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Westfalenliga 1

Luis Haverland (l.) und seiner Kinderhauser behielten im Derby die Oberhand. Für Lars Finkelmann und den TuS Hiltrup war nicht mehr drin. Foto: Greshake

Möllers' Sorgen waren unbegründet


von Malte Greshake

(21.04.24) Ein bisschen ging Holger Möllers, Coach von Westfalia Kinderhaus, in der Nachspielzeit doch noch die Düse. Der TuS Hiltrup hatte so eben im Derby gegen seine Mannschaft den 1:2-Anschlusstreffer erzielt. "Ein wenig hatte ich schon die Befürchtung, dass wir uns wie im Hinspiel noch den Ausgleich fangen", berichtete Möllers. Mit 1:1-Unentschieden hatten sich beide Teams Mitte Oktober des vergangenen Jahres getrennt. Durch einen späten Treffer Hiltruper. Doch an diesem Sonntag ließen die Kinderhauser nichts mehr zu. Die Westfalia siegte 2:1 (1:0). 

Nach einem chancenarmen zweiten Durchgang hatte Maximilian Meier zu Beginn der Schlussphase die vermeintliche Vorentscheidung erzielt. Nach einem Ballgewinn im Mittelfeld tauchten die Kinderhauser in Überzahl vor dem Hiltruper Kasten auf. Den Schuss von Felix Ritter lenkten die Gäste gerade noch so an den Pfosten. Beim Nachschuss von Meier bekamen die Hiltruper aber kein Körperteil mehr dazwischen (80.). Alles deutete also auf den 16. Saisonsieg die Kinderhauser hin.

Titz bereit erst vor und fliegt dann vom Platz

So einfach wollten die Hiltruper den Stadtrivalen aber nicht davonkommen lassen. Die Nachspielzeit hatte gerade begonnen, da tankte sich Sasha Titz auf der Außenbahn durch. Sein Pass landete daraufhin bei Jasper Dreinemann, der im Sechzehner nur noch den Fuß hinhalten musste (90.+1). Nur sollte es eben der letzte Treffer der Partie sein. Stattdessen bekamen die rund 450 Zuschauer in der Kinderhaus nur noch einen Platzverweis zu sehen. Der bereits verwarnte Titz sah nach einem Foul an Westfalia-Keeper Steffen Scharbaum die Gelb-Rote Karte (90.+6).

"Nach der Halbzeit waren wir klar die bessere Mannschaft und haben bis zum Anschlusstreffer nichts zugelassen", meinte Möllers somit. "Aus diesem Grund haben wir auch nicht ganz unverdient den Derbysieg eingefahren." Gleichwohl Möllers betonte, dass sein Team im ersten Durchgang durchaus Probleme gehabt hatte, in die Partie zu finden. "Hiltruper hat auf unsere Fehler gewartet, die wir auch gemacht haben", erläuterte er. "Die Halbzeitführung war so schon glücklich. Nach der Pause haben wir dann die riskanten Pässe vermieden. Das hat besser funktioniert."

Herbrings folgenreicher Fehler

Vor allem im Zentrum hatten sich die Kinderhauser ab Minute eins an immer wieder haarsträubende Ballverluste erlaubt. Nur: Die personell gebeutelten Hiltruper, die kurzfristig auch noch auf den verletzten Nils Kisker verzichten mussten, spielten ihre Konter nicht zielstrebig genug aus. Fabian Lichte ließ so bei gleich zwei guten Gelegenheiten die Führung liegen. Bei einer vielversprechenden Überzahlaktion verpasste Justin Mittmann zudem den Pass im richtig Moment. 

Stattdessen schlug der Tabellenzweite schließlich zu. Eigentlich sah es so aus, als wenn TuS-Keeper Niklas Herbring den Ball nach einem Tiefenball der Kinderhauser sicher aufnehmen würde. Doch der Ball rutschte ihm aus den Pranken - Fabian Witt stand goldrichtig und drückte die Murmel über die Linie (42.). "Ich mache Niklas keinen Vorwurf", sagte Hiltrups Coach Marcel Stöppel hinterher. "Er hat sich zuletzt immer in den Dienst der Mannschaft gestellt und gute Leistungen gezeigt. Die Szene war einfach unglücklich und kann passieren."

Und zuvor hätten seine Vorderleute eben eigentlich schon zur Führung treffen müssen. "Heute hat nicht die engagiertere Mannschaft gewonnen", resümierte Stöppel. "Die Struktur, Bereitschaft und das Engagement passte bei uns. Wir haben nur unsere Überzahlsituationen nicht gut ausgespielt. Aufgrund der ersten Halbzeit hätten wir einen Punkt verdient gehabt. Aber jetzt müssen wir damit leben." 

Westfalia Kinderhaus - TuS Hiltrup     2:1 (1:0)
1:0 Fabian Witt (42.), 2:1 Meier (84.),
2:1 Dreinemann (90.+1)
Gelb-Rot für Hiltrups Titz (90.+6/wiederholtes Foulspiel)



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