Westfalenliga 1
Einer, der sich durchbeißen kann
Von Fabian Renger
(31.01.25) GW Nottuln stand in den vergangenen Tagen ja häufiger im Rampenlicht. Eher ungewollt. Gefühlt täglich trudelten Nachrichten von Abgängen ein. Wir verwendeten den Begriff einer kleinen Massenflucht. "Der Eindruck entsteht vielleicht, aber es ist mitnichten so. Danke, dass man sich Sorgen macht, aber das braucht keiner", entgegnet GWN-Sportleiter Dirk Nottebaum. Er hat am Freitag gute Nachrichten im Gepäck. Lukas Cofalik verstärkt Nottuln bereits zur Rückrunde.
Froh und glücklich sei er über die Zusage, sagt Nottebaum, der von einem guten Jungen spricht. Seinem Trainer Darius Schwering geht's da ganz ähnlich. "Wir sehen in Lukas sehr viel Potenzial. Er ist ein Eins-gegen-Eins-Spieler, technisch sehr versiert, kommt in engen Räumen gut klar, kann sich in Situationen gut durchbeißen und macht auf mich einen klaren Eindruck", sagt der Coach. "Er passt gut rein in unsere Spielphilosophie."
Offensiv variabel einsetzbar - westfalenligaerprobt
Cofalik ist 21 Jahre alt. Das ist natürlich noch kein Alter, trotzdem hat er
schon 48 Westfalenliga-Spiele auf dem Buckel. Zuletzt war er für Nottulns Ligakonkurrenten SG Bockum-Hövel im Einsatz, dort wurde er im Herbst suspendiert. Kalter Kaffee, den wir und den auch Schwering nicht aufwärmen möchte. Zuvor war Cofalik in Hiltrup und Peckeloh unterwegs, in der Jugend zockte er für die Warendorfer SU. Wo er auf dem Platz spielen wird? Schwering grübelt: "Er kann alle Offensivpositionen bekleiden." 10er-Raum, Außenbahn, vielleicht Teil einer Doppelspitze: Man wird sehen.
Was gibt's ansonsten Neues aus den Baumbergen? Bleiben wir noch kurz beim Personal. "Es werden in Kürze weitere Verpflichtungen kommen. Es darf jeder gespannt sein", teasert Nottebaum, ohne Namen zu verraten. Verstärkungen wären nötig, sind auch nötig, mit Felix Hesker, Dickens Toka, Georg Schrader, Dimitri Koutinas, Marvin Möllers und Jens Böckmann gehen Leistungsträger. Aber auch Schwering bekräftigt: "Wir haben alles im Griff! Es wird so sein, dass wir die Abgänge kompensieren können. Wir machen uns keine Sorgen, dass wir in der nächsten Saison nicht konkurrenzfähig sind." Bisher steht zumindest fest, dass Max Meßing aus Stadtlohn im Sommer rüber wechselt.
Schwering hat ein ganz gutes Gefühl
Aber genug des Personals. Reden wir nochmal schnell übers Sportliche. GWN schwebt als Zwölfter in Abstiegsnot. "Das Gefühl ist ganz gut", sagt Schwering nach den ersten drei Testspielen. Ein Sieg, ein Remis, eine Niederlage - es war bisher alles dabei. Die Pleite, ein 0:2 gegen den Landesligisten aus Deuten, gab es am vergangenen Samstag. In Teilen war's okay, es kamen aber wohl nicht alle ans Leistungslimit. Passiert halt mal in der Vorbereitung.
Am Samstag wird noch gegen Gemen, in der Woche drauf gegen Obersprockhövel getestet. Am 16. Februar geht's in der Liga nach Espelkamp. Ein Zähler Vorsprung hat Nottuln auf die Abstiegszone. Also quasi nichts. Schwering stellt aber klar, dass es vor allem um mentale Frische geht: "Entscheidend ist es, dass wir vom Kopf her mit der Hinrunde abschließen, wir uns jede Woche neu auf uns fokussieren und nicht auf den Kram, der im letzten halben Jahr passiert ist." Vielleicht eine kluge Herangehensweise...








































