Westfalenliga 1
Eher würde er sich wohl selbst rauswerfen
von Fabian Renger
(28.12.25) Frank Wegener rauswerfen? Das würde sich bei Eintracht Ahaus vermutlich niemand erlauben. Eher geht der Trainer irgendwann selbst, wenn er keine Lust mehr hat. „So ungefähr ist das“, sagt Eintrachts sportlicher Leiter Rainer Hackenfort dazu. Und trotzdem dauerte es nun etwas länger, bis der Aufsteiger die Vertragsverlängerung bekanntgab. Am Sonntag bestätigte der Verein nun den Verbleib des Übungsleiters auf seinen sozialen Medien. Auch sein Co-Trainer Daniel Tatti bleibt an Bord. Es wird alleine Wegeners achte (!) Saison als Trainer der Ersten.
Warum aber kommt die Verlängerung des Trainers „erst“ jetzt? Vorige Woche stellte der Club ja schon mit Steffen Krabbe den ersten Neuzugang vor. Auch viele Spieler sagten bereits zu. „Eigentlich war das [Wegeners Zusage, d. Red.] schon länger klar. Aber wir mussten noch ein, zwei strukturelle Sachen regeln“, sagt Hackenfort im Gespräch mit uns. Am Trainerstuhl zu rütteln? Never ever. „Da gab’s auch keine anderen Überlegungen“, so der Funktionär.
Polster nach unten ist groß
Das wäre auch irgendwie ein schlechter Witz gewesen. Schließlich enterte die Eintracht im Sommer die Westfalenliga und steht dort auf einem starken siebten Rang. Mit 24 Punkten gilt es sich zwar noch nicht auszuruhen, aber das Polster auf die Abstiegszone (acht Punkte) ist derzeit größer als der Abstand auf den Tabellenführer (sechs). Wer den Ahausern das vor der Saison gesagt hätte, wäre vermutlich direkt von den Männern mit den weißen Kitteln abgeholt worden.
Aus dem Trainerteam verabschiedet sich indes Timo Brillert, der beim VfB Alstätte als Spielertrainer einsteigt. „Wir sind am Schauen, ob wir vielleicht ein Dreiergespann aufbauen“, sagt Hackenfort. Kadertechnisch sieht’s gut aus, viele Ja-Wörter liegen bereits vor. 20 Zusagen waren es am Dienstag noch. Bevor wir den alten Brei wieder aufwärmen, verweisen wir einfach auf unseren Text von vor Weihnachten. Hackenfort findet’s gut, wie es läuft: „Wir hatten gute, tolle Gespräche. Man merkt, dass bei Eintracht vieles richtig läuft, die Spieler sind gut zufrieden. Es ist ein toller Haufen!“








































