Westfalenliga 1
Zwei Männer mit "Startelfcharakter"
von Fabian Renger
(27.12.25) Im vergangenen Jahr hatten es die Verantwortlichen von GW Nottuln nicht leicht. Spaß habe die damalige Transferperiode nicht gemacht, verrät GWN-Kaderplaner Dirk Nottebaum. Gefühlt wurde alles auf links gedreht. In diesem Jahr ist das fundamental anders. "Wir haben aktuell 19 Zusagen", verrät der Nottulner Funktionär am Samstag. Klingt deutlich entspannter. Er ruft uns natürlich nicht an, nur um uns das mitzuteilen und um unsere Stimmen zu hören - nein, er hat die ersten beiden externen Neuzugänge für uns.
Im Sommer wechseln
Leon Richter (1. FC Gievenbeck) und Jermaine
Jeyanthira (VfL Senden) in die Baumberge. Gerade mit Letzterem hätte man beim Scrabble sicherlich gute Karten. Doch deswegen holten sich die Nottulner den 21-Jährigen nicht ins Haus.
Zwei Männer für die Flügel
"Er passt ganz gut rein bei uns. Wir beobachten die Jungs eine ganze Weile, bevor wir mit ihnen ins Gespräch kommen. Er hat uns ganz gut gefallen", sagt Nottebaum über Jeyanthira. Der ist für die Flügel vorgesehen und bei GWN schon etwas länger auf dem Radar. Schließlich arbeitete Philipp Roberg, Co-Trainer unter GWN-Cheftrainer Darius Schwering, etliche Jahre beim VfL Senden. Beim Landesligisten ist Jeyanthira normalerweise ein Mann mit viel Einsatzzeiten. In der Vorsaison waren es 23 Partien, aktuell steht er erst bei vier. Trotzdem sieht Nottebaum einiges in ihm: "Ein super Flügelspieler mit einem schönen Tempo und einem Eins-gegen-Eins, das eine Waffe ist. Mit ihm möchten wir unser Spiel beleben. Er wagt den Schritt eine Liga höher und wir sind der Meinung, dass er den Schritt im Schuh hat."
Ebenfalls in die Kategorie 'frech, unbekümmert und entwicklungsaffin' fällt Richter. Der nimmt den Schritt eine Liga tiefer bewusst in Kauf. Seit der frühesten Jugend spielte er beim 1. FC Gievenbeck, er wohnt in Havixbeck und hat daher eine ganz angenehme Anreise. "Ein super Typ, sehr bodenständig, sehr leistungsbereit. Und er spielt eine feine Klinge", sagt Nottebaum über den 20-Jährigen. "Wir sind sehr froh, dass wir ihn von unserem Weg überzeugen konnten. Er ist ein sehr wendiger, schneller Spieler, taktisch gut ausgebildet."
Vor allem der Punkt Spielzeit dürfte Richter überzeugt haben. Denn davon bekam er beim Oberligisten in Gievenbeck wenig. Drei Kurzeinsätze waren es in der laufenden Saison, in der vorangegangenen Spielzeit immerhin sieben. Oft steht er bei den 49ers im Kader, aber bleibt dabei ohne Einsatz. Gerade in seinem Alter natürlich nicht so pralle. Deswegen wagt der offensive Außenspieler den Schritt in die Baumberge, um wieder vollangreifen zu können.
Nottebaum betont: "Das sind zwei Neuzugänge, die uns stärker machen und Startelfcharakter haben."








































