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Heekes Zeit in Gievenbeck endet


Von Fabian Renger

(09.12.19) Benjamin Heekes Handy stand am Sonntagabend nicht mehr still. "Ich hab es irgendwann auf lautlos gestellt", berichtet er am Montagvormittag. Der Trainer des 1. FC Gievenbeck war ein gefragter Mann. Schließlich publizierte sein Verein am Sonntag eine Meldung, die einschlug: Im Sommer endet Heekes Weg bei den 49ers. Der Verein spricht von einer endenden Ära - auch wenn man mit solchen Begrifflichkeiten vorsichtig sein sollte: In diesem Fall passt sie.

Heeke kramte noch einmal seinen Pass heraus. Zulassungsdatum: 27.12.2000. "Die 20 Jahre hätte ich gerne voll gemacht", erzählt der Trainer. Doch dazu kommt es nicht. Am vergangenen Dienstag teilten ihm die Verantwortlichen um Sportleiter Carsten Becker mit, dass man künftig ohne ihn plane. "Ich war extrem überrascht", gibt Heeke zu. "Ich wollte nicht, dass es so abrupt endet. Ich hatte da Bock drauf!"

Aufstiege in Hülle und Fülle

Nachvollziehbar. Zumal Heeke für den 1. FC Gievenbeck kein ganz gewöhnlicher Trainer ist und dann im Sommer gewesen sein wird. Seit 2014 coachte er die Erste, er stieg mit ihr in die Oberliga auf, sammelte dort im vergangenen Spieljahr zwar viele Komplimente, aber letztendlich zu wenige Punkte. Allein der Aufstieg war eine bemerkenswerte Leistung aufgrund des besonderen Gievenbecker Kaders mit lauter Eigengewächsen. Vorher führte Heeke die U23 in die Bezirksliga, die U19 stieg damals unter Heekes Regie in die Westfalenliga auf. Eine Erfolgsgeschichte. Einige Kicker kannten fast ausschließlich Heeke als Trainer - seit der Jugendzeit.

"Das war keine normale Entscheidung", sagt Becker am Montag. Leicht gefallen sei sie sowieso nicht. "Benni hat ein Fundament gelegt, von dem wir als Verein noch lange zehren werden." Für dessen Enttäuschung äußert Becker Verständnis - hofft aber gleichzeitig ausdrücklich auf selbiges. Denn:"Unabhängig von den unfassbaren Erfolgen, muss man auch langfristig schauen und alles im Blick haben, sonst wären wir blauäugig."

Wielers bleibt

Man wollte nicht erst noch ein Jahr abwarten, um sich dann vielleicht nach einem Trainer umschauen zu müssen, sondern direkt einen neuen Impuls setzen,den Schlussstrich zum Sommer ziehen und den klaren Cut vollziehen. Angst, dass die Mannschaft nun auseinander fällt, hat Becker derweil nicht. "Man kann nicht alles auf die emotionale Schiene schieben", ist der Sportleiter um eine sachliche Diskussionsebene bemüht. "Auch wenn Benni maßgeblich an der Entwicklung beteiligt war: Der 1. FC Gievenbeck ist nicht alleine Benjamin Heeke." Christian "Lüde" Wielers bleibe dem Verein auf jeden Fall erhalten, so Becker. Die Gespräche mit den Co-Trainern Stefan Bischoff und Rashid Hassanzadeh-Ashrafi stehen noch aus und hängen auch vom Nachfolger ab. Der anscheinend gefunden ist.

Es gilt als sicher, dass Florian Reckels, bis zum Sommer noch Trainer des TuS Altenberge, die Mannschaft übernehmen wird. Eine offizielle Bestätigung seitens des Vereins steht noch aus. Bis zum Sommer wird Heeke den aktuellen Tabellenneunten noch betreuen. "Das ziehe ich auf jeden Fall durch", betont der Übungsleiter. Vielleicht wird's bis dahin auch etwas ruhiger um und für ihn.

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