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Oberliga Westfalen/Westfalenliga 1 - Anschwitzen

Nils Wiedenhöft und der SV Mesum wollen am Sonntag gleich zwei Flüche besiegen: Den Heimspiel- und Borussia-Fluch. Gut Kick! Foto: Teipel

"Jetzt sind wir mal fällig!"


von Fabian Renger

(25.03.22) Elf Spiele. Kein Sieg, zwei Unentschieden und neun Niederlagen. 13:25-Tore. Wenn wir mit Tino Wermeling und dem 'Spiel der Woche' ein Spiel des SV Mesum aufzeichnen, dann geht den Mesumern offenbar die Düse. Die grausige Bilanz von oben ist langsam nicht mehr feierlich. Auch die Bilanz im Derby gegen Borussia Emsdetten ist für den SVM ähnlich katastrophal. Wenn unsere Recherchen uns nicht belügen, liegt der letzte Derby-Dreier der Mesumer lange zurück. Öffnet externen Link in neuem FensterEs gab ihn am 3. Dezember des Jahres 2016. Am Sonntag steigt das nächste Lokalduell. Wir kommen natürlich mit der Kamera vorbei. Der zwölfte Versuch. Und es geht um eine Menge.

"Wenn wir wirklich verlieren sollten, dann schuldet Heimspiel uns eine Kiste Bier. Wenn wir gewinnen sollten, dann gebe ich Heimspiel eine Kiste Bier aus", sagt Mesums Torwart Nils Wiedenhöft.* Das ist doch mal ein Wort. Warum wir mit ihm anschwitzen, ist naheliegend. Im Sommer wechselte er nach vier Jahren vom Teekotten in den Hassenbrock. "Ich glaube, ich hab gegen Mesum nie verloren", erinnert sich der Schnapper. "Jetzt sind wir mal fällig und der zweite der Derbysieg innerhalb von zwei Tagen muss her." Am Donnerstagabend schlugen die Mesumer den VfL Theesen im Nachholspiel mit 5:3. Es war der fünfte Sieg in Serie. In allen sechs Ligaspielen des Jahres 2022 blieb der SVM ungeschlagen. Am vorigen Sonntag wurde der SuS Neuenkirchen mit 3:1 besiegt. Derbyisege können sie also auch. Läuft.

Zurück zu den Grundtugenden -  "Cello lässt mich halt in Ruhe"

Doch was zum Henker machen die Mesumer nun anders als in 2021? Potenzial und Qualität seien immer schon da gewesen, berichtet Wiedenhöft. "Wir haben gut daran getan, zu den Grundtugenden des Fußballs zurück zu finden", lobt der Keeper seine Vorderleute. Die Rückwärtsbewegung, die Zweikampfhärte, allgemein das Spiel gegen den Ball: Mesum ist inzwischen richtig eklig zu bespielen. Auch die Zahl an zugelassenen Großchancen wurde weniger. Arbeitslos ist Wiedenhöft zwar längst nicht. Aber er sagt: "Das Zusammenspiel klappt momentan deutlich besser. Das fängt vorne bei den Stürmern schon an. Aktuell ist sich keiner zu schade, den entscheidenden Meter für den anderen zu gehen. Das war in der Hinrunde noch etwas anders." Und wer den SVM beispielsweise gegen Theesen gesehen hat, merkte schnell: Selbst ein früher Rückstand  wirft das Team nicht aus der Bahn. In der Birne stimmt's.

Warum Wiedenhöft selbst den Weg zum SVM fand, ist schnell erzählt. Der Grund: Mesums Cheftrainer Marcel "Cello" Langenstroer. Als der 31-jährige Goalie einst beim FCE Bälle hielt, war Langenstroer dort Co-Trainer. Wiedenhöft ist ein Schlussmann, der hinten auch mal einen Risikopass spielt oder ins Dribbling geht, statt die Kirsche einfach zu pöhlen. "Das hat taktische Gründe, wenn es manchmal etwas nach Harakiri aussieht", sagt unser Tipppartner lachend.  "Und Cello lässt mich halt in Ruhe. Er hat mir das Gefühl gegeben, dass so jemand in Mesum gebraucht wird."

Kommen wir zum Tippen. Erstmals überhaupt sei er dabei, behauptet Wiedenhöft. Könnte sein. Es wurde also Zeit. Was bei der 0:1-Derbypleite im Hinspiel gefehlt hat, verrät er uns gleich. Zuvor ein Blick zurück: Borussia Emsdettens Vincent Schulte lag im gerupften Anschwitzen der Vorwoche einmal tendenziell richtig, ich zweimal. Das ist in Ordnung - bei nur drei ausgetragenen Partien.

Oberliga Westfalen, 21. Spieltag

Preußen Münster II - FCE Rheine (So., 15 Uhr)
Sollte nicht noch ein Wunder passieren, sind die Rheinenser durch und in der Aufstiegsrunde dabei. Dazu müsste Sprockhövel seine restlichen Partien quasi alle gewinnen und Schermbeck, Erndtebrück sowie Siegen müssten ebenfalls noch vorbeiziehen. Also ja: Die Rheinenser können sich als Siebter vermutlich auf ein weiteres Jahr Oberliga einstellen. Die Preußen brauchen als 14. jeden Zähler.
Heimspiel-Tipp: 2:3
Wiedenhöft: 2:1 für meine Preußen.

Westfalenliga, 23. Spieltag

1. FC Gievenbeck - SuS Neuenkirchen (So., 15 Uhr)
Das Hinspiel endete 7:4 für den FCG. Es war ein Spiel, das ich in dieser Form im Seniorenfußball noch nie erlebt habe. Vier Strafstöße, mehrere Freistoßtore, ein Platzverweis, alleine fünf Gievenbecker Tore erzielte Christian Keil. Der SuS hat aktuell große Sorgen. Fünf Niederlagen am Stück beförderten die Truppe tief in den Abstiegskampf und auf den ersten Abstiegsrang. Da manch Konkurrent zwei oder mehr Spiele als der SuS zu absolvieren hat, machen wir uns allmählich Gedanken um die Neuenkirchener.
Heimspiel-Tipp: 1:2. Wenn nicht jetzt, wann dann.
Wiedenhöft: Da ich viele Freunde in Gievenbeck habe und mein bester Kumpel [Philip Röhe, d. Red.] in Gievenbeck spielt, 2:0.

GW Nottuln - TuS Tengern (So., 15 Uhr)
Tengerns Spiel am Donnerstag gegen Delbrück fiel Corona zum Opfer. Nottuln holte nach dem Nervenkrimi gegen Kinderhaus dagegen wie geplant gegen Lünen nach und verlor nach einem grauenhaften Abend mit 3:5. GWN-Co-Trainer Dirk Nottebaum gibt sich vorm Duell mit dem Schlusslicht frohen Mutes: "Das Schöne ist, dass wir am Sonntag direkt die Gelegenheit haben, Dinge besser zu machen. Das führt dazu, dass wir nicht lange über das Spiel von Donnerstag nachdenken müssen. Also dann: Attacke!"
Heimspiel-Tipp: 2:1
Wiedenhöft: 4:1.

TuS Hiltrup - Westfalia Kinderhaus (So., 15 Uhr)
Hiltrup ist nur noch sechs Punkte von den Abstiegsrängen entfernt. Vier Punkte aus sechs Spielen in 2022, zuletzt zwei Pleiten in Serie, überhaupt erst drei eigene Treffer in diesem Kalenderjahr: Ne, beim TuS läuft's nicht. Nach dem 0:4 in Erkenschwick mokierte sich TuS-Trainer Christian Hebbeler über einen Verteidigungsstil á la Jugendmannschaft. Kinderhaus verpasste indes gegen Nottuln den ersten Sieg des Jahres und verlor am Donnerstagabend auch gegen Espelkamp mit 1:2. Coach Holger Möllers ist mit seiner Truppe auch im Abstiegskampf angekommen, zwei Zähler beträgt der Vorsprung auf die Abstiegszone. Nach der nächsten Pleite schaute Möllers aber kampfeslustig nach vorne: "Wir müssen den A*sch hochkriegen und am Sonntag den Turnaround schaffen." Wichtig wäre es.
Heimspiel-Tipp: 1:1. Beide Teams haben zu viel Angst aufgrund ihrer Situation.
Wiedenhöft: Das wird ein lässiges 2:2.

SV Mesum - Borussia Emsdetten (So., 15 Uhr)
An das 0:1 im Hinspiel erinnert sich Wiedenhöft nicht gerne. Woran hat et damals jelegen? "Das lag daran, dass wir vorne keine Tore geschossen gefehlt", berichtet er von mangelnder Durchschlagskraft und auch dem fehlenden Quäntchen Glück. Auch die damalige Phase war eine andere als aktuell. Mesums Selbstvertrauen dürfte momentan auf dem obersten Niveau liegen. Dies bestätigt Mesums Co Rainer Weikert: "Die Jungs haben eine richtig breite Brust und sind hochmotiviert. Das Derby kommt jetzt zum richtigen Zeitpunkt." Die Borussen rufen indes ihre Anhänger auf, gemeinsam mit dem Rad anzureisen. Das kann ja was geben am Sonntag.
Heimspiel-Tipp: 3:2.
Wiedenhöft: Wir schießen in der 92. Minute das 2:1. Die Zuschauer müssen ja was geboten bekommen und Spaß haben. Nur deswegen habe ich nicht 'zu Null gesagt'.

*Was passiert bei einem Unentschieden in Mesum? Wiedenhöft: "Dann müsst ihr beim nächsten Mal wieder kommen und es zählt doppelt oder nichts." Wir spüren dezenten Druck...



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Kreisliga A Münsterland

Pl. MannschaftSp. TorePkt.
1    SV Mauritz 06 30    129:28 83  
2    FC Nordwalde 30    92:27 77  
3    SG Sendenhorst 31    91:28 77  
4    Germ. Hauenhorst 30    87:30 76  
5    VfL Billerbeck 30    88:28 71  

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