Westfalenliga 1
GWN lässt es (viel) zu wild werden
von Fabian Renger
(24.08.25) Hoffentlich hatte Darius Schwering seine Herztabletten mit! Das war nämlich für den Trainer von GW Nottuln sicherlich keine entspannte Sonntagstour zu Westfalia Soest. Nach 90 Minuten stand es 3:3 (0:1). Nottuln hatte 1:0 geführt, später 1:2 zurückgelegen, nach 85 Minuten wieder 3:2 geführt – um sich am Ende im dritten Saisonspiel mit dem dritten Remis zufriedengeben zu müssen.
„Es war am Ende komplett wild. Und wir sind dafür verantwortlich, dass es nochmal wild wurde. Das nervt uns sehr, ist aber eine Sache, aus der wir lernen müssen“, so Schwering. Also dann: Auf ins Gefecht. Wir starten vorne – die Anfangsphase gehörte den Hausherren. Soest verzeichnete sogar einen Pfosten-Kopfball. Danach bekamen es die Nottulner hin, das Geschehen zu beruhigen, der Ball lief sauberer, das Umschaltspiel wurde vernünftiger. Die logische Folge: Nach einem hohen Ballgewinn legte Mats Hölscher die Murmel von rechts in die Box, wo Noah Afiemo vollendete – 0:1 (40.). Nicht verkehrt.
Schwering moniert Unruhe
Nach dem Seitenwechsel war Schwerings Gang weiterhin ganz solide drauf, die Zahl an Ballgewinnen immer noch relativ hoch. Allerdings passierte allmählich etwas in diesem Spiel. „Wir schieben nicht mehr so sauber durch“, merkte Schwering, wie seine Elf den Gegner zurück in die Partie holte. Nach einem eigentlich relativ ungefährlichen, durchgerutschten Eckstoß traf Arne Krick aus verdeckter Position zum 1:1 (61.). „Wir reagieren viel zu unruhig“, befand Nottulns Übungsleiter. Soests Lukas Brenk setzte zunächst einen Foulelfmeter links am Tor vorbei (68.), danach war aber Krick mit dem 2:1 zur Stelle (74.).
Nottulns Struktur war nun futsch – und dennoch drehten die Gäste die Begegnung. Lukas Höing netzte aus fünf Metern zum 2:2 ein (84.). Richard Joaquim, Ludwig Bünker und Marc Perick waren an der Entstehung beteiligt. 60 Sekunden später stellte Höing gar auf 3:2 für den Gast. Im Normalfall hätte es reichen müssen – so war dem aber nicht. Max Teipel sorgte in der Schlussphase doch noch für das 3:3 (90.). Ein langer Ball überwältigte die Gäste-Hintermannschaft.
„Danach geht’s in beide Richtungen, und es hätte in beide Richtungen ausgehen können“, grübelte Schwering, wieso seine Truppe den Kontrahenten im zweiten Abschnitt so ins Spiel hat zurückkommen lassen.
Westfalia Soest - GW Nottuln 3:3 (0:1)
0:1 Afiemo (40.), 1:1 Krick (61.)
2:1 Krick (74.), 2:2 Höing (84.)
2:3 Höing (85.), 3:3 Teipel (90.)
Bes. Vorkommnis: Soests Lukas Brenk verschießt Foulelfmeter (68.)







































