Verbandsliga - Anschwitzen, der 8. Spieltag
Wohin geht's beim TV Vreden?
Von Nils Uhlig
(07.11.25) Die Ambitionen beim TVV sind groß! Schon in der vorherigen Spielzeit wollte die Steinkamp-Sieben oben mitspielen. Nachdem das durch eine Fehlerflut nicht gelang, sollte dieses Jahr vieles besser werden. Bislang bleibt das Team um Olli Abbing den Nachweis schuldig, dass es ins obere Drittel gehört. Aber wäre eine weitere Saison im Mittelfeld nur negativ zu bewerten?
6:6-Punkte und 203:176 Tore! Allein an der Tordifferenz lässt sich ablesen, dass der TVV eigentlich mehr kann. Doch die engen Spiele werden auch in diesem Jahr einfach nicht gewonnen. Immer wieder scheitert die Truppe von Trainer-Dino Frank Steinkamp in der Schlussphase an sich selbst. Davon bleibt sogar Topspieler Olli Abbing nicht verschont.
Saison im Mittelfeld als Chance?
Zwar ist der Kader breiter und die Möglichkeit Ausfälle aufzufangen, ist größer. Doch in der Realität ist die Mannschaft noch immer, gerade in der Crunchtime, zu abhängig von Abbing und Maxi Wagener. Alle anderen Spieler sind also gefordert mehr Verantwortung zu übernehmen. Denn sonst droht eine weitere Saison im Mittelmaß. "Die nächsten drei Spiele sind richtungsweisend", sagte deswegen Steinkamp auch nach der Niederlage in Gladbeck.
Andererseits würde es eine Saison im Mittelfeld ermöglichen die starken A-Jugendlichen auch schon in diesem, ihrem ersten Jahr A-Jugend, im Seniorenbereich einzubauen und wichtige Erfahrung sammeln zu lassen. Denn mit dem angekündigten Abgang von Maxi Wagener nach der Saison muss für die Zukunft vorgesorgt werden. Und wie ginge das besser, als wenn man die jungen Wilden schon früh an die raue Verbandsliga-Luft gewöhnt.
Anschwitzen, der 8. Spieltag
Staffel 2:
Westfalia Herne II - SGH Ibbenbüren (Samstag, 16.15 Uhr)
Das sollte ein Selbstläufer werden! Herne II musste bereits einige deutliche Pleiten einstecken, darunter auch das 33:15 in der Vorwoche bei Nullacht. Ibbenbüren will seine Spitzenposition in der Tabelle weiter ausbauen und hofft zudem auf Schützenhilfe von Gronau und Gladbeck, die in en Topspielen Brechten und Westerholt fordern.
HEIMSPIEL-Tipp: 23:38. Da darf für die SGH gar nichts anbrennen.
Vorwärts Gronau - TV Brechten (Samstag, 19 Uhr)
Nach dem ersten Auswärtssieg gehen die Fischer-Jungs mit ganz viel Selbstvertrauen ins Heimspiel gegen den Tabellenzweiten. Mit einem Sieg kann Vorwärts mit dem TVB gleichziehen und wäre ganz oben mit dabei. Gerade zuhause sind die heimstarken Gronauer gegen den herausragend gestarteten Aufsteiger favorisiert.
HEIMSPIEL-Tipp: 29:26. Die Deckung steht und Gronau holt die nächsten zwei Punkte.
TV Vreden - HSG Kattenvennerich (Samstag, 19.45 Uhr)
Richtungsweisende Partie! Vor allem der TVV muss das Spiel gewinnen, um den Blick nicht erneut eher nach unten richten zu müssen. Die großen Ambitionen oben mitzuspielen, sind nach sechs Spielen nur noch möglich, wenn Olli Abbing und Co. eine Serie starten. Diese Serie hat Kattenvennerich nach verpatztem Saisonstart hingelegt und seit dem Trainerwechsel 6:0-Punkte geholt.
HEIMSPIEL-Tipp: 30:30. Eine kampfbetonte Partie endet mit dem Ausgleichstreffer in letzter Sekunde.
Staffel 1:
Warendorfer SU - Eintracht Oberlübbe (Sonntag, 17 Uhr)
Nach zuletzt schwachen Leistungen fand die Sportunion in Spradow wieder in die Spur und holte den zweiten Saisonsieg. Um sich weiter von der Abstiegszone fernzuhalten muss im Heimspiel gegen Oberlübbe nachgelegt werden. Der Tabellenletzte hat nämlich auch nur zwei Punkte weniger auf der Habenseite als die WSU.
HEIMSPIEL-Tipp: 33:30. Mit den eigenen Fans im Rücken gibt es den dritten Sieg der Spielzeit und etwas Ruhe.


































