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1. FC Gievenbeck

 

Ausgangslage: Nach dem Abenteuer Oberliga kraxelte der FCG flugs auch in der Westfalenliga irgendwo am unteren Rand des Tableaus entlang. Dieses Kalenderjahr war ein absolutes Seuchenjahr. Wollte man die 49ers oben sehen - ja, dann musstest du die Tabelle drehen. Derzeit sind die Gievenbecker Zwölfter. 18 Punkte, 18 Tore, 27 Gegentreffer. Duster war es im September, als es mal vier Pleiten am Stück hagelte. Dann sattelte Trainer Benjamin Heeke um und stellte seine Männer mehr auf Defensiv- und Ergebnis-Fußball ein. Mit erwünschtem Kurzzeit-Erfolg und drei Siegen in Serie. Irgendwie ist das alles weder Fisch noch Fleisch.

Torwart/Abwehr: Das Tor ist eine ziemlich brisante Position. Möglicherweise hängen sie bald irgendwo Zettelchen ans schwarze Brett, um nach Torhütern zu fahnden. Über Nico Eschhaus, ein absolutes Mentalitätsmonster, muss man nicht groß reden. Dahinter sieht's duster aus. Johannes Konert ist ein richtig guter Vertreter, kann jedoch nicht regelmäßig trainieren. Die Zwote ist futsch, einen Altjahrgang-Keeper in der U19 ist auch nicht vorhanden. Puuh. Ein Blick auf die Reihe davor. "In der Kette ist es egal, wie wir aufstellen, wir haben immer die jüngste der Liga", berichtet Heeke. Die Jahrgänge 1999 und 2000 sind defensiv in der Mehrzahl, Fehler sind da vorprogrammiert und liegen eben auch in der Natur der Sache. "Auch wenn die in dem Moment nerven und Punkte kosten, langfristig ist das gut", sagt Heeke. Westfalenliga-Niveau haben seine Jünglinge durch die Bank weg. "Ich bin mir sicher, dass dem FCG die ganzen Fehler dieser Saison hinten raus noch viel einbringen."

Mittelfeld: Immerhin ist Julian Canisius zurück im Geschäft. Er war lange verletzungsbedingt zum Zuschauen verdammt. Ein Hoffnungsschimmer. Eine Bank ist wenigstens Daniel Geisler, der immerhin fast jedes Spiel absolvierte, genauso Nils Heubrock.

Sturm: Auf ganze drei Spiele kam Tristan Niemann zu Saisonbeginn. Drei Tore produzierte er, also alles beim alten. Dann verletzte er sich schwer und schaute seitdem bloß noch von außen zu. Geblieben an richtigen Knipsern ist beinahe bloß Christian Keil. Sechs Tore schaffte der. Eine FCG-typische Abhängigkeit, die Heeke auf den Punkt bringt:"1. Ohne Christian Keil wären wir vielleicht Letzter. 2. Mit Tristan Niemann wären wir vielleicht Dritter." Kaum fehlt einer der beiden, stottert der Motor. Altes Leid.

Hinrunden-Highlights: Heeke sucht vergebens nach Highlight dieser Hinrunde. "Vielleicht, dass Tom Gerbig sich nicht schwer verletzt hat", antwortet der Übungsleiter süffisant auf diese Frage. Doch er kann mit der Phase leben. "Wir sammeln Kraft und schmieden Pläne, wie auch wir wieder zu Highlights kommen. Denn es ist nicht so, dass wir langfristig darauf verzichten wollen. Das Jahr 2019 war von Anfang bis kurz vor Ende ein ganz ganz schlechtes. Wir wollen versuchen, daraus einen Nutzen für 2020 zu ziehen."

Fazit: Rein statistisch betrachtet herrscht beim FCG derzeit alles andere als eitel Sonnenschein. "Für mich und den Verein absolut nachvollziehbar und wir kommen damit klar", ist bei Heeke keine Trauerstimmung auszumachen. Dass man als Absteiger so durch die Liga fegt, war eh nicht zu erwarten. Von vornherein wurden solche Gedanken direkt ins Reich der Fabeln verwiesen. Zumal zwischendurch an die 13 (!) Spieler fehlten. Das musst du erstmal auffangen...

Heimspiel-Prognose: Mehr als der zehnte Platz ist für die 49ers in dieser Saison nicht drin. Aber mit akuter Abstiegsangst werden sie auch nicht leben müssen. Das wollen und können wir uns einfach nicht vorstellen...

 

Unser Sommer-Teamcheck nochmal zum Nachlesen:

Vorbereitung: Trainer Benjamin Heeke hat viel gesehen, was funktioniert hat und was nicht so klappte. Lichtblicke: Platz 2 beim Liba-Pokal und das 2:2 gegen den Regionalligisten TuS Haltern. Was aber gibt es jetzt noch zu optimieren, was hat eben noch nicht funktioniert? "Die Hierarchie muss passen, also die richtige Zusammenstellung und Chemie auf dem Platz", weiß Heeke um die Qualität seines Kaders, sucht jetzt nur die passende Mischung der einzelnen Kadermitglieder auf dem Acker. Nicht jede Schraube passt zur anderen.

Spielsystem: Es ist davon auszugehen, dass die Gievenbecker auch in der Westfalenliga wieder die Kugel gepflegt rollen lassen. Rauskloppen und hinterher rennen, das passt einfach nicht zum jungen FCG-Gemüse. Heeke beschreibt den Stil kryptisch:"Wir spielen Fußball mit Orientierungspunkten."

Auftaktprogramm: Auswärts beim Aufsteiger in Nottuln, danach zuhause gegen den Delbrücker SC, anschließend die Reise zum starken SuS Neuenkirchen und dann kommt Spexard. Für einen Absteiger sollten das doch eigentlich alles machba...nein, Heeke fällt einem bei diesem Gedankengang direkt ins Wort:"Das ist alles andere als ein Pflichtsiegprogramm! Wir werden nicht mit Kantersiegen durch die Decke gehen."

Schlüsselspieler: Nicht so schwer, diese in Gievenbeck zu verorten. Goalie Nico Eschhaus ist so jemand, dazu bedarf es keine näheren Ausführungen. Nils Heubrock ist ein weiterer. "Wenn er fehlt, fehlt uns ein Anker auf dem Platz", sagt Heeke. Tormaschine Tristan Niemann ist auch ein unverzichtbarer Bestandteil und trainingsfleißig. Sonst noch wer? Die Co-Kapitäne Tom Gerbig und Johan Scherr zum Beispiel. Vor allem letzterer. "Johan ist wahnsinnig weit in der Birne", sagt Heeke über den 20-Jährigen, den er im zweiten Seniorenjahr als "Innenverteidiger Nummer eins in der Kette" bezeichnet. Haben wir noch einen Schlüsselkicker vergessen? "Ja, Daniel Geisler!"

Saisonziel: Klar, erst einmal demütig bleiben. Das haben sie gelernt in der Oberliga. "Aber", gibt Heeke zu, "wir gehören als Absteiger natürlich schon zum erweiterten Favoritenkreis." Sprich: Nach oben wollen sie schon schauen. Was auch immer da nachher herausspringt.

Titelfavorit(en): Ganz vorne sehen sie in Gievenbeck Roland Beckum, auch der lokalen Konkurrenz aus Hiltrup werden gute Chancen eingeräumt.


Trainer: Benjamin Heeke (6. Saison)

Zugänge:
Johannes Konert (Eintracht Braunschweig U19)
Lucas Exner (SC Münster 08)
Leon Lüntz (SC Münster 08)
Niklas Leser (SC Münster 08)
Alexander Stummer (Preußen Münster U19)
Mathis Schrick (Preußen Münster U19)
Moritz Leisgang (eigene U19)
Paul Bergmann (eigene U19)
Tim Hellermann (eigene U19)

Abgänge:
Luca De Angelis (TuS Hiltrup)
Henning Reichel (TuS Hiltrup)
Felix Krasenbrick (SC Greven 09)
Yasin Altun (SV Lippstadt 08)
Constantin Rieger (Studium)
Maximilian Franke (Studium)
Thomas Teupen (Studium)

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Kreisliga A Münsterland

Pl. MannschaftSp. TorePkt.
1    SC Münster 08 II 17    59:11 49  
2    TGK Tecklenburg 18    68:20 45  
3    SV Bösensell 17    45:10 43  
4    Neuenkirchen II 18    66:24 40  
5    GW Gelmer 17    47:25 38  

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