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GW Nottulns Co-Trainer Dirk Nottebaum ist kein Langschläfer.

Planungssicherheit in unplanbaren Zeiten


von Jakob Schulze Pals

(18.05.20) Zusammen mit Cheftrainer Jens Niehues hat Co-Trainer Dirk Nottebaum bei Westfalenliga-Aufsteiger Grün-Weiß Nottuln das Sagen. Und so ganz unerfolgreich verläuft Nottebaums Tätigkeit seit dem Sommer 2018 in Nottuln nicht. Schließlich wurde vergangene Saison, damals noch mit Oliver Glaser als Chef, die Landesligameisterschaft eingetütet und auch in diesem Jahr spielt die Mannschaft in der Westfalenliga eine gute Rolle.

Bis zum coronabedingten Saisonabbruch stand ein ungefährdeter Platz neun zu Buche, der zudem mit 26 Zählern eher nach oben als nach unten blicken ließ. Nottebaum zeigt sich in der Nachbetrachtung zufrieden mit der Spielzeit, wenngleich natürlich nicht nur der Blick auf die Tabelle zähle: „Es hat von Jens und mir noch kein richtiges Resümee gegeben, aber wir stehen ja in ständigem Kontakt und wir sind uns schon einig, dass wir mit der Entwicklung der Mannschaft zufrieden sind. Wir haben eine sehr junge Mannschaft, der Altersschnitt liegt zwischen 22 und 23 Jahren und es gab wenige Spiele, bei denen wirklich ein Leistungsunterschied zu erkennen war“, so der 44-Jährige. „Uns als Trainer interessiert dann natürlich auch, ob wir uns taktisch verbessert haben, variabler geworden sind. Und da können Jens und ich ein sehr positives Fazit ziehen.“

Mannschaft ruft Spendenaktion ins Leben

Eigenverantwortung und Selbstständigkeit sind dem Nottulner Trainerteam wichtig, daher verzichtete man in der fußballfreien Zeit auf Trainingspläne und dazugehörige Kontrollmaßnahmen. „Jeder Spieler ist selbst dafür verantwortlich, fit zu sein. Das sind alles erwachsene Männer und denen vertrauen wir auch. Wir begegnen den Jungs da schon auf Augenhöhe und starten da keine Kontrollaktionen. Aber: Wer nicht fit ist, braucht sich dann nicht wundern, wenn er außen vor ist“, erläutert Nottebaum die Vorgaben an die Spieler. Wie die Mannschaft das dann allerdings umsetzte, ließ selbst den Co staunen.

Jeder Spieler startete einen Spendenaufruf und suchte sich Sponsoren und Förderer, die die täglichen Fitnesseinheiten mit Spendengeldern unterstützten. Angetrieben von dem guten Zweck hatten die Spieler plötzlich sogar richtig Bock auf die quälenden Einheiten. „Die Jungs haben sich dann auch gegenseitig gepusht, um ordentlich Geld zu sammeln. Das war schon beeindruckend“, zeigt sich Nottebaum stolz über die feine Aktion seines Teams. Mittlerweile konnten so schon über 200 Spenden im Gesamtwert von 4.000€ gesammelt werden, die Öffnet externen Link in neuem Fenstersozialen Einrichtungen in Nottuln und Umgebung zur Verfügung gestellt werden.

Nottuln ist jederzeit bereit

Trotzdem wäre Nottebaum und die gesamte Mannschaft einer Rückkehr auf den Fußballplatz auch nicht abgeneigt. In dieser Frage bleibt man allerdings abhängig von der Politik. „Fakt ist, dass wir bis zum 02. Juni nichts machen dürfen. Aber wir bleiben da entspannt, unser Kader für die kommende Saison ist ohnehin komplett und die Jungs sind fit.“ Anfang Juli würde man gerne mit der Vorbereitung auf die neue Spielzeit beginnen, die Mannschaft wäre sowieso jederzeit bereit. Bis dahin will man sich aber zumindest noch einmal zum leichten Kicken treffen, die Abgänge gebührend verabschieden und damit einen Haken hinter diese ungewöhnliche Saison setzen. Es scheint, als besäßen Dirk Nottebaum und Grün-Weiß Nottuln auch in unplanbaren Zeiten Planungssicherheit.

Unsere zehn „Barfuß oder Lackschuh“-Fragen:

Laptoptrainer oder alte Schule?
Ganz klar das Zweite.

American Football oder Rugby?
Rugby.

Verteidigung oder Angriff?
Ich war Verteidiger, von daher ist die Antwort klar.

Tattoo oder Piercing?
Mit 44 ist das mittlerweile schwer zu beantworten. Mein 20-jähriges Ich hätte wohl das Tattoo gewählt.

Bier oder Wein?
Da fällt die Wahl schon aufs Bier.

Taktik- oder Konditionseinheit?
Da wähle ich eine Hybrideinheit.

Wembley oder Camp Nou?
Wembley, das zu Hause des Fußballs!

Dribbling oder Tackling?
Wenn ich an meine Zeit als Spieler zurückdenke, muss ich da wohl das Tackling wählen.

Lesen oder Fernsehen?
Mittlerweile lese ich tatsächlich mehr!

Ausschlafen oder früh aufstehen?
Definitiv früh aufstehen, als dreifacher Vater lernt man das ganz schnell!

 

In unserer Rubrik "Barfuß oder Lackschuh" stellen wir ausgewählten Persönlichkeiten aus der Fußballszene zehn Entweder-oder-Fragen, die sie möglichst spontan und im Idealfall auch noch mit einer flotten Begründung beantworten sollen.

Westfalenliga 1



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