Westfalenliga 1
Der Spaßfaktor stimmt, die Bilanz auch
von Fabian Renger
(13.11.25) Am Donnerstagabend ist Holger Möllers mit seinen Hunden los, als wir ihn anrufen. Zeit nimmt er sich trotzdem. Geht schließlich um eine schöne, aber irgendwie auch selbstverständliche Sache. Denn kurz zuvor hatte Westfalia Kinderhaus auf seinem Instagram-Kanal die Katze aus dem Sack gelassen: Philip Just und Massih Wassey bleiben auch in der neuen Saison Trainer in Kinderhaus. Patrick Beyer wird ebenfalls weiterhin als Torwarttrainer an Bord bleiben.
„Die haben Bock, der Verein hat Bock – und am Ende des Tages ist das Wichtigste, dass alle miteinander Spaß haben“, sagt Westfalias sportlicher Leiter Möllers. Na gut: Dass der Spaßfaktor stimmt, das ist jetzt nicht sonderlich überraschend. Zwar verlor Kinderhaus am Sonntag in Peckeloh mit 0:3, führt aber weiterhin die Westfalenliga-Tabelle mit 26 Zählern an.
Umbruch erfolgreich delegiert
Gut, das heißt nichts in dieser wild-verrückten Liga, in der der abgedroschene Satz ‚Jeder kann jeden schlagen‘ voll zutrifft, dennoch: Das ist ein Statement. Schließlich verloren die Kinderhauser etliche Leistungsträger (z. B. Felix Ritter, Fabian Witt, Max Meier, Malte Wesberg), der Kader ist nicht gerade üppig besetzt. Selbst ein alter Hase wie Martin Lambert kam nochmal zu wenigen Einsätzen. Aber: Auf einen Luis Haverland (elf Tore) oder Semih Daglar (acht) war auch in dieser Saison Verlass, genauso auf Routinier Nick Rensing, der fußballerisch ebenfalls nicht älter wird. Neulinge wie Jens Böckmann oder Julian Trapp schlugen voll ein, ein Youngster wie Henri Isert ist in dieser Saison gesetzt und startet durch.
Möllers lobt das Trainerduo: „Die beiden harmonieren echt ganz gut, obwohl sie zwei unterschiedliche Charaktere sind. Sie sprechen die Sachen innerhalb der Mannschaft klar an, sie haben einen klaren Plan und sind sehr beliebt im Umfeld.“ Der Erfolg in dieser Saison begann ja schon in der Vorsaison. Vor knapp einem Jahr hatten Just und Wassey das Trainerzepter von Omid Asadollahi übernommen, waren vom Co- zum Cheftrainer befördert worden. Sie rockten die Hallensaison, gewannen den Ausber-Cup und die Stadtis, waren in der Rückrunde das zweiterfolgreichste Team der Westfalenliga, stießen bis ins Kreispokalfinale vor. Am Ende war es Platz drei. Und jetzt, trotz Umbruch, sogar der Platz an der Sonne. Könnte schlechter laufen.
Erfolgreiche Bilanz
Nun folgen peu à peu die Kadergespräche. „So früh habe ich als Trainer nicht verlängert“, schmunzelt Möllers. Ist halt Trend geworden. Der Kader dürfte, daraus macht der Sportchef keinen Hehl, breiter werden im Sommer – in welcher Liga auch immer. Ob die beiden nur für die Oberliga zugesagt haben, wollen wir scherzhaft wissen? „Ligaunabhängig“, entgegnet Möllers lachend. Na gut. Hätte ja klappen können.








































