Suchbegriff:
Noch mehr Sport im Münsterland! Skybars in Münster! Besuchen Sie die Heimspiel Facebook Seite!


  • Tabelle
  • Spielplan
  • WL 1
Ganz unaufgeregt dirigiert Niclas Kock seine Mauer. Der Schlussmann, der eigentlich in Borussia Emsdettens Reserve spielt, feierte ein gelungenes Westfalenliga-Debüt.

Für coole Socke Kock war alles wie immer


Von Christian Lehmann

(18.07.19) Der Kerl ist 21 Jahre jung und spielt sonst in der Kreisliga. So ziemlich jeder, der mal Fußball gespielt hat, kann sich vorstellen, dass Torhüter Niclas Kock vor seinem Debüt in der Westfalenliga so richtig der Stift gegangen sein muss. Drei Klassen höher, und dann auch noch gegen die SpVgg Vreden, die Ballermänner der Liga! Nach dem 2:1-Sieg und dem Sprung an die Tabellenspitze betont der Lehramts-Student für die Fächer Sport und Geschichte aber: alles halb so wild.

"Na klar, es war etwas Besonders. Ich habe mich gefreut. Ist doch klar, dass man auf sowas Bock hat. Ein bisschen nervöser als sonst war ich auch, aber nicht brutal. Als Torwart musst Du ja eh' nur Bälle halten! Ich habe nichts anderes gemacht als sonst auch. Der einzige Unterschied war, dass das Spiel zwei Stunden später stattgefunden hat als sonst", so der Schlussmann. Ihm hatte sich ob des großen Torhüter-Aderlasses bei den Borussen eine riesen Chance eröffnet. Stammkeeper Nils Wiedenhöft musste aus privaten Gründen passen, seine beiden Ersatzleute Lars Dömer (Meniskus-Probleme) und Jan-Hendrik Lührmann (Jochbeinbruch) standen ebenfalls nicht parat. Dann halt der Schnapper der Zweiten, dachte sich Trainer Roland Westers. 

Lob von Trainer Westers

"Man hofft im Vorfeld immer, dass alles klappt", kann der Übungsleiter nicht verhehlen, dass auch er vor der Partie ein wenig Bammel hatte. Kock lieferte dazu letztlich keinen Anlass: " Er hat das sehr souverän gemacht", lobt Westers. Kock war selten gefordert, aber stets hellwach. Beim Gegentor durch einen Sonntagsschuss von Dennis Wüpping (54.) war er machtlos, in der Schlussphase rettete er seinem Team mit einer starken Fußabwehr den Sieg. Westers: "Da hat er uns den A... gerettet."

Kock, der schon am Sonntag zuvor beim Gastspiel in Spexard auf der Bank gesessen hatte, erfuhr beim Training am vergangenen Mittwoch, dass er zwischen den Pfosten stehen wird. Von Nervosität kaum eine Spur, auch eine besondere Vorbereitung auf den Gegner gab es nicht. "Ich trainiere ja schon seit einigen Wochen bei der Ersten mit", sagt er. Besonders hilfreich war am Sonntag auch die Unterstützung der beiden Innenverteidiger Hendrik Ohde und Niklas Melzer, die fast alles, was auf den Borussen-Kasten zurollte, aus dem Weg räumten. Auch Kock verteilt ebenfalls zwei Einser mit Sternchen: "Die beiden waren überragend, wussten immer genau, wo sie hinlaufen müssen."

Seit der F-Jugend ein Borusse

Viel Zeit, um ins Team zu finden, benötigte Kock ohnehin nicht. Mit der "Goldenen Generation" des 98er-Jahrgangs bei den Dettenern um Jost Meinikmann, Nick Wedi und Co. spielte er seit der F-Jugend am Teekotten, ehe es ihn zum SC Preußen Borghorst zog. Dort hat er bei seinem Einstieg in den Senioren-Fußball auch schon die Kehrseite der Torwart-Medaille kennengelernt. "Ich war in den ersten drei Spielen grottenschlecht, danach saß ich erstmal auf der Bank und Matze Brinkert stand im Tor. Das war eine neue Situation, das kannte ich nicht. Aber ich habe mich wieder rein gekämpft und dann zwei schöne Jahre in Borghorst gehabt", so der Torhüter.

In der Zweiten ist er die klare Nummer eins - und auch dort hat er bisher gute Leistungen gezeigt und in vier Spielen nur fünf Gegentreffer kassiert. Borussia ist Dritter, stellt die beste Abwehr der Liga - und kann aufsteigen, glaubt Kock: "Warum sollte ich sagen, wir wollen Dritter werden. Ich fänd's nicht schlecht, die Meisterschaft zu gewinnen."

"Jetzt zählt nix anderes als der Titel

Das ist nun auch für Borussias Erste das Ziel, sagt Spaßvogel Westers: "Na klar, für uns zählt jetzt nix anderes als der Titel." Wer den Mann kennt, der weiß, dass er einen ausgeprägten Hang zur Ironie hat. "Nein, natürlich nicht. Wir sprechen uns am 26. Spieltag nochmal. Ich sehe einige bockstarke Teams in der Liga. Es wird am Ende keine Mannschaft mit acht, neun Punkten Vorsprung Meister."

Für den Kasten hat Westers nun eine weitere verlässliche Alternative. Kock würde es wieder tun, wobei er sich trotz seines viel gelobten Auftritts vom Sonntag schon im Klaren über die exponierte Stellung von Ausnahmekeeper Wiedenhöft ist. "Er ist ein bärenstarker Torwart, und die beiden anderen sind ja auch noch da. Ich bin aber noch jung, wer weiß, was noch passiert. Wenn nochmal einer verletzt ist, bin ich da..."

Ein wichtiger Faktor bei Borussias Sieg gegen Vreden waren auch die Innenverteidiger Henni Ohde (l.) und Niklas Melzer. Was die bärenstarken Abwehrrecken nicht wegschafften, das schnappte sich dann meist Niclas Kock.

P.S.: Das Verbreiten unserer Texte per Screenshot verstößt gegen das Urheberrecht und schadet obendrein unserer Redaktion. Bitte denkt daran, bevor ihr euren Freunden "etwas Gutes" tun wollt. Fordert sie lieber auf, sich endlich mal selbst zu registrieren.



Premium-Account

Einloggen | Registrieren
Top-Klicker der letzten 7 Tage
1 Bezirksliga 12: Anschwitzen, der 11. Spieltag
» [mehr...] (935 Klicks)
2 Bezirksliga 12: BW Aasee - VfL Wolbeck 2:4
» [mehr...] (655 Klicks)
3 Bezirksliga 12: Concordia Albachten - SC Greven 09 2:4
» [mehr...] (493 Klicks)
4 Landesliga 4: Anschwitzen, der 11. Spieltag
» [mehr...] (477 Klicks)
5 Bezirksliga 12: Borussia Münster - TuS Recke 0:0
» [mehr...] (442 Klicks)

» Mehr Top-Klicker

Kreisliga A Münsterland

Pl. MannschaftSp. TorePkt.
1    SC Münster 08 II 11    39:8 31  
2    SV Bösensell 11    34:6 31  
3    Neuenkirchen II 11    46:13 29  
4    SV Mesum II 11    39:20 27  
5    GW Gelmer 10    35:17 25  

» Zur kompletten Tabelle