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Oberliga Westfalen/Westfalenliga 1 - Anschwitzen

Nico Eschhaus und der 1. FC Gievenbeck spielen am Wochenende das große Derby gegen Preußen Münsters Zwote. Foto: Teipel

"Wir wissen, dass wir aufpassen müssen"


von Fabian Renger

(07.10.22) Ist das Glas jetzt eigentlich halbleer oder halbvoll? Es geht um den 1. FC Gievenbeck. Im Derby bei Preußen Münster II am Sonntag steht er vor einem wegweisenden Spiel. Fünf Partien verloren die 49ers nicht. Allerdings spielten sie zuletzt dreimal Remis. "Das ist genau die Frage, die wir uns natürlich stellen", sagt Gievenbecks ewiger Keeper Nico Eschhaus, der gefühlt in seiner 200. Saison im Kasten steht. "Ich hab am Dienstag noch zu Flo [Trainer Florian Reckels, d. Red.] gesagt: Wenn du sagst, wir haben jetzt fünf Spiele in Folge nicht verloren, dann hört sich das natürlich überragend an für unsere Verhältnisse - wenn du aber am Wochenende gegen die Preußen verlieren solltest, heißt es, du hast vier Spiele nicht gewonnen." Touché.

Eschhaus ist aber jemand, der die Dinge beim Aufsteiger bestens einordnen kann. Er war bei Gievenbecks ersten beiden Oberliga-Ausflügen (Saison 2012/13 und 18/19) bereits mit dabei. Auffällig in beiden Spielzeiten: Gievenbeck hatte jeweils eine soziale Ader, teilte zwölf- (12/13) und elfmal (18/19) die Punkte. Das waren die meisten und zweitmeisten Unentschieden in den Saisons. Nur mit Remis alleine hältst du die Liga nicht, mahnt auch der Schnapper. Aktuell drei sind schon wieder die meisten. Ein böses Omen?

Für solche Schlussfolgerungen ist es zu diesem Zeitpunkt freilich noch viel zu früh. Platz acht, zwölf Zähler - keine verkehrten Werte, aber Eschhaus sagt: "Wir wissen, dass wir aufpassen müssen, dass es schnell auch wieder in die andere Richtung gehen kann." Er wolle den Teufel nicht an die Wand malen, aber ein Gespür dafür entwickeln, denn: Gegen Siegen und Schermbeck holten die Gievenbecker jeweils nur einen Punkt. Das war der Tabellenletzte und -vorletzte. Hmm. Da kannst du auch gewinnen.

Breiterer Kader als bei den ersten Oberliga-Ausflügen

Andererseits fehlte zuletzt gefühlt eine gesamte Startelf. Leute wie Manuel Beyer, Asmar Paenda, Milli Brüwer, Daniel Geisler, Frederik Schulte, Johan Scherr, Philip Röhe, Jannis Fraundörfer - die Liste an Ausfällen war und ist lang wie prominent. Und hier noch längst nicht vollzählig. Trotz der Ausfälle zu punkten, stimme ihn sehr positiv, sagt Eschhaus, der einen Vergleich zu den ersten beiden Oberliga-Spielzeiten zieht: "Ich glaube, dass wir einen breiteren Kader haben als damals." Zweite Verbesserung: Der Laden wird in diesem Jahr extrem dicht gehalten. Viermal hielt Gievenbeck jetzt bereits die Null - in acht Ligaspielen ein Topwert. 

Übrigens auch für Eschhaus selbst. "Seitdem ich bei Gievenbeck bin, gab's immer die Aussage von Sven Martin [Ex-Torwarttrainer, d. Red.]: Es ist eine gute Saison als Torwart, wenn du weniger Gegentore als absolvierte Spiele hast." So gesehen läuft's mehr als optimal. Momentan steht Eschhaus bei sieben Gegentoren. 33 Gegentore aus 34 Spielen wären wohl Weltklasse - aber: Die ganz dicken Brocken kommen noch. Als nächstes die Preußen. Bald geht's nach Gütersloh. Und jetzt erstmals ans Anschwitzen. Übrigens für Eschhaus - abgesehen von einem Mal in der Bezirksliga 12 im Jahr 2014 - tatsächlich wohl eine Premiere.

Das Anschwitzen gegen Vredens Luis Frieling gewann ich in der vorigen Wochen souverän mit 4:2. Strike!

Anschwitzen, 9. Spieltag

Oberliga Westfalen

Preußen II - FC Gievenbeck (So., 15 Uhr)
Dass es so gut läuft in der Defensive hat natürlich auch mit Eschhaus zutun. Der 30-Jährige steht logischerweise wieder öfter in der Schussbahn als in der Westfalenliga. "Da kann ich ich mehr zeigen, was man auf dem Kasten hat. Das ist mir gut gelungen", ist ihm der Fulltime-Job sonntags zwar lieb, lobt aber lieber die Leute vor ihm. Ein Niklas Beil  und  Tim Egbers in der Kette, ein Justus Kurk und "Rüsi" (Sven Rüschenschmidt-Sickmann) auf der Sechs. Mitunter springt ganz hinten der lange Verletzte Nils Heubrock aktuell ein. "Das ist schon beeindruckend, was die Jungs im Defensivverbund da leisten, egal, wer da ist", sagt Eschhaus. "Die machen einen super Job!"  Sich jetzt mit den Preußen messen, die - wie überall wenig überraschenderweise zu lesen ist - natürlich nicht aufsteigen dürfen, sei eine geile Herausforderung. Gleichzeitig ein dickes Brett.
Heimspiel-Tipp: 1:1
Eschhaus:  Ist schon beeindruckend, was Kieran und seine Jungs da machen. Es läuft aber bei uns so weiter wie bisher und ausnahmsweise schießen wir vorne ein Tor. 0:1

SF Siegen - SF Lotte (So., 15 Uhr)
Die Stimmung beim Schlusslicht in Siegen ist gerade am Boden. Hier mal eine Auswahl an Facebook-Kommentaren auf Öffnet externen Link in neuem Fensterder SFS-Seite nach der Niederlage gegen den FCE: "Spitzenreiter von hinten.!!!" "Weiß die Mannschaft das wir endlich Letzter sind?" "Sie können es einfach nicht besser . Nicht mal Landesliga tauglich !" Rechtschreib/Grammtikfehler haben wir mal übernommen. Ach ja: Irgendeiner bezeichnete die Spieler des FCE als "Rumpelfußballer", ein anderer sagte, dass die SFS offensiv nichtmal Landesliga-Niveau hätten - und wieder ein anderer schrieb was von einem "schlußpfief". Spätestens da habe ich meinen Laptop zertrümmert.
Heimspiel-Tipp: 1:2
Eschhaus: 0:1

SpVgg Vreden - TuS Ennepetal (So., 15 Uhr)
Geil! Geil! Geil! Am kommenden Dienstag findet in Ennepetal der „Pokémon-Tag“ statt. 8- bis 12-Jährige können dann unter fachlicher Anleitung bekannte Pokémon zeichnen, Öffnet externen Link in neuem Fensterwie wir im Internet lesen können. Könnte Spaß machen. Vielleicht sollte Ennepetals Trainer Dragan Petkovic seine Jungs vorab zu solche einem Kurs zwecks Stimmungsaufhellung schicken. Denn der TuS verlor vorige Woche gegen Erndtebrück erstmals auch zuhause. Sieben seiner acht Zähler gab's daheim. Und wenn's da auch nicht mehr klappt, dann gibt's ein Problem. Die Situation stimme ihn nachdenklich, sagte Petkovic dann auch prompt den Öffnet externen Link in neuem FensterKollegen der Westfalenpost. "Wir haben viele wichtige Partien vor der Brust und wenn man zu viele Sechs-Punkte-Spiele verliert, steht man schnell ganz unten." Der Knoten müsse fix platzen.
Heimspiel-Tipp: Vreden holte sich beim 6:0 in Rödder im Kreispokal das nötige Selbstvertrauen (sechs verschiedene Leute trafen!) und sechs der acht Punkte zuhause. Also alles andere als ein Sieg kommt nicht in die Tüte. 3:0
Eschhaus: 2:1

ASC Dortmund - FCE Rheine (So., 15 Uhr)
0:1, 0:0, 0:1 - so lauteten die drei Ergebnisse der Dortmunder aus den vergangenen drei Ligaspielen. So gesehen ist die Eintracht mit ihren zwei Treffern aus dem selben Zeitraum ja fast schon furchteinflößend gefährlich. So oder so: Der ASC, individuell bockstark besetzt, ist mit einer Tordifferenz von 9:10 tatsächlich rein statistisch eher einer der Langeweiler der Liga. Gespielt wird übrigens im Urlaubsguru-Waldstadion. Grauenhafter Name. 
Heimspiel-Tipp: 3:1
Eschhaus: Der ASC hat schon Qualität, aber hatten gegen uns nicht so die Durchschlagskraft nach vorne. 1:2

Westfalenliga 1

GW Nottuln - Preußen Espelkamp (So., 15 Uhr)
Wenn man so will, hat Dickens Toka eine bisher 100%ige-Trefferquote gegen Preußen Espelkamp. Im ersten Duell beider Teams in der vorigen Saison erzielte er beim 1:3 Nottulns Ehrentreffer, im Rückspiel (2:3 aus Nottulner Sicht) traf Toka ins eigene Netz. Espelkamp ist aktuell aber außer Form. Drei Spiele, nur ein Punkt. Zuletzt langte gegen Borussia Emsdetten nichtmal eine 70-minütige Überzahl. Gegen die Dettener und auch beim 2:2 gegen Hamm in der Woche zuvor reichten zwischenzeitliche Führungen nicht zum Sieg. Was ist da los?!
Heimspiel-Tipp: 3:2. Toka trifft - in welches Tor auch immer. Und natürlich trifft auch Peter Stüve wieder mindestens einmal. Altes Nottulner Gesetz.
Eschhaus: Schmucker 2:0-Sieg und weiße Weste für Marc Wenning-Künne, der letztes Jahr bei uns zweiter Mann war.

SV Mesum - Lüner SV (So., 15 Uhr)
Fünfter gegen Dritter. Da kann man schonmal von einem Topspiel sprechen, oder? Auf jeden Fall sollte sich der SVM am Riemen reißen. Do you remember the fifteenth of may? Öffnet externen Link in neuem FensterDa spielte Mesum in Lünen und lag bereits nach fünf Minuten mit 0:2 hinten. Am Ende verlor er nach einer der wohl schlechtesten Leistungen der Saison 2021/22 mit 0:4. Zeit für 'ne Wiedergutmachung. Es ist übrigens Mesum drittes Heimspiel in Serie. Was an sich gar nicht gut ist. Der SVM ist aktuell keine Macht vom Hassenbrock (nur vier Punkte aus vier Spielen), zeigte sich auswärts bislang deutlich erfolgreicher (neun Zähler aus drei Partien).
Heimspiel-Tipp: 1:0. Mesum ist wieder eine Heimmacht.
Eschhaus: 2:1

Hammer SpVg - Borussia Emsdetten (So., 15 Uhr)
Wollen wir mal schwer hoffen, dass die Borussen mit dem Bus anreisen. Allen Anhängern kann ich das auch raten. Ich bin nämlich mal irgendwann in Hamm am Bahnhof gestrandet. Es war schon dunkel. Und es war nicht schön. Es gibt übrigens ein Sprichwort namens "In Hamm steigt man um, aber nicht aus."  Dem kann ich zustimmen.
Heimspiel-Tipp: Hamm schlug Mesum in der letzten Minute. Dank nicht so hammermäßiger Fairness. Aber die Borussen schlugen zeitgleich Espelkamp. Ergibt: 1:1.
Eschhaus: 2:1

Westfalia Kinderhaus - SC Peckeloh (So., 15 Uhr)
1. Der SCP ist auch nur von dieser Erde, er hat vorige Woche mal wieder ein Ligaspiel verloren. 2. Kinderhaus-Co-Trainer Omid Asadollahi Öffnet externen Link in neuem Fensterhospitierte bei Olympique Lyon unter Peter Bosz. 3. Peter Bosz gewann übrigens mit Hansa Rostock unter Trainer Ewald Lienen 1998 den DFB-Hallenpokal. 4. Hansa Rostock spielte in der Saison den laut Kicker-Umfrage "schönsten Fußball" aller 1.-Ligisten. Man wird alt.
Heimspiel-Tipp: So viele Tore wie in Kinderhauser Spielen fielen (13), so oft hat Peckeloh in das gegnerische Tor getroffen. Kinderhaus hält gut mit, verliert aber knapp. 1:2.
Eschhaus: 1:1

SpVgg Erkenschwick - TuS Hiltrup (So., 15.15 Uhr)
Hier können wir es kurz machen. Erkenschwick gewann sämtliche sieben Ligaspiele, warf die großen Preußen - in einem denkwürdigen Spiel - aus dem Westfalenpokal. Alleine Stefan Oerterer traf in sieben von acht Spielen - seine gesamte Torausbeute beträgt elf Tore. Hiltrup hat nur 13-mal getroffen. Jau. Viel Spaß, Marcel Stöppel! Da denk' dir mal einen hübschen Plan aus...
Heimspiel-Tipp: 3:0. Ich würde es Hiltrup gönnen, aber mir fehlt komplett die Fantasie, wie man da gewinnen möchte...
Eschhaus: 2:0. Ich bin heilfroh, dass wir es letztes Jahr geschafft haben, dieses Jahr wäre es sehr eng geworden bei der Konkurrenz.



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Kreisliga A Münsterland

Pl. MannschaftSp. TorePkt.
1    Cher. Laggenbeck 16    58:20 44  
2    Legden 17    43:10 43  
3    TuS Laer 16    55:14 42  
4    Kinderhaus II 16    54:11 40  
5    SV Bösensell 16    43:23 40  

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