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Westfalenliga 1

Fühlt sich "megagut aufgenommen" beim TuS Hiltrup: Witali Ganske. Fotos: Teipel

Noch nicht am Optimum


von Fabian Renger

(04.12.20) Wie schlägt man den Westfalenliga-Topfavoriten Preußen Espelkamp? Es ist eigentlich eine ganz einfache Geschichte. Wir haben das große Geheimnis entschlüsselt. Ihr braucht drei Männer, die eine Fahrgemeinschaft bilden. Dieses Trio stellt ihr einfach von Spielbeginn auf den Platz. Dann läuft das schon. Jedenfalls hat's beim TuS Hiltrup geklappt. Die Mannschaft von Coach Christian Hebbeler schlug die Preußen am 24. Oktober mit 3:2. Espelkamps erste Pleite - auch und wegen dreier Herren, die gemeinsam im Auto sitzen.

Die Rede ist von Omar Guetat, Montasar Hammami und Witali Ganske. Die drei reisen aus der Richtung Emsdetten zusammen nach Hiltrup an. Wir haben - Schande über uns - leider nicht die wichtigste Frage geklärt, wer von den dreien am besten Auto fährt. Würde uns nämlich durchaus interessieren. Guetat und Ganske sind neu im Team seit der laufenden Spielzeit. "Die Strecke kriegen wir schnell vollbracht", findet Ganske Gefallen an der Anreise-Lösung.  Gegen Espelkamp standen die drei erstmals zusammen in der Startelf. Ganske gelang sein langersehnter erster Saisontreffer, später bereitete er eine Bude von Guetat vor. "Ein Tag, an dem sehr viel funktioniert hat. Da war jeder top drauf", erinnert sich Ganske. Hebbeler ergänzt rückblickend:"Das haben wir klasse gemacht. Da sieht man, zu was die Jungs in der Lage sind. Ich bin mir relativ sicher, dass in Espelkamp wenige Mannschaften gewinnen werden."

"Nicht angetreten, um Achter zu werden"

Durch den Dreier nistete sich die Osttor-Gang endgültig oben ein. Hiltrup ist Vierter, hat vier Punkte Rückstand auf den Spitzenreiter, aber genauso wie der Dritte aus Gievenbeck noch ein Spiel mehr in der Hinterhand. Hebbeler machte vor der Saison keinen Hehl aus den Zielen: Die ersten fünf Plätze wurden anvisiert. Dabei soll es bleiben. Mindestens. "Es weiß ja jeder, dass ich in Hiltrup nicht angetreten bin, um Achter zu werden", sagt der Übungsleiter.

In der Summe, meint der Coach, habe man sich schon etwas mehr Punkte als 13 versprochen. Andererseits: Irgendwie ist der TuS dann doch auch zufrieden. In Espelkamp gewonnen, den ekligen und verdammt unangenehm zu bespielenden Tabellenzweiten aus Erkenschwick bezwungen. Da gibt's nicht ganz so viel zu meckern. Dass nach dem Espelkamp-Spiel die Liga in die Pause ging? "Die Unterbrechung kam für uns nicht unbedingt zum passenden Zeitpunkt", sagt Hebbeler. Wie im März beim ersten Corona-Lockdown sei seine Mannschaft in Form gewesen. Das unglückliche Kreispokal-Aus in Gievenbeck kostete zwar Nerven, war aber nach ein paar Tagen wieder verdaut.

Über seine Zukunft wurde noch nicht gesprochen: Christian Hebbeler, Coach des TuS Hiltrup.

Wo es fehlt? Vorne. Und generell gesehen vor allem in der ersten Hälfte. Nur elf eigene Tore gelangen. Acht davon (!) fielen erst nach der Pause. "Das war definitiv nicht so geplant", entgegnet Ganske lachend. "Wir müssen uns noch viel mehr Chancen ausarbeiten. Da muss mehr kommen mit der Qualität." Auch sich selbst schließt er da mit ein. Neben der offensiv geprägten Fahrgemeinschaft ist der vordere Bereich mit Leuten wie Daniel Mladenovic, Nils Johannknecht oder Luca de Angelis hochkarätig besetzt. Da ginge mehr als nur der letztliche Durchschnitt. Fünf Teams haben seltener getroffen, drei genauso häufig. Zum Vergleich: In 2019/20 hatte Hiltrup die zweitmeisten Hütten auf dem Konto. "Wir haben in vielen Bereichen noch Luft nach oben", sieht auch Hebbeler das Optimum längst nicht erreicht. "Aber das war jetzt aber auch nicht einkalkuliert, dass wir durch die Liga marschieren."

Immerhin: Hinten läuft's. Zehn Gegentreffer aus sieben Auftritten. Das ist nicht übel. Allerdings: Zu oft leistete sich das Team blöde Fehler im Spielaufbau, die zu Toren führten. Dieses Muster nervt den Coach. Und die Neuzugänge? Wir bezeichneten sie teilweise einst als Schwergewichte. Guetat und Ganske hatten wir ja schon. Beide kamen zumindest siebenmal zum Einsatz. Letztgenannter fühlt sich richtig wohl. "Ich wurde direkt megagut aufgenommen", sagt der 29-Jährige. Alan Bezhaev liefert top ab, Oliver Janning war etwas von Verletzungen geplagt.

Kisker? "Macht gefühlt alles platt"

Herausheben müssen wir aber vor allem Nils Kisker. "Er hat bärenstark performt", lobt Hebbeler. Auch Ganske hebt den 26-Jährigen gesondert hervor. Ob in der Kette oder davor im Mittelfeld:"Nils Kisker macht gefühlt alles platt!"  Stellungsspiel, gefährliche Bälle hinter die Kette, gute Antizipation: Kisker überzeugt. Ganske schätzt aber auch andere Leute aus dem zentralen Bereich. Christoph Blesz oder Bastian Gaube fallen ihm beispielsweise noch ein. "In der Breite sind wir stark. Da kannst du jeden aufstellen und das läuft sehr gut ", sagt der Angreifer.

Über seine eigene Zukunft indes habe Hebbeler sich in diesen stürmischen Westfalenliga-Wochen noch nicht mit seinem Sportlichen Leiter Raul Prieto unterhalten. Die Gespräche folgen noch. "Da haben wir keine Hektik, es ist ja noch Anfang Dezember", sagt der im zweiten Amtsjahr agierende Trainer. Das gilt auch für andere Bereiche. Laufpläne gab's für den November, im Dezember sollen sich die Kicker aus freien Stücken fithalten nach Belieben. Auf Video-Trainingseinheiten verzichtet man gänzlich beim TuS.

Westfalenliga 1



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