Westfalenliga 1
Einer, der den Konkurrenzkampf anheizen soll
von Malte Greshake
(12.12.25) Der Junge kommt gerade recht: Borussia Emsdetten hat kurzfristig noch einmal zugeschlagen und sich die Dienste von Jan Fislage gesichert. Der 22-Jährige wechselt schon im Winter vom Ligarivalen SV Mesum an den Teekotten und soll der Offensive der Borussia in der Rückserie mehr Tiefe und neue Optionen geben.
Dass der Wechsel zustande kam, hat mehrere Gründe. In Mesum war der Konkurrenzkampf zuletzt enorm. "Jan geht aus Mesum überhaupt nicht im Bösen weg", betont Borussen-Trainer Marc Wiethölter. Aber mit Spielern wie Julin Muthulingam oder Kevin Ostendorf sei die Konkurrenz im Hassenbrock brutal gewesen. "Jan hat dadurch bisher wenig Minuten bekommen", so Wiethölter. Und in Emsdetten ist die Ausgangslage eben eine andere. "Wir sind in der Offensive nicht auf Rosen gebettet. Unser Kader hat da noch Luft nach oben, was die Anzahl angeht", gibt er zu verstehen.
"Haben für ihn gekämpft"
Der Kontakt zu Fislage besteht dabei schon länger. Wiethölter hatte den Offensivspieler bereits während seiner Altenrheiner Zeit auf dem Zettel. „Wir waren schon länger mit ihm im Austausch und haben für ihn gekämpft", berichtet er. "Umso froher sind wir jetzt, dass es geklappt hat." Für den Trainer steht fest: Der Neuzugang soll den Konkurrenzkampf spürbar anheizen.
Spielerisch bringt Fislage ein spannendes Profil mit. Mit 22 Jahren ist er noch entwicklungsfähig, braucht natürlich zunächst Spielpraxis, verfügt aber bereits über klare Stärken. Tempo, Körperlichkeit und Athletik gehören ebenso dazu wie fußballerische Akzente. "Er weiß, wo das Tor steht", sagt Wiethölter. Ein klassischer Mittelstürmer ist Fislage allerdings nicht. Am wohlsten fühlt er sich über die Außenbahnen, ist aber flexibel einsetzbar. "Dadurch wird unser Spektrum breiter. Wir können auch mal ins 4-4-2 wechseln. Jan kann bei uns mehrere offensive Positionen bekleiden."
Mit dem Transfer sieht sich die Borussia vorerst gut aufgestellt. Kurzfristig wird wahrscheinlich nicht mehr viel passieren. "Dabei bleibt es erstmal", erklärt Wiethölter. "Wenn noch etwas kommt, muss viel passen. Oder die Spieler müssen aktiv auf uns zukommen."




































