Westfalenliga 1
Nottuln macht das Spiel, Hiltrup schießt die Tore
von Fabian Renger
(13.04.25) Wie das manchmal so läuft im Fußball. GW Nottuln war auswärts beim TuS Hiltrup die von der Spielanlage her bessere Mannschaft. Die Feldanteile gingen auch an die Gäste. Nur die Punkte, die sackte einmal mehr der TuS ein. Er gewann mit 2:0 (1:0). Die Tore fielen jeweils zum Ende beider Halbzeiten. Einmal per Ecke, einmal per Konter.
Nach einem Eckball war Jonas Weißen erfolgreich (44.). Linus Groeger legte später das 2:0 nach (90+3.). "Wir machen ein richtig gutes Auswärtsspiel, die Leistung war absolut in Ordnung, aber davon können wir uns nichts kaufen. Die haben halt die drei Punkte. Das ist bitter", seufzte Nottulns Spielertrainer Marvin Möllers. Besonders das erste Gegentor nervte ihn. Nach einem langen Einwurf klärte seine Elf zur Ecke. GWN-Schlussmann Christoph Hunnewinkel erwischte die Kugel per Faust nicht wirklich, aus dem folgenden Getümmel heraus netzte Weißen ein. Alles vermeidbar.
Böcker pariert gegen Möllers
Zu dem Zeitpunkt hätte Nottuln eigentlich selbst durchaus führen dürfen. Möllers ging in der ersten Halbzeit aus spitzem Winkel auf TuS-Schnapper Romain Böcker zu und blieb nur zweiter Sieger. Geht der Ball rein, hätte Möllers gerne gewusst, was dann passiert wäre.
"Es war das erwartet schwere Spiel gegen einen guten Gegner. Wir hatten nicht unseren besten Tag", räumte Hiltrups Trainer Marcel Stöppel ein. Im Ballbesitz leistete sich seine Elf ziemlich viele Unzulänglichkeiten. "Wir waren technisch sehr limitiert." Zweiter Schwachpunkt des Tabellenführers: Die Handlungsschnelligkeit. Stöppel dazu: "Wir waren manchmal gedankenlahm." Außer beim Eckstoß halt.
Groeger trifft nach Konter
Im zweiten Durchgang hätte Jonas Weißen gar das 2:0 nachlegen können. Tat er nicht. Nottuln verpasste durch Kevin Stenzel den Ausgleich. Komplett freistehend wollte er den Ball volley aufs Tor bringen, aber er erwischte ihn nicht wirklich. Bezeichnend. Als hinten raus Nottuln alles auf machte, war Hiltrup mit Groeger und dem 2:0 zur Stelle. Zu dem Zeitpunkt war Hunnewinkel übrigens nicht mehr im Kasten, verletzungsbedingt musste er kurz vor Schluss raus, Alessandro Sidoti kam für ihn rein.
"Höchsten Respekt dafür, wie Nottuln Fußball spielt", wollte Stöppel noch unbedingt loswerden. Vielleicht war's schlussendlich die Reife seiner Truppe, die den Ausschlag gab und die drei Punkte bescherte. Spiele irgendwie ziehen, das kann Hiltrup jedenfalls inzwischen wieder. Ist auch eine Qualität.
TuS Hiltrup - GW Nottuln 2:0 (1:0)
1:0 Weißen (44.), 2:0 Groeger (90+3.)
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