Westfalenliga 1
Hiltrup liegt den Mesumern einfach nicht
von Fabian Renger
(06.04.25) Es bleibt dabei: Der SV Mesum kann den TuS Hiltrup einfach nicht besiegen. Auch im 15. Anlauf seit 2010 gewannen die Mesumer das direkte Duell nicht. Daheim unterlagen sie nun mit 1:3 (0:3). Ihr Coach Pascal Wilmes nahm nachher Wörter in den Mund, die man in Hiltrup nicht gerne hören dürfte.
"Das war ein verdienter Sieg. Hiltrup hat schon sehr Spitzenreiter-like gespielt", räumte Wilmes ein. Spitzenreiter ist Hiltrup seit geraumer Zeit bereits. Doch von der Tabelle, das wissen wir ja neuerdings, wollen sie dort ja erstmal gar nichts mehr wissen. TuS-Coach Marcel Stöppel drückte das Lob für sein Team daher anders, aber ähnlich aus: "Die erste Halbzeit war schon spitze. Wir haben richtig gut gespielt. Seit der letzten Woche Sonntag funktionieren wir auch als Kollektiv wieder, wir laufen wieder besser an." Ein paar Anpassungen habe man in manchen Bereichen vorgenommen und auf die kleine Leistungsdelle nach dem Winter reagiert. Offensichtlich hat's gefruchtet.
Hiltrup ist da, als es da sein musste
Der TuS agierte sehr fehlerfrei und hinten wieder ziemlich stabil. Und vorne waren die Gäste einfach da, wenn sie da sein mussten. Beim 0:1 etwa kam der Ball von rechts vorher und flog an Freund und Feind vorbei rüber auf die linke Seite. Finn Lenze stand dort und zimmerte die Kugel mit sehr viel Dampf ins linke, kurze obere Eck (17.). Unhaltbar für Mesums Schlussmann Luca Kersting. Stöppel war maximal beglückt, es war Lenzes erstes Tor in der Westfalenliga. "Das freut mich für den Jungen! Ab Tag eins an hat man gesehen, was er drauf hat, er hört gut zu und bringt richtig was mit - charakterlich und fußballerisch. Das ist so ein typischer TuS-Hiltrup-Spieler." Lenze war lange Zeit verletzungsbedingt außer Gefecht und kommt allmählich von Woche zu Woche besser rein.
So'n typisches TuS-Hiltrup-Tor war vielleicht das 0:2. Mesum hatte einen Einwurf in der eigenen Hälfte, Hiltrup presste gut drauf, Stan Schubert kriegte die Kugel, brach links durch und legte quer zu Peter Effing. Der vollstreckte eiskalt (39.). Da sein, wenn man da sein muss eben. Das galt auch fürs dritte Tor, als Nils Kisker die Pille nach einem Eckstoß relativ artistisch im Netz parkte (45.).
Mesum kommt nochmal ran
"Das war eine Vorentscheidung, ja, aber keine Entscheidung", verwies Stöppel auf Mesums geballte Offensivpower. Mit (jetzt) 49 Treffern stellt der SVM die beste Angriffsreihe der Liga. Sicher kannst du dir da nie sein. In der zweiten Hälfte kamen die Gastgeber auch schnell wieder dran. Chris Strotmann bereitete vor, Christian Biermann traf - 1:3 (58.). Aber so wirklich große Hoffnung auf die große Aufholjagd hatte Wilmes trotzdem nicht. "Da hat man schon irgendwie gemerkt, dass Hiltrup weiter stabil bleibt. Uns fällt auch zu wenig ein, wir spielen zu viel hoch und zu viel weit..." Großartige Torchancen gab's nicht. Abgesehen von einem Lattenkreuz-Treffer von Julin Muthulingam in der Schluspshase. Ob ein 2:3 da nochmal für Feuer gesorgt hätte? Wir wissen's nicht.
Abschließend noch zwei Dinge. Das Kuriosum: Die Partie begann erst um 15.30 Uhr statt um 15 Uhr. Das Schiri-Gespann um Referee Dustin Höse hatte eine Autopanne. Und die zweite Sache: Stöppel könnte man als Mesumer Verantwortlicher vielleicht eine Mitgliedschaft gewähren. Denn er holte noch zur Lobeshmyne auf den SVM aus: "Mesum ist einer der sympathischten Vereine der Liga! Da sind alles nette Leute drumherum, das gilt auch für die Mannschaft, wir haben auf einem super Rasenplatz gespielt. Da fährt man einfach gerne hin." Na gut: Wenn du seit 15 Jahren gegen einen Verein auch ungeschlagen bist...
SV Mesum - TuS Hiltrup 1:3 (0:3)
0:1 Lenze (17.), 0:2 Effing (39.)
0:3 Kisker (45.), 1:3 Biermann (58.)








































