Westfalenliga 1
Ein Fehler wird zum Verhängnis
von Noah Nieraad
(11.05.25) Da war mehr möglich. Der TuS Hiltrup hat das Auswärt-Topspiel beim SV Rödinghausen mit 0:1 (0:1) verloren. Nötig war das eher nicht. “Wir hätten mindestens einen Punkt mitnehmen müssen – das Ergebnis spiegelt nicht unseren Auftritt wider", konstatierte der enttäuschte TuS-Co-Trainer Mike Scollie. Seine Elf erspielte sich im zweiten Durchgang mehrere aussichtsreiche Chancen, ein Tor blieb ihr jedoch verwehrt.
In einer ausgeglichenen Anfangsphase blieben Torchancen auf beiden Seiten zunächst Mangelware. Nach gut 20 Minuten dann der entscheidende Moment: Ein Abstimmungsfehler zwischen einem Hiltruper Abwehrspieler und Keeper Romain Böcker eröffnete Rödinghausens Torjäger Fynn Mewes die Chance – der Offensivmann ging dazwischen und schob zur Führung für die Hausherren ein (21.). “Bis dahin waren wir ganz okay im Spiel – mehr aber auch nicht. Der Gegentreffer war dann der Wachmacher“, so Scollie.
Ab diesem Zeitpunkt trat Hiltrup mutiger auf, kam aber bis zur Pause nicht zu klaren Abschlüssen. Das änderte sich mit Wiederanpfiff – der TuS übernahm das Kommando und erspielte sich gleich mehrere Hochkaräter. “Wir hatten sieben, acht richtig gute Chancen, dreimal wurde auf der Linie geklärt oder stark gehalten“, berichtete Scollie. Unter anderem köpfte Jonas Weißen nach einer Flanke von Fabio Calascibetta aus kürzester Distanz – direkt auf Keeper Flemming Niemann. Auch Felix Bußmann scheiterte per Kopf, Niemann lenkte den Ball noch über die Latte. Eine weitere Möglichkeit vergab Sasha Titz freistehend im Fünfmeterraum – sein Kopfball segelte über das Tor.
Emsdetten Déjà-vu
“Es war wie gegen Emsdetten – der Ball wollte einfach nicht rein“, haderte Scollie. Trotz der spielerischen Überlegenheit im zweiten Durchgang und einer klaren Leistungssteigerung blieb Hiltrup ohne Ertrag. Am Ende stand eine bittere und unverdiente Niederlage – auch wenn die Leistung Mut für die kommenden Aufgaben machen dürfte.
SV Rödinghausen - TuS Hiltrup 1:0 (1:0)
1:0 Fynn Mewes (21.)







































