Westfalenliga 1
Ahaus auf die Eins
von Malte Greshake
(03.10.25) Wahnsinn. Eintracht Ahaus darf sich - zumindest bis zum Wochenende - Spitzenreiter nennen. Der Aufsteiger setzte sich am Donnerstagabend mit 1:0 (1:0) gegen Borussia Emsdetten durch und sprang damit auf Platz eins der Tabelle. "Das zweite Jahr nach dem Aufstieg ist immer das schwierigste", meinte ein grinsender Ahaus-Coach Frank Wegener hinterher. "Deswegen wollen wir auch nur ein Jahr drin bleiben. Aber Spaß beiseite: Wir freuen uns einfach, nehmen das mit - und nächste Woche geht’s weiter."
Dabei waren es zunächst die Gäste, die den Ton angaben. "Mit unseren ersten 25 Minuten bin ich komplett einverstanden“, meinte Borussen-Trainer Marc Wiethölter. "Wir waren dominant, haben Ahaus bewegt – aber eben ohne durch die gut gestaffelte Abwehr zu kommen." Gefährlich wurde es nämlich für die Eintracht nicht. Stattdessen kam das Heimteam im Anschluss sogar langsam besser rein. Ein Fehlpass von Mattes Langelage leitete die erste dicke Gelegenheit ein: Christopher Behrendt tauchte frei vor Luca Dömer auf, scheiterte aber am Keeper (28.). Ein Knackpunkt für Wiethölter übrigens: "Danach hatte ich das Gefühl, dass wir Angst haben." Zu fahrig agierte sein Team nun, leistete sich zudem einige Ballverluste. Was sich rächte...
Behrend ist zur Stelle
Nur wenige Minuten später machte es Behrendt besser. Über Jonathan Noack, der sich in einer Eins-gegen-Drei-Situation behauptete, und Lennart Varwick kam der Ball erneut zum Angreifer, der diesmal eiskalt blieb und den Ball lässig über Dömer hinweg ins Netz lupfte (32.). Was seinen Coach zum Schmunzeln brachte. Der Lupfer wäre in der Situation nämlich nicht unbedingt Wegeners Mittel der Wahl gewesen. "Aber Wahnsinn, wie abgezockt der Typ ist", so der Coach über seinen Knipser. Behrendt hatte kurz vor der Pause sogar noch nachlegen können, doch Dömer parierte seine Direktabnahme stark (42.). "Wenn wir mit einem 2:0 oder 3:0 in die Pause gehen, kann Emsdetten sich nicht beschweren“, so Wegener.
Nach dem Seitenwechsel flachte die Partie ab. Ahaus lauerte auf Konter, spielte diese aber unsauber zu Ende. Emsdetten hatte in der Schlussphase noch zwei Gelegenheiten: Ein Kopfball von Hendrik Ohde nach einer Ecke strich knapp vorbei, ein Freistoß von Markus Weidel wurde von Eintracht-Keeper Rafael Romero entschärft. Das war's aber auch.
"Nach unserer starken Anfangsphase holen wir sie leider zurück ins Spiel", haderte Wiethölter hinterher. "Ich kann den Jungs den Willen nicht absprechen. Am Ende fehlten aber bei jedem Spieler ein, zwei Prozent. So reicht es gegen Ahaus nicht. Was ärgerlich war, weil ein Punkte heute möglich gewesen wäre."
Eintracht Ahaus - Borussia Emsdetten 1:0 (1:0)
1:0 Behrendt (32.)








































