Westfalenliga 1
"Klar in der Birne": Mesum holt den nächsten Schnapper
Von Fabian Renger
(02.01.25) Über das Torwart-Dilemma des SV Mesum haben wir bereits ausreichend berichtet. In der Hinrunde gaben sich die Keeper in der Aufstellung quasi die Klinke in die Hand. Für die neue Spielzeit haben die Mesumer Verantwortlichen nun vorgesorgt. Denn neben Hannes Schäperklaus (SV Burgsteinfurt/wir berichteten) kommt auch Tom Siemon neu in den Hassenbrock.
Der SVM war zum Handeln gezwungen. Mesums aktueller Schnapper Luca Kersting verabschiedet sich im Sommer nach zwei Jahren, er geht zurück zu seinem Heimatverein nach Elte in die B-Liga. "Das ist komplett nachvollziehbar. Es ist eine Entscheidung für weniger Aufwand und seine Kollegen, alles gut", sagt Pascal Wilmes, Mesums Cheftrainer, dazu. Er macht allerdings kein Geheimnis daraus: Gewünscht hatte man sich beim SVM eigentlich eine andere Konstellation. Kersting hätte gerne bleiben dürfen/sollen/können. Aber nun ist das halt nicht so. Ein dickes Fragezeichen steht derweil noch hinter der Zukunft vom zweiten Tormann Phil Fockers. Aus studienbedingten Gründen ist er wohl - Stand jetzt - maximal als Stand-By-Kraft einzuplanen.
Siemon kommt aus Osnabrück
Somit musste sich Wilmes auf die Suche nach einem weiteren Torhüter machen. Schäperklaus kann sich ja eventuell verletzen oder den Geburtstag seiner Großeltern feiern, in der Zweiten stünden einige Torsteher parat, aber sicher ist sicher. So geriet Siemon ins Blickfeld.
Der junge Mann ist 18 Jahre alt und gehört zum Kader der U19 des VfL Osnabrück. Bei den Lila-Weißen ist er seit 2022 unterwegs. "Viel besser kannst du für unsere Verhältnisse nicht ausgebildet sein", findet Wilmes. Gebürtig stammt Siemon aus Ibbenbüren, Heimatverein ist Cheruskia Laggenbeck, auch für die ISV hechtete er bereits Bällen hinterher. Während Schäperklaus mit seinen 28 Jahren den Part des eher erfahrenen Keeper mimt, übernimmt Siemon die Rolle des Talents. Passt also.
Was Wilmes besonders imponierte, war Siemons Charakter: "Schon beim ersten Telefonat habe ich gemerkt: Er war wirklich sehr klar in der Birne und hat sehr klare Vorstellungen von dem, was als nächstes kommen soll."
Das liest sich auch im
Mesumer Pressetext so raus. Da kommt Siemon auch zu Wort. „Ich studiere seit Oktober in diesem Jahr Kommunikationswissenschaft in Münster. Für mich war dabei auch wichtig, dass ich Fußball und Uni miteinander verbinden kann. Ich habe dieses Jahr in Ibbenbüren mein Abitur gemacht. Ich habe mich bewusst für Mesum entschieden, weil der Plan, der mir von Paschi und Steffen [Schmidt, sportlicher Leiter, d. Red.] aufgezeigt wurde, meiner Meinung nach ein sehr sinnvoller Schritt für mich und meine Entwicklung sein kann", wird der Keeper dort zitiert. "Die Gespräche haben mich total abgeholt und das ganze Drumherum passt wirklich super, weswegen ich mich sehr auf die Aufgabe freue. Ich habe mich auch bewusst gegen einen Verein aus einer höheren Liga entschieden, weil das Vertrauen, dass mir in den Gesprächen entgegengebracht wurde und die sportlichen Vision genau das sind, was ich gesucht habe und ich sofort das Gefühl von einer angenehmen Atmosphäre vermittelt bekommen habe.“






































