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Nur das dritte Tor bleibt lange aus

 

Von Fabian Renger

(13.10.19) Identisch fiel es aus, das Fazit von Kay Göttsch und Christian Hebbeler. Letzterer ist Cheftrainer des TuS Hiltrup, Göttsch sein Assistent. Beide sprachen ihn an, einen der wenigen Schwachpunkte während des 3:1 (0:1)-Auswärtserfolgs beim SC Herford. "Wir haben es versäumt, das dritte Tor früher zu machen", resümierten beide unisono. Sehr lange, bis zur Vorschlussminute nämlich, ließen die Hiltruper Herford Luft zum Atmen. Erst dann machte Daniel Mladenovic mit einem direkt und flach verwandelten Freistoß alles klar.

Davor war einiges mehr möglich. Doch mal der Reihe nach. Nach drei Minuten ging sie ab, die wilde Fahrt. Luca de Angelis hatte die erste Großchance - und vergab sie. Am langen Eck vorbei. Sonst hatte Hiltrup alles im Griff. Bis Sascha Wohlann den TuS aus dem Tritt brachte. Wohlann ist kopfballstarker Hüne in den Reihen Herfords und traf in der Folge einer Ecke. Als "komplett unnötig" bezeichneten Hebbeler und Göttsch die Entstehung - das zu dem Zeitpunkt etwas überraschende 1:0 (9.).

TuS kurzzeitig völlig von der Rolle

Danach präsentierte Hiltrup ein schlechtes Gesicht. Dem TuS fehlte die Zielstrebigkeit, überhaupt war es ein sehr zerfahrenes Match. Ehe der TuS aus seiner Kurzzeit-Narkose aufwachte und wieder zu sich kam, das Spiel wieder an sich riss. De Angelis hatte die nächste bombastische Gelegenheit, doch abermals vergab er (36.).

Nun gut. Doch der Junge ist lernfähig. Auch aus dem Kabinentrakt kamen die Gäste gut raus. Die Räume besetzten sie immer besser, der Druck wurde immer stärker. Und dann klappte es doch mal für De Angelis: Am zweiten Pfosten stand er nach einer Hereingabe von Mladenovic richtig und nickte ein - 1:1 (52.). Geht doch, Junge! Und zwei Minuten drauf ähnelten sich die Ereignisse: Diesmal flankte Steffen Menke, diesmal köpfte Manuel Beyer ein - 1:2.

Menke überzeugt

Überhaupt: Steffen Menke war on fire! "Er war sehr gut aufgelegt", bemerkte Göttsch. Hebbeler charakterisierte Menke als seinen Strippenzieher. Auch 'ne nette Bezeichnung. Der war richtig gut drauf, das ist Fakt. Galt im zweiten Abschnitt aber auch und vor allem für Mladenovic und seinen Offensiv-Kompagnon Montasar Hammami. Beide verpassten die Deckel-Drauf-Hütte. Mladenovic scheiterte am Heim-Schnapper Johannes Schubert (58.), Hammami schoss irgendwo gen ISS (83.).

Aber es ging ja gut, weil Mladenovic spät noch erfolgreich war. "Ein hartes Stück Arbeit", so Göttsch abschließend. Wohl wahr. Aber es hat ja geklappt "Und insgesamt war es ein verdienter Sieg."

SC Herford - TuS Hiltrup 1:3 (1:0)
1:0 Wohlann (9.), 1:1 De Angelis (52.)
1:2 Beyer (54.), 1:3 Mladenovic (89.)



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