Oberliga Westfalen/Westfalenliga 1 - Anschwitzen
Hiltrup ist längst angekommen
von Pascal Bonnekoh
(24.10.25) In seiner ersten Oberliga-Saison steht der TuS Hiltrup nach jetzt elf gespielten Partien mit zehn Punkten auf dem Konto erstmal recht ordentlich da. Schaut man sich aber an, welche Spiele die Hiltruper schon hinter sich haben, wird der Gesamteindruck nochmal deutlich positiver. Die obere Tabellenhälfte hat man beinahe komplett abgearbeitet.
"Uns war vor dem Spiel schon bewusst, dass wir in der Liga angekommen sind. Wir haben gegen die ersten fünf schon alle gespielt. Nach der Partie gegen Vreden haben wir sogar die ersten acht von oben weg", berichtet Hiltrups Defensivspieler Sören Jankhöfer. An diesem Sonntag geht's für den TuS zur Spielvereinigung. "Das ist eine typische Oberliga-Mannschaft, die körperlich sehr stark ist. Davor müssen wir uns aber nicht verstecken. Mit unserer Körperlichkeit können wir gegen jede Mannschaft mithalten." Das hat man allerspätestens am vergangenen Wochenende eindrucksvoll unter Beweis gestellt.
"Wir haben uns zum Ziel gesetzt, mit Ball besser zu werden"
Zuhause trotzte man Tabellenführer SG Wattenscheid einen Punkt ab. Jankhöfer verrät uns, wie die Hiltruper das geschafft haben: "Wir kamen nicht übers Spielerische. Das war aber vor dem Spiel schon klar. Wir haben einfach alles reingehauen. Wir haben unsere Stärken auf den Platz gebracht - das heißt: Wir haben die Zweikämpfe angenommen und viel Laufleistung gezeigt. Auch in den Phasen, in denen wir hinten reingedrängt wurden, sind wir standhaft geblieben, haben uns weiter gewährt und sind dann über einen Standard zum Ausgleichstreffer gekommen."
Genau mit dieser Einstellung geht man jetzt weiter die Mission Klassenerhalt an. "Grundsätzlich geht in keinem Spiel was, ohne dass sich jeder zu 100 Prozent reinhaut und die Grundtugenden beweist", so Jankhöfer. In naher Zukunft stehen dann aber eben Partien gegen Gegner an, die sich zur Zeit tabellarisch rund um den TuS einsortieren. Da werden die Hiltruper andere Qualitäten beweisen müssen. Jankhöfer sieht sich und seine Truppe dafür aber gut vorbereitet: "Wir haben uns zum Ziel gesetzt, mit Ball besser zu werden. Das haben wir im Training fokussiert und haben das auch schon deutlich verbessert. Beispielsweise haben wir gegen Lippstadt eine echt gute zweite Halbzeit gespielt. Wir haben zwar 0:2 verloren, aber auch gezeigt, dass wir mit dem Ball was können. Es werden Gegner kommen, die uns nicht so hoch anlaufen und uns mehr den Ball überlassen. Da haben wir uns in der Vorbereitung genügend Lösungen für erarbeitet."
So richtig viel Zeit, um nach hinten zu schauen, hat man in der Oberliga aber ohnehin nicht. "Wir haben noch sieben Wochen, dann ist schon Winterpause. Wir haben gesagt, dass wir in diesen sieben Wochen alles auf dem Platz lassen wollen. So gehen wir erstmal in die nächsten Spiele", freut sich Jankhöfer auf weitere spannende Partien.
Anschwitzen, 12. Spieltag
Oberliga Westfalen
SC Preußen Münster II - Arminia Bielefeld II (Samstag, 14.30 Uhr)
Zweite gegen Zweite, Tradition gegen Tradition - das kleine Westfalen-Duell verspricht viel Dynamik und technische Brillanz. Die Adlerreserve will ihre Serie von drei Spielen ohne Niederlage fortsetzen, während die Bielefelder Talente nach der Niederlage gegen Victoria Clarholz wieder einen Sieg eintüten wollen. Ein Spiel mit viel Bewegung - auf und neben dem Platz.
Heimspiel-Tipp: 2:2
Jankhöfer: Schwer zu tippen, weil man nicht weiß, was von oben runterkommt. Wir haben schon gegen beide gespielt. Daher würde ich auf ein 1:2 tippen.
Victoria Clarholz - Eintracht Rheine (Sonntag, 15.00 Uhr)
Rheine ist der Unentschieden-König der Liga. Nach nur neun Spielen hat man sich schon fünfmal die Punkte geteilt. Die tabellarische Situation könnte dementsprechend auch deutlich besser aussehen. Bei Victoria Clarholz wird man offensiv gefragt sein. Zuhause kassierten die Clarholzer in sechs Spiele nur sieben Gegentore. Genauso viele Treffer erzielte man allerdings auch nur selbst. Die erste Bude könnte entscheidend sein.
Heimspiel-Tipp: 0:1
Jankhöfer: 1:2
SpVgg Vreden - TuS Hiltrup (Sonntag, 15.00 Uhr)
Die Spielvereinigung Vreden ist in bestechender Form. Inklusive Kreispokal hat man vier Pflichtspiele in Folge gewonnen. Geht das so weiter, würde man gar an die oberen Tabellenplätze anklopfen. Genau solche Gegner mögen die Hiltruper aber ja. Der Plan dürfte klar sein: tief stehen und Nadelstiche setzen. Die Frage wird sein, ob die Blau-Gelben Lösungen gegen die Hiltruper Kompaktheit finden werden.
Heimspiel-Tipp: 2:2
Jankhöfer: 1:2
SG Finnentrop/Bamenohl - 1. FC Gievenbeck (Sonntag, 15.30 Uhr)
Für Gievenbeck geht's um mehr als nur Punkte - es geht um Stabilität. Nach durchwachsenen Wochen soll in Finnentrop wieder die spielerische Linie greifen. Die Gastgeber hingegen bauen auf Kampf und Körperlichkeit. Einfach wird das nicht für die Gäste.
Heimspiel-Tipp: 1:2
Jankhöfer: Sehr unangenehm für Gievenbeck. 2:1
Westfalenliga 1
Westfalia Kinderhaus - FC Nordkirchen (Sonntag, 14.30 Uhr)
Die Westfalenliga macht richtig Spaß. Platz eins und Platz sieben trennen nur drei Punkte. Bis Platz zwölf sind es sieben Zähler. Gefühlt steckt die Hälfte der Liga gleichzeitig im Aufstiegs- sowie im Abstiegsrennen. Ganz oben steht aber weiterhin die Westfalia aus Kinderhaus - auch nach der Auswärtspleite in Nottuln. Gegen Nordkirchen wird man wieder klarer Favorit sind. Die Nordkirchener haben sich zuletzt jedoch merklich stabilisiert. Es könnte mal wieder eine Frage der Geduld werden.
Heimspiel-Tipp: 2:0
Jankhöfer: 4:1
VfL Theesen - Eintracht Ahaus (Sonntag, 15.00 Uhr)
Eintracht Ahaus musste zuletzt ein paar Federn lassen. Nach dem neunten Spieltag führte man noch allein die Tabelle an. Darauf folgten zwei komplizierte Spiele gegen den SuS Neuenkirchen und RW Maaslingen, aus denen man nur einen Zähler holte. Immerhin ist man weiterhin punktgleich mit der Tabellenspitze. Und mit dem VfL Theesen wartet jetzt auch wieder ein vermeintlich einfacherer Gegner auf die Eintracht.
Heimspiel-Tipp: 0:2
Jankhöfer: 1:2
RW Maaslingen - SV Mesum (Sonntag, 15.00 Uhr)
Für den SV Mesum geht es mit einer breiten Brust zum Auswärtsspiel nach Maaslingen. Auf zwei Siege mit einem wahnsinnigen Torverhältnis von 9:2 folgte eine mehr als achtbare Leistung gegen die Neuenkirchener, auch wenn man sich hintenraus mit einem Unentschieden zufrieden geben musste. Mit RW Maaslingen bekommt man es erneut mit einem ähnlichen Kampfgewicht zu tun. Das könnte den nächsten heißen Tanz geben.
Heimspiel-Tipp: 3:3
Jankhöfer: 2:2
SuS Neuenkirchen - FSC Rheda (Sonntag, 15.00 Uhr)
Der SuS ist der dritte Verein im Bunde, der es sich punktgleich mit Kinderhaus und Ahaus an der Tabellenspitze gemütlich gemacht hat. Der Punktgewinn in Mesum kann auf Grund der späten Buden fast schon wie ein Sieg gewertet werden. Nehmen wir das einfach mal so an, stehen die Neuenkirchener bei fünf erfolgreichen Pflichtspielen in Serie. Nach den Partien gegen den SV Mesum und Eintracht Ahaus werden die Aufgaben aber nicht unbedingt einfacher. Auch der FSC Rheda spielt eine sehr ordentliche Runde. Man wird sich wieder etwas einfallen lassen müssen, um den Lauf am Leben zu halten.
Heimspiel-Tipp: 3:1
Jankhöfer: 2:0
Borussia Emsdetten - Preußen Espelkamp (Sonntag, 15.00 Uhr)
Borussia Emsdetten ist unser größtes Heimspiel-Sorgenkind. Dabei stehen die Borussen mit 13 Zählern gar nicht so schlecht da. Die Liga ist halt einfach nur unfassbar ausgeglichen. Gegen Preußen Espelkamp muss dennoch ein Sieg her. Ansonsten würde selbst das Tabellenschlusslicht in Schlagreichweite geraten.
Heimspiel-Tipp: 2:0
Jankhöfer: 2:1
FC Kaunitz - GW Nottuln (Sonntag, 15.00 Uhr)
Irgendwo im gedrängten Mittelfeld der Westfalenliga treffen der FC Kaunitz und GW Nottuln aufeinander. Die Grün-Weißen kommen aus einem überraschenden Erfolg gegen Westfalia Kinderhaus. Da sollte der FCK ja eigentlich ein Klacks sein. Genau dieser Gedankengang hat aber schon mehreren Teams vermeintlich leichtere Punkte gekostet. Verlassen kann man sich in dieser Liga sowieso auf gar nichts.
Heimspiel-Tipp: 0:2
Jankhöfer: 0:3








































