!", so Ürkmez weiter. Gutes Stichwort, kommen wir nämlich nun endlich mal zum Mann des Tages.

Nieweler hat so richtig Lust

Malte Nieweler ist ein Mensch, der gerne Fußbälle zwischen Pfosten an Torhütern vorbei befördert. Das wussten wohl die meisten auch vor diesem Spiel. Aber einen lupenreinen Hattrick wie diesmal - insgesamt war's gar ein Viererpack - hat auch er wohl nicht so oft in seiner Vita stehen. Super Spiel. Aber auch seine Mannschaftskameraden lieferten ab. Mirko Jannings 5:0 ging eine schöne Kombination über rechts voraus, Flachpass ins Zentrum, Abschluss, Tor. So einfach ist das. Joshua Roß' Bude zum 6:0 war eine prima Einzelleistung, wo er sich schön einen langen Ball erlief. Einzelleistung kann aber auch Nieweler: Beim 7:1 stellte er drei, vier Gäste-Spieler kalt. Lässig, lässig.

Und sonst so? Hand gespielt wurde nicht nur von den Torhütern. Vorm 3:0 hatte Herfords Igor Safonov einen Kopfball von Marvin Egbers in Keeper-Manier gehalten. Das gab glatt Rot und Strafstoß. Auf der Gegenseite wurde Robin Krümpel in der Schlussminute ebenfalls angeschossen, wieder ein Pfiff, wieder ein Strafstoß. Ärgerlich, aber zu verkraften bei einem solchen Spielstand.

SuS Neuenkirchen - SC Herford 8:2 (6:0)
1:0 Nieweler (2.), 2:0 Nieweler (20.)
3:0 Nieweler (32./HE), 4:0 Roß (33.)
5:0 M. Janning (38.), 6:0 Roß (45.)
6:1 Wohlann (63.), 7:1 Nieweler (75.)
8:1 Egbers (84.), 8:2 Serronne (HE/90.)

Bes. Vorkommnis: Rote Karte für Igor Safonov (SCH)



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