Westfalenliga 1
Schwering: "Das hat heute sehr viel Spaß gemacht!"
von Fabian Renger
(19.10.25) Darius Schwering genoss es einfach nur. „Das hat heute sehr viel Spaß gemacht, die Mannschaft spielen zu sehen“, überschüttete der Trainer von GW Nottuln seine Elf mit Lob. Würdig und recht – schließlich schickte GWN Westfalia Kinderhaus mit 3:1 (0:0) in die Flucht. Gerade vor der Pause verdiente sich Nottuln diesen kleinen Coup.
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„Wir waren die dominantere Mannschaft, hatten einen super Ballbesitz und haben auch supergut verteidigt“, fand Schwering. Gäste-Coach Massih Wassey räumte ein: „Wir haben Probleme gehabt, zu unserem Spiel zu finden.“ Nottuln war absolut gut eingestellt, störte früh, wirkte aggressiv. „Wir haben jeglichen Mut und jede Aggressivität mit und ohne Ball vermissen lassen. Nottuln hätte sich vor der Pause das 1:0 verdient gehabt“, gestand Wassey. Doch tatsächlich fielen die Tore erst nach dem Seitenwechsel.
Kinderhaus macht das Spiel - und liegt trotzdem plötzlich hinten
Da war es dann eigentlich ein etwas anderes Spiel. Kinderhaus gewann die Hoheit über die Begegnung. Schwering sagte: „Wir haben leider nicht mehr so den hundertprozentigen Pressingmoment getroffen.“ Soll heißen: Die Gastgeber verzeichneten nun längst nicht mehr so viele hohe Ballgewinne wie vor der Pause. Aber: „Wenn das das Hauptproblem gegen Kinderhaus ist, kann ich damit leben.“ Wohl wahr.
Kommen wir zur Torshow: Nach einem individuellen Patzer der Gäste im Aufbau schaltete die Heimelf blitzgescheit und schnell um. Marc Perick spielte Lukas Höing frei – 1:0 (52.). Kinderhaus wirkte nicht ausgeknockt. „Wir haben da weitergemacht, wo wir in der zweiten Hälfte angefangen haben“, befand Wassey. Klasse anzusehen war der 1:1-Ausgleich durch Jendrik Witt (57.), dem insbesondere Luis Haverland mit einer astreinen Hackenvorlage seinen Stempel aufdrückte. Danach hätte Brolyn Ojiako das 2:1 für die Gäste erzielen müssen. Frei vor Nottulns Keeper Julian Jaworek visierte er das kurze Eck an – und schoss ans Außennetz. Bitter.
Perick springt in den siebten Stock
Stattdessen jubelte wenig später erneut Nottuln. Bei einer hohen, immer länger werdenden Flanke verschätzte sich Kinderhaus-Schnapper Steffen Scharbaum. Perick sprang in den siebten Stock und köpfte gegen Scharbaums Laufrichtung ein (62.). Fürs 3:1 wenig später – abermals nach einer Flanke auf den zweiten Pfosten – war schon wieder Höing zuständig (70.).
Kurios: Kinderhaus agierte nun so, wie es von vornherein hätte agieren wollen, und lag plötzlich 1:3 hinten. Fußball halt. Die Gäste machten und taten, aber irgendwie hatte es nicht mehr sollen sein. „Wir mussten auch mal ein paar Momente überstehen“, so Schwering. Aber seine Truppe stand das durch. „Über 90 Minuten war’s, glaube ich, einen Tacken verdient.“
GW Nottuln - Westfalia Kinderhaus 3:1 (0:0)
1:0 Höing (52.), 1:1 Witt (57.)
2:1 Perick (62.), 3:1 Höing (70.)









































