Westfalenliga 1
Alles andere als ein Fantasierer
Von Fabian Renger
(02.01.25) Der TuS Hiltrup stellte bislang zwei Neuzugänge für die kommende Saison vor. Jetzt beschreitet der Westfalenliga-Tabellenführer neue Wege. Josha Häusler kommt nämlich bereits im Winter von Preußen Münsters U23. Mindestens für ein halbes Jahr, vielleicht auch für längere Zeit: Häusler wird quasi ausgeliehen. "Man kann es Leihe nennen, man kann es Verpflichtung mit Rückholoption nennen", präzisiert TuS-Trainer Marcel Stöppel den Inhalt der
dazugehörigen Pressemitteilung.
Darin heißt es nämlich: "In Absprache zwischen den drei Beteiligten haben wir uns zunächst darauf geeinigt, dass Josha die Rückrunde bei uns spielt und wir später gemeinsam schauen, wie es bestmöglich ab Sommer weitergeht." Dabei gebe es laut Stöppel nach dem Saisonende eigentlich nur zwei Optionen: Eine Rückkehr zu den Preußen oder eben ein Verbleib beim TuS. In jedem Fall könnte es bestenfalls eine Win-win-Situation für alle Seiten werden.
Bei den Preußen oft nur zweite Wahl
Erstmal ist
da Häusler. Der war in Preußens U19 Kapitän. Die U23 spielt aber Herren-Oberliga und da weht nochmal ein anderer, ruppiger, rauer Wind. Bislang sprangen nur vier Kurzeinsätze und 37 Minuten raus. Die Konkurrenz auf seiner Position im zentralen Mittelfeld (Sechs, Acht) war groß, U23-Coach Kieran Schulze-Marmeling experimentierte, testete Häusler auch mal als Linksverteidiger aus. Der Junge sollte spielen, der Junge muss spielen. Gerade in seinem Alter, er ist 19, ist Spielzeit fraglos elementar.
Die Spielzeit könnte er in Hiltrup kriegen. Generell und speziell auch auf Häuslers Positionen herrscht Bedarf. Alex Gockel steht bei vier gelben Karten, Jonas Weißen bei drei. Eine Gelb-Sperre ist also in Sichtweite. Jonas Westmeyer ist ebenfalls Zentrumsspieler und fällt verletzt aus. Moritz Pauli ist auch keine Option, Nils Kisker ist auch nicht immer einsatzbereit gewesen. Da kommt so ein Neuzugang auf Zeit gerade recht.
Auszeichnung beim Ausber-Cup
"Linksfuß, gut im Aufbau, sicherlich auch spielerisch ein guter Zocker", lobt Stöppel. Das sah man beispielweise
zuletzt beim Ausber-Cup, wo Häusler als "Bester junger Spieler" ausgezeichnet wurde. Was Stöppel aber am meisten hervorhebt, ist etwas anderes: "Er ist total reflektiert! Ein sehr intelligenter, junger, smarter Typ, der auch zu uns passt. Das letzte, was wir in der Kabine brauchen, sind irgendwelche Fantasierer. Auf die haben wir in Hiltrup keine Lust."
Ein Fantasierer dürfte Häusler nicht sein. Wenn du mal Kapitän der hoch spielenden U19 eines Proficlubs warst, könntest du Flausen im Kopf haben und dir denken: Möglichst hochklassig zocken. Höher, schneller weiter. Dieses Art Leihgeschäft spricht eher vom Gegenteil. Er kann Spielzeit sammeln und sich optimalerweise für die Preußen wieder in den Fokus spielen. Was auch dem Ausbildungsclub letztlich zugute kommt. "Ein dickes Dankeschön an dieser Stelle. Die gemeinsame Vorgehensweise war super und unkompliziert", so Stöppel.
Der Kader gedeiht
Er selbst kann inzwischen auf 15 feste Zusagen bauen. Am Donnerstag veröffentlichte der Club die nächsten drei Verlängerungen. Keeper Romain Böcker bleibt natürlich, auch Youngster Mats Feckler und Lukas Berger sagten für 2025/26 zu. Nicht mehr zum Kader gehört hingegen ab sofort Fabian Lichte. Er
versucht sein Glück neuerdings bei der SG Bockum-Hövel.






































