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Tecklenburger Land Volleys

Die Tecklenburger Land Volleys gehen es mit einer bunten Mischung an. Die alten Hasen nehmen Tebus-Jungspunde hierbei an die Hand. Foto: Nicole Lienemann

Tebus leiten Generationswechsel ein


Von Luca Adolph

(16.11.22) Die Tecklenburger Land Volleys bauen um und das auf sämtlichen Positionen. Einige alte Hasen treten beim Drittligisten langsam in den wohlverdienten Ruhestand. Junge Hüpfer stehen dahinter aber längst parat. Erst vergangene Woche verkündeten die Tebus einen weiteren Neuzugang. Bei seinem Walk On weht nun ein Hauch von Champions League am Burgweg entlang.

Dusan Gmitrovic heißt der neue Mann, der in Tecklenburg über Außen wie Diagonal einbetonieren kann. Bereits mit 18 trat der heute 25-jährige Serbe mit Roter Stern Belgrad in der heimischen Superleague an. Seinen Lebensmittelpunkt verlagerte er nun ins Tecklenburger Land. Der mittlerweile spielberechtigte Hüne aus Belgrad, dessen Bruder Aleksandar mit Budva in der Qualifikation zur Königklasse antrat, überraschte die Volleys damit, dass er urplötzlich bei ihnen auf der Matte stand. "Wie die Jungfrau zum Kinde. Da seine Freundin in der Nähe wohnt und er nach seinem Studium hier in der Nähe arbeiten möchte, hat er sich umgehört und ist auf Empfehlung bei uns gelandet. Es wäre unglaublich heftig, wenn wir ihn langfristig an uns binden könnten. Er hat eine super Anlage und ist dazu ein wahnsinnig intelligenter und sympathischer Mensch, der wunderbar zu uns passt", freut sich Coach Lars Fischer über den prominenten Zugang.

Dusan Gmitrovic ist spielberechtigt und dürfte beim TV Hörde schon auf der Platte stehen.

Fischer gestaltet Zukunft der Tebus

Auch neben der brachialen Verstärkung für den Angriff hat sich bei den Tebus einiges getan. Die altgedienten Recken Lars Fischer und Sebastian Gartemann führen sie zwar auf dem Feld nicht mehr an, verfolgen jedoch einen gemeinsamen Plan. "Als ich damals in die Mannschaft gekommen bin, haben mir alte Hasen wie Gunnar Kraus auch erklärt, wie es läuft. So bin ich damals in der 1. Herren sozialisiert worden und genauso gehen wir es auch jetzt wieder an", sagt Fischer, der seine Schuhe nach zwanzig Jahren bei den Tecklenburgern verletzungsbedingt an den Nagel hängt und nunmehr mit Trainerkollege Mats-Ole Schulz den Umbau prägt.

Hierfür hat der Drittligist ein klares Konzept. Die Jung-Tebus werden von den Erfahrenen für die Zukunft gestählt. Erste Früchte habe es laut Fischer schon getragen. Sebastian Gartemanns Ziehsohn Paul Boss wurde als Zuspieler schon zweimal zum MVP ernannt. Der Boss hält bei Tecklenburg neuerdings die Strippen in der Hand. Gleich auf mehreren Positionen geht es Tecklenburg so an. In der Mitte reift Moritz Borken allmählich zur Stütze heran. Ralf Meyer hat sich außerdem aus der Reserve in den Kader geschafft. Die Tebus meinen es ernst: Bei ihnen wird die neue Generation ins Spiel integriert.

"Wir sind ein Dorfverein"

Tabellarisch machte es sich bereits bemerkbar, dass der Plan der Volleys aufgeht. Im Vorjahr wurde der Klassenerhalt erst am vorletzten Spieltag dingfest gemacht. Diesmal trennen Tebu nur drei Punkte von einem Aufstiegsrundenplatz. Dritter müssten sie dafür werden. Gegen die Top-Drei vom PTSV Aachen, FCJ Köln und Brühler TV setzte es bisher allerdings nur Lehrstunden. Besonders ärgerlich verlief es gegen den BTV, da sich beim 0:3 im Hinspiel noch unter Wert verkauft wurde. Als Vierter bleibt die Fischer-Sechs jedoch auf Tuchfühlung mit den Brühler Jungs. Und nach unten ist der Vorsprung ohnehin groß.

Als Ziel stecken sich die Tecklenburger den Klassenerhalt. An dem sind sie schon verdammt nah dran. Nach dem Abstieg 2017 aus der 2. Bundesliga Nord gehen es die Tebus also langsam an. Irgendwann streben sie dann vielleicht auch wieder eine Rückkehr an. "Wir haben es schon dreimal dahin geschafft, sind aber immer noch ein Dorfverein. Wenn es uns mittelfristig gelingt, nehmen wir das Spektakel natürlich gerne auf uns. Gerade planen wir es aber nicht und arbeiten erstmal an unserer Konstanz. Den Umbruch wollen wir so gut wie möglich voranbringen", sagt Fischer und wirkt nun mit all seiner Erfahrung von der Bank.

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