Westfalenliga 1
Das crazy
von Fabian Renger
(02.11.25) „Vor dem Spiel hätte ich das niemals unterschrieben…“ Nach dem Spiel jedoch war Pascal Wilmes, Trainer des SV Mesum, freilich doch einverstanden mit dem 3:3 (1:3) im Heimspiel gegen den VfL Theesen. Schließlich holte seine Truppe einen 0:3-Rückstand auf. Nach Abpfiff der Begegnung waren die Gäste gar nur noch zu neunt. Die drei Mesumer Tore erzielte übrigens allesamt Julin Muthuligam. Das crazy.
Die Gastgeber kamen gar nicht so schlecht rein. „Wir haben gut mit dem Ball agiert und gegen den Ball ziemlich druckvoll und den Gegner so gelenkt, wie wir es wollten“, so Wilmes. Nur verteidigte seine Elf hinten ziemlich fahrlässig. Bei allen drei Gegentreffern könnte man das Wörtchen „plump“ verwenden. Das 1:0 für den VfL resultierte beispielsweise aus einem langen Ball, die Hausherren sammelten den zweiten Ball nicht ein, ein Theesener schlug die Kugel aus dem linken Halbfeld in die Box und dort stand nur Taha Moulla (16.). Das 2:0 war ebenfalls nicht am Reißbrett entworfen worden. Nach einem Freistoß an der 16er-Kante – schon das Foul vorher sei dumm gewesen, befand Wilmes – ließ sich der SVM ziemlich leicht überwinden. Schlussendlich war Eric Darlath erfolgreich (39.). Das 3:0 der Gäste entsprang erneut einem langen Ball, der von links schließlich vorher gebracht wurde. Die Vorlage mit Außenrist war allerdings nicht plump, sondern schick, der Kopfball von Jannik Tödtmann ebenfalls nicht verkehrt (41.).
"Mutu", "Mutu", "Mutu"
Vielleicht war es elementar für den weiteren Spielverlauf, dass „Mutu“ noch vor der Pause auf 3:1 verkürzte. Nach einem langen Ball ging er ins Laufduell gegen VfL-Keeper Finn Laarmann. Beide gingen zum Ball, Laarmann traf mit der Faust die Nase von „Mutu“. Der kam trotzdem noch an die Kugel und machte den Anschlusstreffer (44.). „Da hat man gesehen: Mit Wille und Einsatz kann man viel erreichen“, lobte Wilmes. Muthulingam holte sich dabei übrigens eine blutige Nase ab.
Nach dem Seitenwechsel machte und tat Mesum und hatte Glück, dass sich Gäste-Kicker Tom Fuhrmann für ein wiederholtes Foulspiel die Gelb-Rote abholte (67.). Wenig später stand's nur 3:2 für den Gast. Adrian Knüver wurde in der Box gefoult, Muthulingam verwandelte den fälligen Strafstoß (79.). In der Nachspielzeit – insgesamt gab es satte neun Minuten Aufschlag – war schließlich „Mutu“ zum dritten Mal erfolgreich. Laarmann hielt einen ersten Abschluss, es entstand ein Gestocher und Gewühle, schlussendlich eumelte Mesums Goalgetter vom Dienst das Leder über die Linie (90.+2).
Dindic fast mit dem 4:3...
Beinahe hätte Jordi Dindic danach noch auf 4:3 gestellt, allerdings schoss er nach einem ordentlichen Kraftakt knapp am Theesener Kasten vorbei. „Das war bitter insgesamt. Theesen hatte vielleicht vier Torschüsse und holt hier mit brutaler Effektivität einen Punkt“, schüttelte Wilmes mit dem Kopf. Die Gäste verloren wenig später noch Tödtmann, der auch mit Gelb-Rot runter flog (90.+4).
SV Mesum - VfL Theesen 3:3 (1:3)
0:1 Moulla (16.), 0:2 Darlath (39.)
0:3 Tödtmann (41.), 1:3 Muthulingam (44.)
2:3 Muthulingam (79./FE), 3:3 Muthulingam (90+2.)
Gelb-Rot: Theesens Tom Fuhrmann (67.)
Gelb-Rot: Theesens Jannik Tödtmann (94.)







































