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Westfalenliga 1 - Doppelpass

Hätten wir ein passenderes Bild raussuchen können? Am kommenden Spieltag treffen Nils Kisker (r.) und seine Hiltruper nämlich auf GW Nottuln. Foto: Teipel

Die Leichtigkeit ist zurück


Von Malte Greshake

(21.09.22) Das war schon verwunderlich. In den ersten vier Saisonspielen spielte der TuS Hiltrup viermal Remis, dreimal ging's sogar torlos aus. Im Anschluss folgte dann auch noch eine 1:3-Niederlage gegen Preußen Espelkamp. Zwischenzeitlich hat ja sogar unser Redakteur Fabian Renger angeboten, zum Hiltruper Training zu kommen, um zu demonstrieren, wie das mit dem Toreschießen geht. Zum Glück aller ist das aber nicht passiert. Die Hiltruper haben sich danach ganz alleine aus dem Sumpf gezogen - mit einem deutlichen 5:0-Sieg gegen Borussia Emsdetten. Wir haben mit Hiltrups Vize-Kapitän Nils Kisker die vergangenen Wochen Revue passieren lassen. 

Nils, einen solchen Saisonstart muss man auch erstmal hinbekommen, oder?
Kisker: So einen Saisonstart habe ich auch noch nie erlebt. Mit vier Unentschieden zu starten, davon auch noch dreimal 0:0 - das ist schon ein großes Kunststück (lacht).

Woran lag es, dass ihr am Anfang solche Ladehemmungen hattet?
Kisker: Wir hatten bei allen vier Spielen gute Möglichkeiten zu gewinnen und meist waren wir auch näher dran als unser Gegner. Leider haben wir es nur nicht geschafft, die Tore zu schießen. Obwohl wir in jedem Spiel genügen Chancen dafür hatten. Oftmals waren wir ein wenig unkreativ und der letzte Pass kam nicht an.

Dann gab's die Pleite gegen Espelkamp. Wie war die Stimmung danach?
Kisker: Die Stimmung nach dem Espelkamp Spiel war natürlich nicht wirklich berauschend. Aber da wir auch dort über 70 Minuten ein wirklich gutes Auswärtsspiel bei einem guten Gegner zeigen konnten, haben wir das Spiel schnell abgehakt und die positiven Dinge mitgenommen.

Was waren für euch die positiven Dinge?
Kisker: Zuallererst, dass wir mal wieder getroffen haben (lacht)! Wir haben aber generell sehr mutig in Espelkamp gespielt, hatten starke Kombinationen und gute Momente im Gegenpressing.

Und nun eben dieser Befreiungsschlag gegen Borussia Emsdetten. Wie hat das geklappt?
Kisker: Die Jungs haben sich unter der Woche in Telgte beim Pokalspiel einiges an Selbstvertrauen geholt (6:1-Sieg, Anm. der Redaktion), welches in den Wochen zuvor vielleicht hier und da fehlte. Jeder aus der Offensivabteilung hatte dort getroffen und das hat sich jetzt letzten Sonntag gezeigt. Dani (MladenovicAnm. der Redaktion) hat sofort den ersten Schuss in den Knick gehauen und kurz darauf noch einen Freistoß verwandelt. Das haben wir einfach gebraucht. Mit einer frühen Führung ist es normal, dass man mit viel mehr Leichtigkeit spielt und so sind die Tore auch gefallen. Wir waren Sonntag nicht unbedingt besser als die Wochen zuvor, sondern haben einfach endlich die Tore gemacht.

Wir haben vor unserem Gespräch natürlich auch ein wenig recherchiert: Dein Mitspieler, Luca de Angelis, sagt über dich, dass du im Spiel zuverlässig bist, jede Situation gut löst und mit deiner Aura als Vorbild vorangehst. Dein Kommentar dazu...
Kisker: Ich freue mich über Lucas Worte und versuche natürlich immer der Mannschaft zu helfen. Wer mich kennt, weiß auch, dass mir Spaß und Lockerheit innerhalb der Mannschaft sehr wichtig sind. Das versuche ich einfach immer wieder reinzubringen. 

In welchen Bereichen musst du dich denn noch verbessern?
Kisker: Seit ich in den letzten beiden Spielen auf der Sechs gespielt habe, fehlt mir noch ein wenig der Drang in die Offensive. Ich hoffe, dass ich das in den nächsten Spielen besser machen kann. Ich muss aber auch sehen, dass ich mal wieder zu 100 Prozent fit werde. In den letzten beiden Spielen war ich ordentlich angeschlagen und hoffe, dass sich das bis Sonntag wieder einigermaßen legt. Hier macht unser Physiktherapeut Patrick Timmermann einen hervorragenden Job, deswegen bin ich da aber sehr zuversichtlich.

Jetzt hast du noch Zeit, etwas über Luca loszuwerden...
Kisker: Luca hat sehr gute Anlagen. Er ist enorm schnell, hat einen starken Abschluss und ist sehr robust. Ich bin mir sicher, dass er dieses Jahr wieder einige Dinger für uns machen wird. Hoffentlich schon am Wochenende.

Da trefft ihr auf GW Nottuln. Wie holt ihr euch den zweiten Sieg in Serie?
Kisker: Nottuln hat eine super Mannschaft mit starken Spielern. Es wird natürlich eine schwere Aufgabe, aber ich hoffe, dass wir den Schwung vom letzten Spiel mitnehmen können. Letztes Jahr war Nottuln defensiv sehr stark und hat nur wenig zugelassen. Wir müssen also unsere wenigen Chancen nutzen und weiterhin - so wie die letzten Wochen - defensiv gut stehen. Besonders freue ich mich wieder gegen Semih Daglar zu spielen, mit dem ich damals in Hamm zusammengespielt habe. 

Zum Schluss eine grundsätzliche Frage: Ihr seid ja als ambitionierte Mannschaft bekannt. Was ist euer Saisonziel?
Kisker: Jeder bei uns in der Mannschaft ist ehrgeizig und will immer das Maximale herausholen. Klar ist, dass es für jeden Gegner schwer ist, uns zu schlagen. Wenn wir die Leichtigkeit und den Schwung der letzten Woche mitnehmen können, bin ich guter Dinge, dass wir richtig in Fahrt kommen können und diese Saison einen besseren Platz als letztes Jahr erreichen werden. Am Ende wird man dann sehen, wofür es reicht.



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