Westfalenliga 1
Eigentlich war's keine so saftige Abreibung
von Fabian Renger
(26.10.25) Außer Spesen in Thesen nichts gewesen? Könnte man meinen. Eintracht Ahaus trat die Rückreise mit einer 1:5 (0:1)-Pleite im Gepäck an – eine saftige Abreibung. „Vom Ergebnis her, ja, vom Spielverlauf nicht“, nahm uns Eintrachts Coach Frank Wegener gleich mal den Wind aus den Segeln, was das Thema „Kaputtschreiben seiner Elf“ angeht.
Das wäre auch nicht gerechtfertigt gewesen. „Wir sind in der ersten Halbzeit eigentlich die bessere Mannschaft“, so Wegener. Uneigentlich lag Ahaus mit 0:1 hinten, weil einer der Gäste bei einem Eckstoß der Gastgeber nicht energisch genug zu Werke ging und Jannik Tödtmann so einnicken durfte (35.). „Du hattest vorher nie den Eindruck, dass die nur ansatzweise gefährlich werden konnten…“, stöhnte Wegener. Seine Mannschaft hatte ansonsten ein klares Übergewicht in puncto Spielanteilen. Bis zur Theesener Box sah das auch ganz gut aus, danach war Ebbe.
Zu viele individuelle Fehler
Das wiederum änderte sich im zweiten Abschnitt. Wegener nannte es ein Chancen-Feuerwerk, das seine Elf da abfackelte. Lennart Varwick wurde jedoch gerade noch weggegrätscht, der Ball flog drüber. „Chrissi“ Behrendt hatte zwei dicke Dinger, und beinahe hätte er noch einen Elfer herausgeholt. Ahaus war am Drücker und kassierte genau in dieser Phase das 2:0. Wieder Tödtmann, wieder ein individueller Fehler – diesmal von Schlussmann Rafael Romero, getreu dem Motto: „Nimm du ihn, ich hab ihn auch nicht“ (67.).
Dann fiel das 3:0 durch Mattis Beckmann (70.) und das 4:0 durch Beckmann gleich hinterher (84.), sowie das fünfte durch Alessio Giorgio (85.).
„Da haben wir uns ein Stück weit ergeben. Das sind Dinge, die uns nicht passieren dürfen, wir dürfen nicht auseinandergehen wie ein Hefekuchen“, seufzte Wegener. Jonathan Noack gelang noch die Ergebnisverschönerung mit dem Treffer zum 5:1-Endstand (86.).
VfL Theesen - Eintracht Ahaus 5:1 (1:0)
1:0 Tödtmann (35.), 2:0 Tödtmann (67.)
3:0 Beckmann (70.), 4:0 Beckmann (84.)
5:0 Giorgio (85.), 5:1 Jo. Noack (86.)







































