Westfalenliga 1
Doppelter Zuwachs für GWN
Von Fabian Renger
(14.05.25) Die Chemie passt. Es passt auch menschlich. Und so weiter und so fort. Diesen Satz liest man ja ständig. Wohlbekanntes Vokabular bei der Vorstellung von Neuzugängen. Im Fall von Darius Schwering und Kevin Ikeakhe scheint das aber wirklich zu stimmen. Ikeakhe wird in der kommenden Saison Co-Trainer von Schwering bei GW Nottuln. Er komplettiert damit das Trainerteam, zu dem auch Phillip Roberg als zweiter Co gehören wird. Doch damit nicht genug: Mit Julian Jaworek hat GWN auch die Torwart-Fahndung abgeschlossen. Der 23-jährige Schnapper kommt im Sommer vom Landesligisten RW Deuten.
Starten wir mit der Trainerpersonalie durch. "Unser erstes Gespräch hat vier, fünf Stunden gedauert. Es war sehr intensiv und sehr kurzweilig. Wir haben realtiv schnell gemerkt, dass wir auf einer Wellenlänge sind", berichtet Schwering. Respektable Zeit auf jeden Fall. Nottulns Sportchef Dirk Nottebaum freut sich auf seinen neuen Trainer und bezeichnet Ikeakhe als "unglaublich nahbaren, freundlichen Menschen".
Zudem hat Ikeakhe schon einiges gesehen im Fußball. Als Spieler ist er einer von denen, die schonmal höher gespielt haben, etwa in der Jugend beim BVB und bei Arminia Bielefeld. Sechs Spiele in der Westfalenliga für den SC Peckeloh sind als Senior in der Statistik verzeichnet. Als Trainer gehörte er bis März zum Trainerteam des Nottulner Ligakonkurrenten aus Peckeloh, zuvor war er im NLZ des VfL Osnabrück unterwegs. Noch wohnt er in Osnabrück, zieht bald nach Ibbenbüren. Durchaus eine Strecke in die Baumberge, aber aufgrund seiner Tätigkeit im Außendienst machbar.
Schwering ist der jüngste des Trainerteams
"Wir wollten unser Trainerteam erweitern, um individueller und gruppentaktisch intensiver arbeiten zu können", sagt Nottebaum. "Er [Ikeakhe] hat gerade in Osnabrück und auch in Peckeloh mit jungen Leuten gearbeitet, er kennt die Westfalenliga gut und hat Fußball auf einem hohen Niveau kennengelernt." Vor allem die Arbeit mit Talenten sei eines der wichtigsten Kriterien pro Ikeakhe gewesen, schließlich wird GWN in der neuen Saison eine maximal junge Kombo beisammen haben. Der älteste Spieler des Kaders wird nicht viel älter als 27 Jahre alt sein. Schwering ergänzt: "Ein sehr sachlicher Typ, der fachlich super was drauf hat. Wir wollen einen größeren Fokus auf Individualität im Training legen, da wird er uns extrem weiterhelfen. Auch die Zusammenarbeit in der Kaderplanung war schon äußerst produktiv." Schwering selbst ist übrigens das Küken des Trainerteams: Der künftige Chefcoach ist 29, Ikeakhe 31 und Roberg 37 Jahre jung.
Genug zum Trainer. Schnell zum Keeper.
Jaworek ist erst 23 Jahre jung. Bereits im Winter geriet er ins Blickfeld von GWN. Damals passt es aber hinten und vorne nicht. Schließlich wohnt(e) der Keeper in Essen. Das ändert sich. Er schraubt bald am Master im Münster. Also wurde der seinerzeit erkaltete Draht wieder heiß gemacht. "Er hat mir im Winter bereits extem imponiert. Er hat ein super Aufbauspiel, er spielt mit und sichert die Abwehrkette richtig gut. Er passt extrem gut zu unserem Spielstil und wir bekommen einen top Typen", schwärmt Schwering.
Jaworek ist "jung, aber schon erfahren"
Auch Nottebaum ist erfreut. "Er passt genau in unser Beuteschema. Mit seinen 23 Jahren wirkt er noch recht jung, ist aber schon erfahren." Keine Plattitüde, sondern der Wahrheit entsprechend. In Deuten ist er im zweiten Jahr Stammtorwart, vorher war er Westfalenliga-Keeper in Sinsen und davor beim TuS Haltern unterwegs. In der Jugend verbrachte er einige Jahre eim VfL Bochum.
Damit steht das Torwartteam der neuen Saison. Es wird ein Trio geben. Neben Jaworek gehört Alessandro Sidoti weiterhin dazu. Obendrein wird Levi Eigen aus der A-Liga-U23 befördert. Bedarf entstand zwischen den Pfosten, da es Christoph Hunnewinkel nach Roxel verschlägt.
Weitere Themen







































